Bericht | 01. Juni 2026

Herzlich Willkommen John Pinzon!

von: John Pinzon
Mein Name ist John. Ich bin meistens dort, wo etwas passiert – und wenn ich nicht gerade im OMG bin, findet man mich hinter einer Bar in St.Gallen, irgendwo zwischen Chaos und Konzept. Und ja, manchmal auch genau dort, wo es ruhiger wird.

Mein Weg hierhin war kein gerader oder klassisch, ich bin eher der Typ, der Dinge ausprobiert, hinterfragt und manchmal einfach macht. Aber meine bisherigen Arbeitserfahrungen sind eine Geschichte für ein anderes Mal.

Was ich weiss: Ich mag keine fertigen Antworten. Ich mag Fragen. Ich glaube nicht, dass man alles verstehen muss, um Teil von etwas zu sein. Manchmal reicht es, einfach da zu bleiben und sich auf etwas ein zulassen.

Eine meiner Lieblings Geschichten ist: die Hochzeit von Kana. Johannes 2,1–11. Auf den ersten Blick eine Anekdote über Wein. Auf den zweiten: ein Moment, der mich mehr beschäftigt als erwartet. Ich kenne dieses Gefühl, wenn Dinge nicht ganz zusammenpassen und genau deshalb irgendwie funktionieren. Wenn aus Unvollständigem plötzlich etwas entsteht, das Sinn macht. Oder zumindest einen Moment hinterlässt, der hängen bleibt. Vielleicht ist das Glaube. Oder zumindest der Anfang davon.

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Bericht | 01. April 2026

Gelungener Start für den Faktor-X-Kurs

von: Marco Martina
Mit 19 Teilnehmenden ist am Samstag, 28. März 2026, unser Faktor-X-Kurs gestartet.

Der Auftakt war geprägt von Vorfreude, Offenheit und der gemeinsamen Bereitschaft, sich auf diesen besonderen Weg einzulassen.

Faktor X wurde in Zusammenarbeit mit dem Reuss-Institut entwickelt und wird auch gemeinsam durchgeführt. Im Zentrum steht die Vision, dass Menschen im Glauben und als Gemeinschaft vor Ort wachsen und dass dieses Wachstum Ausstrahlungskraft in die Gesellschaft hinein entfaltet. Dass die Teilnehmenden als Teams am Kurs teilnehmen, unterstreicht diesen gemeinschaftlichen Ansatz auf besondere Weise.

Der Kurs ist ökumenisch ausgerichtet: Reformierte und katholische Gemeinden sind daran beteiligt. Diese Vielfalt erleben wir als grosse Bereicherung. Besonders schön ist auch, dass eine Gruppe von Jugendlichen mit dabei ist und den Kurs mitprägt.

Wir freuen uns über diesen starken Start und sind gespannt, welche Impulse der Kurs für die Teilnehmenden, die Gemeinden und darüber hinaus setzen wird.

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Bericht | 31. März 2026

Ein Tag wie in Taizé – Brüder aus Taizé kommen nach Baden

von: Natascha Rüede
An Pfingsten 2026, am 24. und 25. Mai, wird Baden zu einem besonderen Ort: die Brüder aus Taizé kommen in die Schweiz. Anlass ist das 500-Jahr-Jubiläum der Badener Disputation – ein Zeichen für Hoffnung, Frieden und den Dialog zwischen den Konfessionen.

Dass Brüder aus Taizé in die Schweiz reisen, ist keine Selbstverständlichkeit. Umso besonderer ist diese Gelegenheit.

Und sie beginnt nicht erst an Pfingsten: Bereits zwischen Ostern und Pfingsten laden in Baden wöchentliche Taizé-Gebete dazu ein, sich innerlich auf dieses Treffen vorzubereiten – mit Gesang, Stille und Gemeinschaft.

Gemeinsam mit Claudio Tomassini, Gemeindeleiter in Baden, engagieren sich die Jugendseelsorge sowie junge Erwachsene, die selbst bereits in Taizé waren, in der Vorbereitung. Ihre Vision ist klar: Ein Tag wie in Taizé – mitten in der Schweiz.

Was heisst das konkret?
Ein Raum, in dem Menschen zur Ruhe kommen können. Gemeinsame Gebete, einfache Gesänge, Zeiten der Stille und Begegnung. Ein Ort, an dem der Glaube nicht erklärt werden muss, sondern erfahrbar wird.

Eingeladen sind besonders junge Menschen und junge Erwachsene – sowohl jene, die Taizé noch nie erlebt haben, als auch diejenigen, die sich nach dieser besonderen Atmosphäre sehnen.

Taizé steht seit Jahrzehnten für eine Spiritualität der Einfachheit, für Gemeinschaft über Konfessionsgrenzen hinweg und für eine leise, aber kraftvolle Hoffnung. Genau diese Erfahrung soll in Baden möglich werden – vorbereitet durch die gemeinsamen Gebete in den Wochen zuvor.

Pfingsten 2026 bietet damit eine besondere Gelegenheit:
Taizé nicht nur als Ort in Frankreich zu erleben – sondern als Erfahrung hier in der Schweiz vor Ort.

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Bericht | 30. März 2026

Jugendreise Lourdes & Barcelona

von: Mario Stanković
Die Jugendreise nach Rom letztes Jahr war ein voller Erfolg.

Sie wurde von einem eigenständigen OK aus jungen Erwachsenen verschiedener Pfarreien im Kanton mitorganisiert.

Nach dieser Erfahrung wollte das junge Team weitermachen. Dieses Mal geht es nach Lourdes und Barcelona, vom 8. bis 15. August 2026. Eine Woche zwischen Pyrenäen und Mittelmeer, zwischen Stille und Stadtleben.

In Lourdes gehen wir den Spuren von Bernadette nach. Wir nehmen an der Lichterprozession teil und lassen uns auf einen Ort ein, der Menschen seit Generationen berührt. Am Dienstag wechselt die Szenerie nach Barcelona. Dort erwarten uns La Rambla, Sagrada Família, Park Güell und Montserrat. Dazu Tapas im Poble Sec, Strand und ein Sonnenaufgang auf dem SUP-Board.

Das OK besteht aus jungen Erwachsenen, die das Ganze auf die Beine stellen. Mit dabei sind Don Kizhakkeveetil, Jonas Inderbitzin (Jugenardbeiter i. A.), Julia Cotting, Florina Rischatsch und Shahen Dilge.

Die Reise richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis 30 Jahren. Die Teilnahmekosten betragen CHF 550.–. Zusätzlich fallen Eintritte und Essen vor Ort an.

Anmeldeschluss ist der 30. April 2026. Anmeldung und weitere Infos findest Du >>HIER<<.

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Bericht | 29. März 2026

Wann ist man bereit für die Firmung?

von: Natascha Rüede
Im Dezember 2025 traf sich der Jugendrat des Bistums Chur zur Plenarversammlung mit Bischof Joseph Maria Bonnemain. Im Zentrum stand eine Frage, die viele Pfarreien beschäftigt: die Firmung – und damit auch die Frage nach dem passenden Firmalter.

Schnell wurde in den Gesprächen deutlich: Es geht um mehr als eine Zahl. Zwar war eine Firmaltersempfehlung Ausgangspunkt, doch die Diskussion öffnete einen grösseren Horizont. Im Mittelpunkt stand die Frage: Was braucht es, damit die Firmung für junge Menschen wirklich trägt?

Ein Follow-up im März 2026 in Chur bot Raum, diese Fragen weiter zu vertiefen. 18 junge Menschen aus verschiedenen Regionen brachten ihre Erfahrungen ein. Dabei wurde spürbar: Firmung darf nicht als ein „Durchfirmen“ ganzer Jahrgänge verstanden werden. Vielmehr geht es um einen persönlichen Schritt – um ein bewusstes Ja zum Glauben und zur Kirche.

Bischof Joseph Maria Bonnemain formulierte es so: Er wünsche sich, dass junge Menschen „verliebt sind in Gott“. Diese Aussage hat die Gespräche geprägt. Was braucht es, damit eine solche Beziehung wachsen kann?

Die jungen Erwachsenen machten deutlich: Es braucht beides. Einerseits eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Glauben – Wissen darüber, was Christsein bedeutet. Andererseits braucht es Räume für persönliche Erfahrungen, für Gebet und Beziehung. Orte, an denen junge Menschen sich ausprobieren, Fragen stellen und ihren eigenen Zugang zu Gott finden können.

Dabei wurde auch klar: Reifung geschieht nicht zu einem festgelegten Zeitpunkt. Sie wächst im Leben – durch Erfahrungen, durch Krisen und durch die Suche nach Sinn. Die Frage ist deshalb weniger: Wie alt ist jemand?
Sondern vielmehr: Ist ein Mensch bereit, diesen Glauben zu leben?

Ein weiterer wichtiger Punkt: Firmung ist kein Abschluss. Ein guter Firmweg endet nicht mit dem Sakrament, sondern führt weiter. Junge Menschen brauchen auch danach Gemeinschaft, Begleitung und Räume, in denen sie ihren Glauben leben können – oft gerade im Austausch mit Gleichaltrigen.

Aus diesen Überlegungen hat sich eine gemeinsame Perspektive entwickelt: Der Fokus soll weniger auf einer einheitlichen Altersfestlegung liegen, sondern auf der Qualität der Vorbereitung und der Begleitung. Firmung wird so zu einem individuellen Schritt, der getragen ist von Beziehung, Erfahrung und Gemeinschaft.

Der Jugendrat und der Bischof werden diese Erkenntnisse gemeinsam in einem Schreiben an die Pfarreien und Missionen weitergeben. Begleitet wird dieser Prozess durch die Präsides des Jugendrats – aktuell Natascha Rüede (Zürich) und Erich Petrini (Chur) –, das solche Austauschräume ermöglicht und die Ergebnisse sichert.

Der Weg ist damit nicht abgeschlossen – aber ein wichtiger Schritt ist getan: hin zu einer Firmung, die junge Menschen wirklich stärkt auf ihrem eigenen Glaubensweg.

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Spiritualität | 28. März 2026

7. Impuls Fastenzeit 2026 - Palmsonntag

von: Adrian Marbacher
Wer erlöst uns eigentlich? Und vielleicht noch ehrlicher gefragt: Wie suchen wir unsere Erlöser? Wenn wir uns umschauen, merken wir schnell, wie stark diese Sehnsucht heute ist. In der Politik hoffen wir auf starke Figuren, die endlich Klarheit bringen. In der Gesellschaft orientieren wir uns an Menschen, die scheinbar wissen, wie Leben funktioniert. In sozialen Medien folgen wir Vorbildern, die uns zeigen, wie man erfolgreich, glücklich oder erfüllt ist. Und manchmal suchen wir sogar im Spirituellen nach jemandem, der uns sagt, wo es langgeht. Gerade in einer Zeit voller Krisen, Kriege und Unsicherheiten wächst diese Hoffnung: Da muss doch jemand sein, der das alles löst. Und gleichzeitig spüren wir: Diese „Erlöser“ halten oft nicht, was sie versprechen. Oder sie kippen. Oder sie dienen mehr sich selbst als wirklich dem Leben...

Was macht eigentlich einen König aus? Wenn wir ehrlich sind, haben wir ein ziemlich klares Bild: Ein König ist jemand, der bewundert wird, der Einfluss hat, dem man folgt, vor dem man sich vielleicht sogar verneigt. Jemand, der gesehen wird, der Bedeutung hat, der bestimmt, wohin es geht. Und wenn wir tiefer schauen, merken wir: Ein Teil davon steckt auch in uns. Ein Teil in uns will gesehen werden. Ein Teil will Anerkennung, will Bedeutung, will vielleicht im Kleinen oder Grossen selbst „König sein“. Genau hier kommt das Ego ins Spiel. Dieses innere Bedürfnis, wichtig zu sein, Kontrolle zu haben, Einfluss zu nehmen, sich durchzusetzen. Und oft suchen wir auch im Aussen genau solche „Könige“: Menschen, die stark wirken, klar auftreten, souverän erscheinen.

Und dann kommt dieser Moment am Palmsonntag. Jesus zieht in Jerusalem ein. Die Menschen jubeln ihm zu, sie feiern ihn wie einen König. Und das Spannende ist: Er wehrt sich nicht dagegen. Er lässt es geschehen. Er nimmt es an. Vielleicht, weil darin auch eine Wahrheit liegt. Aber er hält sich nicht daran fest. Denn nur wenige Tage später verändert sich alles. Er kniet sich hin und wäscht seinen Jüngern die Füsse. Er stellt sich unter die anderen. Er geht nicht den Weg nach oben, sondern nach unten. Und schliesslich geht er bis ans Kreuz. Der gefeierte König wird zum Dienenden. Der, der erhoben wird, geht in die tiefste Tiefe. Und genau hier zeigt sich etwas Entscheidendes: Es geht nicht darum, das Ego zu feiern. Es geht darum, dass es stirbt. Nicht mein Wille steht im Zentrum. Nicht mein Status. Nicht das Bild, das ich von mir habe. Sondern ein Weg, der mir gegeben wird.

Das stellt alles auf den Kopf. Der wahre König ist nicht der, der oben steht, sondern der, der bereit ist, ganz nach unten zu gehen. Und genau darin liegt eine Einladung für uns. Vielleicht geht es in unserem Alltag genau darum, aufzuhören, unsere eigene „Krone“ erzwingen zu wollen. Nicht ständig zu fragen, wie wir wirken, ob wir genug gesehen werden, ob wir Bedeutung haben. Sondern eine andere Frage zuzulassen: Was wird mir geschenkt? Welchen Weg legt Gott mir hin? Und noch tiefer: Bin ich bereit, mich führen zu lassen? Auch dann, wenn dieser Weg nicht nach oben führt, sondern zuerst nach unten? Auch dann, wenn er durch Unsicherheit geht, durch Loslassen, durch Kontrollverlust?

Denn König wird man nicht selbst. König wird man gemacht. Und nicht von Menschen, sondern von Gott. Vielleicht ist das die radikalste Botschaft von Palmsonntag: Alle sind zur Königswürde berufen, aber nicht so, wie wir sie uns vorstellen. Nicht durch Status, nicht durch Macht, nicht durch Ego. Sondern durch Beziehung, durch Vertrauen, durch Hingabe, durch eine innere Freiheit. Und ja, oft führt dieser Weg zuerst durch das Kreuz. Durch das Loslassen dessen, was wir unbedingt sein wollen. Aber genau dort entsteht etwas Neues. Eine andere Form von Würde. Eine andere Form von Stärke. Ein anderes „Königsein“.

Impulse für den Alltag:

  • Welchen „Königen“ renne ich gerade nach?
  • Wo halte ich noch an meinem eigenen Ego fest?
  • Und wo könnte ich heute einen kleinen Schritt loslassen und darauf vertrauen, dass mir ein Weg gezeigt wird?

Bibeltext zur Vertiefung (Mattäus 21, 1–11)

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Bétfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger aus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir.

Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.

Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist:
Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.

Die Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf.

Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.

Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen:
Hosanna dem Sohn Davids!
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe!

Als er in Jerusalem einzog, erbebte die ganze Stadt und man fragte: Wer ist dieser?

Die Leute sagten:
Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

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Spiritualität | 21. März 2026

6. Impuls Fastenzeit 2026 - 5. Woche

von: Adrian Marbacher
Und wenn Totes wieder lebendig wird? Im Text von dieser Woche passiert spannendes: Jesus hört, dass ein Freund krank ist – und er geht trotzdem nicht sofort hin. Er wartet. Für die Menschen rundherum wirkt das unverständlich...

Und dann er kommt zu spät. Es ist vorbei. Lazarus stirbt.

Und genau dort setzt Jesus an. Nicht „gerade noch retten“ wollen, sondern dort, wo etwas wirklich tot ist. Wo nichts mehr geht. Wo Menschen sagen: Das war’s.

Für mich geht es hier nicht in erster Linie darum, ein spektakuläres Wunder zu zeigen. Ob und wie das erklärbar ist, ist gar nicht der Kern – obwohl ich Gott alles Gute zutraue. Jesus zeigt etwas Tieferes:
Dass aus Totem wieder Leben entstehen kann.

Und spannend ist ja: Es bleibt nicht nur bei Lazarus. Auch bei den Menschen passiert etwas. Sie beginnen zu glauben. Sie erkennen neu, wer Jesus ist. Es wird nicht nur ein Mensch lebendig – sondern auch Herzen. Menschen schöpfen Vertrauen und Hoffnung. Menschen werden lebendig.

Darum geht es nicht darum, was passierte damals genau?
Sondern mehr noch, wo passiert das heute bei mir? Wo habe ich etwas innerlich schon begraben?

Vielleicht in Beziehungen – Menschen, mit denen ich abgeschlossen habe. Wo ich sage: Das ist vorbei. Da geht nichts mehr. Und vielleicht liegt genau dort eine Möglichkeit zur Versöhnung, zu einem neuen Anfang, zu einem ersten Schritt.

Vielleicht bei mir selbst – Wo habe ich mich abgeschrieben? Meinem Körper nichts mehr zugetraut? Oder innerlich gesagt: „So bin ich halt, da verändert sich nichts mehr“?
Und doch gibt es diese Momente, wo plötzlich wieder etwas lebendig wird.

Vielleicht bei meinen Träumen und Visionen – Wo hat mich die Realität so eingeholt, dass ich aufgehört habe zu träumen? Wo habe ich mich angepasst, kleiner gemacht, sicherer gemacht …und dabei etwas Lebendiges verloren?

Und vielleicht auch in meiner Beziehung zu Gott – Ist mein Glaube so „realistisch“ geworden, dass ich Gott gar nichts mehr zutraue? Dass ich nicht mehr damit rechne, überrascht zu werden?

Jesus zeigt hier: Gott wirkt auch dort, wo wir nichts mehr erwarten.

Impulse für deinen Alltag

  • Schau auf deine Beziehungen:
    Wo hast du jemanden innerlich abgeschrieben? Gibt es einen kleinen Schritt auf diese Person zu?
  • Schau auf dich selbst:
    Wo hast du dich begrenzt oder aufgegeben? Was wäre ein erster Schritt, dir selbst wieder mehr zuzutrauen?
  • Schau auf deinen Glauben und deine Träume:
    Wo hast du aufgehört zu hoffen oder zu träumen? Und wo könntest du Gott wieder mehr zutrauen?

 

Bibeltext zur Vertiefung (Johannes 11, 3–7.17.20–27.33b–45)

In jener Zeit sandten die Schwestern des Lázarus Jesus die Nachricht:

Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank.

Als Jesus das hörte, sagte er:
Diese Krankheit führt nicht zum Tod,
sondern dient der Verherrlichung Gottes.
Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.

Jesus liebte aber Marta, ihre Schwester und Lázarus.
Als er hörte, dass Lázarus krank war,
blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt.
Danach sagte er zu den Jüngern:
Lasst uns wieder nach Judäa gehen.

Als Jesus ankam,
fand er Lázarus schon vier Tage im Grab liegen.

Als Marta hörte, dass Jesus komme,
ging sie ihm entgegen,
Maria aber blieb im Haus sitzen.

Marta sagte zu Jesus:
Herr, wärst du hier gewesen,
dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiss ich:
Alles, worum du Gott bittest,
wird Gott dir geben.

Jesus sagte zu ihr:
Dein Bruder wird auferstehen.

Marta sagte zu ihm:
Ich weiss, dass er auferstehen wird
bei der Auferstehung am Jüngsten Tag.

Jesus sagte zu ihr:
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt,
wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird auf ewig nicht sterben.
Glaubst du das?

Marta sagte zu ihm:
Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist,
der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

Jesus war im Innersten erregt und erschüttert.
Er sagte:
Wo habt ihr ihn bestattet?

Sie sagten zu ihm:
Herr, komm und sieh!

Da weinte Jesus.

Die Juden sagten:
Seht, wie lieb er ihn hatte!

Einige aber sagten:
Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat,
hätte er dann nicht auch verhindern können,
dass dieser hier starb?

Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt
und er ging zum Grab.
Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.

Jesus sagte:
Nehmt den Stein weg!

Marta, die Schwester des Verstorbenen,
sagte zu ihm:
Herr, er riecht aber schon,
denn es ist bereits der vierte Tag.

Jesus sagte zu ihr:
Habe ich dir nicht gesagt:
Wenn du glaubst,
wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?

Da nahmen sie den Stein weg.

Jesus aber erhob seine Augen
und sprach:
Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
Ich wusste, dass du mich immer erhörst;
aber wegen der Menge, die um mich herumsteht,
habe ich es gesagt,
damit sie glauben,
dass du mich gesandt hast.

Nachdem er dies gesagt hatte,
rief er mit lauter Stimme:
Lázarus, komm heraus!

Da kam der Verstorbene heraus;
seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt
und sein Gesicht war mit einem Schweisstuch verhüllt.

Jesus sagte zu ihnen:
Löst ihm die Binden
und lasst ihn weggehen!

Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren
und gesehen hatten, was Jesus getan hatte,
kamen zum Glauben an ihn.

Kompletten Artikel über 6. Impuls Fastenzeit 2026 - 5. Woche lesen.
Spiritualität | 14. März 2026

5. Impuls Fastenzeit 2026 - 4. Woche

von: Adrian Marbacher
Als ich früher Film studierte und viel mit der Kamera arbeitete, machte ich eine interessante Erfahrung. Wenn ich durch die Kamera schaute, sah ich oft mehr als mit dem blossen Auge. Der Rahmen der Kamera zwang mich, genauer hinzusehen. Mein Blick wurde fokussierter. Plötzlich konnte ein Blatt an einem Baum wunderbar wirken, fast magisch. Vorher war es einfach nur ein Blatt gewesen. Die Kamera öffnete mir gewissermassen die Augen. Ich begann mehr wahrzunehmen als nur die Oberfläche....

Im heutigen Evangelium geht es genau um dieses Thema: um das Sehen.

Jesus begegnet einem Mann, der blind geboren wurde. Ein Bettler, ein Ausgegrenzter. Einer, der am Rand der Gesellschaft lebt. Gerade solche Menschen rücken bei Jesus immer wieder ins Zentrum. Er sieht sie. Er übersieht sie nicht.

Jesus heilt den Mann auf eine ungewöhnliche Weise. Er macht einen Brei aus Erde und Speichel, salbt damit die Augen des Blinden und schickt ihn zum Teich Siloah, damit er sich wäscht. Der Mann folgt diesem Auftrag – und plötzlich kann er sehen.

Doch mit dem neuen Sehen beginnt auch eine grosse Verwirrung.
Die Menschen erkennen ihn kaum wieder. Manche fragen: «Ist das nicht der Bettler?» Andere sagen: «Nein, er sieht ihm nur ähnlich.» Selbst seine Eltern bleiben vorsichtig. Und die religiösen Autoritäten beginnen zu diskutieren, zu zweifeln und zu urteilen.

Der ehemals Blinde wird plötzlich zu einem Fremden.

Das ist eine spannende Dynamik. Wer neu zu sehen beginnt, passt oft nicht mehr in die alten Kategorien. Menschen verändern sich, wenn sie Gott begegnen. Und diese Veränderung kann andere irritieren.

Im Evangelium wird deutlich: Blindheit ist nicht nur eine körperliche Frage. Viele Menschen im Text können sehen – und doch erkennen sie nichts.

Die Leute sehen in dem Mann nur den Bettler.
Die Eltern sehen nur ihren früher blinden Sohn.
Die Pharisäer sehen in Jesus einen Regelbrecher.

Doch der geheilte Mann beginnt wirklich zu sehen. Schritt für Schritt erkennt er, wer Jesus ist.

Der Weg mit Jesus bedeutet deshalb mehr als nur oberflächlich zu schauen. Er lädt dazu ein, tiefer zu sehen. Hinter die erste Wahrnehmung zu blicken. Gott wirkt oft dort, wo wir es zuerst gar nicht erwarten.

Vielleicht ist das auch eine Einladung für uns in den kommenden Tagen:
nicht nur auf das zu schauen, was offensichtlich ist. Sondern tiefer zu sehen – in Situationen, in Menschen und vielleicht auch in uns selbst.

Der Schriftsteller Henry David Thoreau hat einmal gesagt:
«Nicht was du anschaust ist entscheidend, sondern was du siehst.»

Der Weg mit Gott öffnet die Augen.
Er hilft uns, mehr zu erkennen als nur die Oberfläche.

Damit wir wirklich sehen – und nicht blind bleiben.

Weiterführende Schritte in den Alltag:

1. Einen Moment länger hinschauen
Wenn du heute etwas siehst – einen Menschen, einen Ort, eine Situation – bleibe einen Moment länger dabei. Oft zeigt sich erst im zweiten Blick etwas Neues.

2. Menschen neu wahrnehmen
Versuche bei einer Begegnung nicht sofort zu urteilen. Frage dich: Was sehe ich vielleicht noch nicht an diesem Menschen?

3. Den Tag kurz reflektieren
Am Abend eine einfache Frage stellen:
Wo habe ich heute tiefer gesehen – und wo bin ich vielleicht noch blind geblieben?

Bibeltext zur Vertiefung (Johannes 9,1-41):

In jener Zeit sah Jesus unterwegs einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.

Jesus spuckte auf die Erde, machte mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Das heißt übersetzt: der Gesandte.

Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.

Die Nachbarn und jene, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?
Einige sagten: Er ist es.
Andere sagten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich.
Er selbst aber sagte: Ich bin es.

Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte.

Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei.
Er antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen und ich wusch mich und jetzt sehe ich.

Einige der Pharisäer sagten: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält.
Andere aber sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun?
So entstand eine Spaltung unter ihnen.

Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet.
Der Mann sagte: Er ist ein Prophet.

Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren und du willst uns belehren?
Und sie stießen ihn hinaus.

Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten. Als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?

Da antwortete jener: Wer ist das, Herr, damit ich an ihn glaube?

Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn bereits gesehen; er, der mit dir redet, ist es.

Er aber sagte: Ich glaube, Herr!
Und er warf sich vor ihm nieder.

Kompletten Artikel über 5. Impuls Fastenzeit 2026 - 4. Woche lesen.
Spiritualität | 06. März 2026

4. Impuls Fastenzeit 2026 - 3. Woche

von: Adrian Marbacher
Vielleicht kennst du diese Szene. Eine Frau geht mitten am Tag zum Jakobsbrunnen. Nicht weil sie dann besonders Lust hat, Wasser zu holen, sondern weil dann niemand dort ist. Keine Blicke, keine Fragen, keine Kommentare. Es ist wie ein stiller Rückzug aus dem Leben. Und dann sitzt da Jesus. Er spricht sie an. Das wirkt fast surreal, weil es gegen jede Regel geht. Und genau so beginnt etwas, das wieder lebendig macht.

Dabei handelt es sich bei dieser Begegnung nicht um ein religiöses Streitgespräch oder um eine Moralpredigt. Es ist ein Weckruf: Werde lebendig. Bevor du die Wahrheit erkennst, muss in dir wieder etwas aufwachen. Jesus macht das auf drei Ebenen. Er bricht gesellschaftliche Grenzen, weil er sie überhaupt anspricht und ernst nimmt. Er löst religiöse Starrheit, weil er den Fokus wegzieht vom richtigen Ort und hin zu einer echten Gottesbeziehung. Und er spricht in ihr Privatleben hinein, nicht um sie zu beschämen, sondern um das zu benennen, was sie innerlich leer macht. Sie wird nicht ertappt, sie wird erkannt. Und genau darum bewegt sich etwas.

Im Alltag passiert oft das Gegenteil. Wir halten Distanz, wo Nähe gut täte. Wir retten uns in Diskussionen, wo eigentlich ein ehrliches Wort dran wäre. Wir leben in Rollen, weil es sich sicherer anfühlt, als echt zu sein. Man kann sogar religiös korrekt sein und innerlich trotzdem trocken. Man kann Beziehungen haben und sich trotzdem nicht lebendig fühlen. Und genau da setzt Jesus an, wenn er sagt: Wichtig ist, im Geist und in der Wahrheit anzubeten. Wahrheit heisst: Ich höre auf, mir selbst auszuweichen. Ich sehe, wo ich stehe, was ich will, was ungut ist. Geist heisst: Das in mir, was wieder atmet, was weich wird, was sich bewegt. Wahrheit ohne Geist wird hart. Geist ohne Wahrheit wird neblig. Beides zusammen macht frei.

Damit es nicht bei einem schönen Gedanken bleibt, hier sind konkrete Schritte für deine Woche. Wähle einen davon und zieh ihn konsequent durch.

  • Nimm dir jeden Tag zwei Minuten «Brunnenzeit». Handy weg. Setz dich hin, atme ruhig und frag dich: Wo bin ich gerade nicht lebendig. Benenne es in einem Satz, ohne Erklärung. Zum Beispiel: Ich funktioniere nur. Ich bin leer. Ich bin getrieben. Ich habe Angst vor Blicken. Ich habe Sehnsucht nach Nähe. Nur ein Satz.
  • Mach einmal am Tag einen Grenz-Schritt. Überschreite deine Grenze und versuche etwas Neues. Dort, wo du sonst brav im Muster bleibst, mach etwas anders. Vielleicht ein ehrlicher Satz statt höflicher Ausweichmanöver. Vielleicht ein Nein statt einem automatischen Ja. Vielleicht ein Gespräch, dem du sonst aus dem Weg gehst. Nicht dramatisch, einfach echt. So wie Jesus die Grenze überschreitet: ruhig, klar, respektvoll.
  • Setz einen Fokus auf lebendiges Wasser in Beziehungen. Einmal pro Tag tust du etwas, das nicht nur Kontakt hält, sondern Leben bringt. Eine Nachricht, die wirklich meint, was sie sagt. Ein ehrliches Danke. Eine Bitte um Verzeihung. Ein kurzer Anruf ohne Agenda. Oder echtes Interesse, ohne sofort zu analysieren oder zu lösen.
  • Falls du eine Gebetspraxis hast: Sag nicht viele Worte. «Gott, zeig mir, wo es in mir trocken ist». Und dann bleib kurz still. Manchmal kommt die Antwort als Gedanke, manchmal als Widerstand, manchmal als Satz, der hängen bleibt. Wahrheit und Geist. Klarheit und Leben.

Wenn du diese Woche nur eine Sache mitnimmst, dann reicht das. Das Evangelium vom Jakobsbrunnen ist kein Text über korrektes Verhalten. Es ist eine Einladung, wieder lebendig zu werden.

Bibeltext zur Vertiefung (Joh 4,1-26).

Jesus erfuhr, dass die Pharisäer gehört hatten, er gewinne und taufe mehr Jünger als Johannes – allerdings taufte nicht Jesus selbst, sondern seine Jünger. Daraufhin verliess er Judäa und ging wieder nach Galiläa. Er musste aber den Weg durch Samarien nehmen.

So kam er zu einer Stadt in Samarien, die Sychar hiess und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde.

Da kam eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen.

Die Samariterin sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um etwas zu trinken bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern.

Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.

Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäss und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa grösser als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden?

Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fliesst.

Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen!

Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann und komm wieder her!

Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. Denn fünf Männer hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt.

Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss.

Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Die Frau sagte zu ihm: Ich weiss, dass der Messias kommt, der Christus heisst. Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden.

Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, der mit dir spricht.

Kompletten Artikel über 4. Impuls Fastenzeit 2026 - 3. Woche lesen.
Spiritualität | 28. Februar 2026

3. Impuls Fastenzeit 2026 - 2. Woche

von: Adrian Marbacher
Vielleicht kennst du diese Szene aus dem Evangelium: Jesus nimmt drei seiner Freunde mit auf einen Berg. Sie ziehen sich zurück, weg vom Lärm, weg vom Alltag. Sie wollen Gott nahe sein und klarer spüren, worum es wirklich geht.

Und dann geschieht etwas, das sie nicht einordnen können. Jesus wird verwandelt. Sein Gesicht und seine Gestalt leuchten. Neben ihm erscheinen Mose und Elija. Wie ein Zeichen, dass sagt: Das hier ist nicht Zufall. Jesus steht in einer grösseren Geschichte. In Gottes Heilsweg. Und für einen Moment sehen die Jünger: Da ist mehr Wirklichkeit, als man im Alltag sieht.

Das ist keine Bergromantik. Es ist ein Bild für das, was in uns passieren kann, wenn wir still werden. Wenn wir kurz aus dem Funktionieren rausgehen. Dann leuchtet manchmal etwas auf. Nicht als Dauerzustand, sondern als Moment. Ein inneres Aufgehen. Ein kurzer Blick auf das, was trägt.

Die Reaktion der Jünger ist erstaunlich menschlich. Sie sind überfordert, beeindruckt, berührt. Und sofort kommt der Impuls, alles festhalten. Peter sagt auch sinngemäss: «Wir bauen Hütten». Wir bleiben hier. Wir machen das stabil. Wir machen daraus ein Konzept. Aber genau das geht nicht. Der Moment ist Geschenk, nicht Besitz. Er kommt, und er geht wieder. Und trotzdem hinterlässt er eine Spur.

Im Alltag sehen solche Verklärungs-Momente oft unspektakulär aus. Ein Sonnenuntergang, Licht zwischen Bäumen, ein Satz zur richtigen Zeit, ein Blick, der dich weich macht. Ein Augenblick, in dem du fühlst, dass du verbunden bist. Es ist nicht nur Druck und Tempo. Und genau da sagt dieses Evangelium, nämlich dass iese Momente echt sind. Sie sind nicht Flucht. Sie sind Erinnerung daran, was tiefer wahr ist.

Damit es nicht bei einem schönen Gedanken bleibt, sind hier konkrete Schritte für deine Woche. Wähle einen davon und zieh ihn konsequent durch:

  • Mach einmal am Tag zwei Minuten Stille. Kein Handy. Kein Input. Nur sitzen, atmen, da sein. Sag innerlich: Ich muss nichts festhalten. Ich darf empfangen.
  • Wenn du merkst, du willst einen guten Moment sofort konservieren, Foto, Story, Plan, erklären, stopp kurz. Frag dich: Was war die Spur darin? Was hat es mir gezeigt?
  • Übe dich in einem Satz, der dich erdet, wenn du wieder ins Funktionieren rutschst. Zum Beispiel: Ich bin mehr als meine Leistung oder Ich darf heute langsam sein.
  • Wenn du das Gefühl hast, dir fehlt gerade Licht, suche bewusst einen kleinen Ort dafür. Ein kurzer Spaziergang, ein Fensterplatz, eine Kerze am Abend.
  • Beten ganz alltagsnah. Sage kurz etwa: Gott, zeig mir heute eine Spur von dir. Und dann erwarte kein Feuerwerk. Oft ist es nur ein leises: Hier…

Wenn du diese Woche nur eine Sache mitnimmst, dann diese – Du kannst solche Momente nicht festhalten. Aber du kannst dich von ihnen ausrichten lassen. Verklärung ist nicht der Berg. Verklärung ist die innere Verschiebung, die du mit runter nimmst in den Alltag.

Bibeltext zur Vertiefung (Verklärung, Mt 17,1–9):
Jesus nahm Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes bei sich und führte sie auf einen hohen Berg, allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiss wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Da sagte Petrus zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Noch während er redete, überschattete sie eine lichte Wolke und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht. Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden ausser Jesus allein. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist.

Kompletten Artikel über 3. Impuls Fastenzeit 2026 - 2. Woche lesen.
Spiritualität | 21. Februar 2026

2. Impuls Fastenzeit 2026 - 1. Woche

von: Adrian Marbacher
Vielleicht kennst du diese Szene aus dem Evangelium vom ersten Sonntag der Fastenzeit Jesus wird vom Geist in die Wüste geführt und dort versucht. Er fastet vierzig Tage, ist hungrig, und dann kommen diese drei Angebote die auf den ersten Blick logisch klingen und doch in die falsche Richtung ziehen.

Das ist keine Wüstenromantik. Es ist ein Bild für das, was in uns passiert, wenn es still wird. In der Wüste fällt vieles weg, womit wir uns sonst ablenken oder stabilisieren. Dann tauchen Fragen auf, die im Alltag übertönt werden., z. B.: Wer bin ich, wenn niemand klatscht? Was trägt mich, wenn ich nicht kontrollieren kann? Wovon lebe ich wirklich? Und genau dort wird Jesus versucht.

Die Versuchungen sind erstaunlich modern. Mach aus Steinen Brot ist die Versuchung, jedes Unbehagen sofort zu stopfen. Stürz dich vom Tempel ist die Versuchung, dich beweisen zu müssen, damit du dich sicher fühlst. Nimm alle Reiche ist die Versuchung, Kontrolle zu gewinnen, um nie mehr ohnmächtig zu sein. Jesus antwortet nicht mit Show, sondern mit Klarheit. Er bleibt in Beziehung zu Gott, er bleibt bei der Wahrheit, und er bleibt frei.

Im Alltag sieht unsere Wüste oft unspektakulär aus. Eine Phase, in der du müde bist, leer, überfordert, einsam, innerlich unruhig. Ein Umbruch, eine Trennung, ein Verlust, ein Zweifel. Dann kommen auch die Versuchungen. Noch schnell etwas konsumieren, damit es nicht wehtut. Noch schneller funktionieren, damit niemand merkt, dass es wackelt. Noch mehr kontrollieren, damit die Angst nicht gewinnt. Und genau dort sagt dieses Evangelium: Du bist nicht allein. Und du musst nicht jedem Impuls folgen.

Damit es nicht bei einem schönen Gedanken bleibt, hier sind konkrete Schritte für deine Woche. Wähle einen davon und zieh ihn konsequent durch.

  • Wenn du merkst, dass du etwas stopfen willst, Essen, Scrollen, Ablenkung, sag innerlich Stopp. Atme dreimal ruhig. Frag dich Was brauche ich wirklich gerade. Und gib dir genau das, so schlicht wie möglich.

 

  • Mach einmal am Tag einen kleinen Verzicht, der dich frei macht. Nicht als Leistung, sondern als Training. Zum Beispiel heute keine schnellen Tröster, sondern zwei Minuten Aushalten und Hinspüren.

 

  • Üb dich in einem Satz Wahrheit, wenn du dich beweisen willst. Zum Beispiel Ich muss das nicht sofort können. Ich darf lernen. Ich darf unsicher sein.

 

  • Wenn du in Kontrolle rutschst, wähle einen winzigen Vertrauensschritt. Eine Aufgabe abgeben. Eine Nachricht erst später beantworten. Ein Nein aussprechen. Oder um Hilfe bitten.

 

  • Beten ganz alltagsnah. Sag Gott, zeig mir, wo ich gerade versucht werde. Und dann hör kurz hin, ohne Druck. Oft kommt nur ein einfacher Satz, der dich wieder auf Kurs bringt.

Wenn du diese Woche nur eine Sache mitnimmst, dann diese Versuchung ist nicht das Zeichen, dass du schwach bist. Versuchung ist oft das Zeichen, dass du an einem echten Punkt bist. Die Wüste ist kein Ende. Sie ist ein Ort, an dem du neu lernst, was dich wirklich trägt.

Bibeltext zur Vertiefung (Mt 4,1–11):

Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel versucht werden. Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. Er aber antwortete: In der Schrift heisst es: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.

Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stuerz dich hinab; denn es heisst in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, / und: Sie werden dich auf ihren Haenden tragen, / damit dein Fuss nicht an einen Stein stosst. Jesus antwortete ihm: In der Schrift heisst es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.

Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und fuehrte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest. Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen. Darauf liess der Teufel von ihm ab und siehe, es kamen Engel und dienten ihm.

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Bericht | 20. Februar 2026

Tagung Fresh X – Faktor X

von: Mario Stanković
Eine Tagung über das Wachstum von Kirche; erfahrungsbezogen, geistlich und praxisnah. Samstag, 21. November 2026

Was wäre, wenn Kirche wieder wächst? Hier, unter realen Bedingungen, mitten in der Schweiz?

Die Tagung Fresh X – Faktor X (in Kooperation mit dem Reuss-Institut Luzern) bringt Teaching, Erfahrung und gemeinsames Lernen zusammen. Kein Hochglanz-Event mit grossen Erfolgsmodellen, sondern ein ehrlicher Blick auf das, was tatsächlich passiert.

Im Zentrum stehen drei Dimensionen von Wachstum:

In der Tiefe des Glaubens. Wo Menschen neu berührt werden. Wo Gebet und Stille Raum bekommen. Wo der Glaube nicht nur gedacht, sondern erfahren wird.

In der Stärke der Gemeinschaft. Wo Beziehungen tragfähig werden. Wo Verschiedenheit nicht trennt, sondern bereichert. Wo Kirche als lebendiges Miteinander erlebt wird.

In der Ausstrahlung in die Gesellschaft. Wo kirchliches Leben über die eigenen Mauern hinauswirkt. Wo Menschen spüren. Hier geschieht etwas, das relevant ist, auch für mich.

Ein besonderer Akzent liegt auf den Haltungen, die kirchliche Entwicklung prägen. Hörend unterwegs sein, im Gebet verwurzelt bleiben, Vertrauen wagen und Freude am gemeinsamen Suchen bewahren.

Die Tagung richtet sich an freiwillige und angestellte Mitarbeitende aus Kirchgemeinden, die Inspiration suchen für Revitalisierung oder für neue Formen kirchlichen Lebens. Übungen, Austausch und Vernetzung helfen, die Impulse auf den eigenen Praxisort zu übertragen.

Save the Date:
Samstag, 21. November 2026.

Weitere Informationen zu Programm, Ort und Anmeldung folgen.

Wow – das geht. Und es geht in der Schweiz.

Kompletten Artikel über Tagung Fresh X – Faktor X lesen.
Bericht | 18. Februar 2026

Meine ersten Monate ...

von: Shahen Dilge
Ich befinde mich mitten in meinem einjährigen Praktikum als kirchlicher Jugendarbeiter und durfte seit dem 1. September bereits viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Mein Praktikum absolviere ich in verschiedenen Pfarreien, darunter Maria Hilf, Heilig Kreuz und Herz Jesu sowie in der Jugendseelsorge.

Das Arbeiten an unterschiedlichen Orten hat meinen Alltag sehr abwechslungsreich gestaltet und mir einen breiten Einblick in die kirchliche Jugendarbeit ermöglicht.

Für dieses Praktikum habe ich mich entschieden, weil mich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen schon immer interessiert hat und ich Kirche einmal aus einer ganz praktischen und lebensnahen Perspektive erleben wollte. Besonders spannend finde ich die Begegnungen mit jungen Menschen, für die Kirche bereits in jungen Jahren eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt. Früher hatte ich oft das Gefühl, dass es an meinem Wohnort kaum Jugendliche gibt, die sich mit dem Glauben auseinandersetzen. Durch mein Praktikum wurde mir jedoch bewusst, dass ich mich darin geirrt habe.

Mein Arbeitsalltag umfasst ganz unterschiedliche Tätigkeiten. Ich darf bei Anlässen mithelfen, Programme für Kinder und Jugendliche mitplanen und bei Gottesdiensten mitwirken. Dabei habe ich hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr zu tun. Gleichzeitig gehört auch der Austausch mit anderen Jugendarbeitenden, Religionspädagogen und Theologen zu meinem Alltag.

Vieles war für mich neu oder ungewohnt. Die Arbeitsbedingungen unterschieden sich stark von dem, was ich aus meiner Lehrzeit kannte. Besonders herausfordernd war es, flexibel zu bleiben und mich auf sehr unterschiedliche Situationen und Bedürfnisse einzulassen. Ein Beispiel dafür ist der Minitag, den ich vorher nicht kannte. Einige Wochen davor konnte ich mir kaum vorstellen, wie dieser Tag ablaufen würde oder welche Aufgaben ich übernehmen könnte. Auch das Arbeiten zu unregelmässigen Zeiten, etwa abends oder an Wochenenden, erforderte eine gewisse Umstellung.

Rückblickend habe ich vor dem Praktikum einige Dinge anders eingeschätzt. Ich dachte zum Beispiel, dass es einfacher sei, Jugendliche für kirchliche Angebote zu begeistern. Überraschend war für mich jedoch, wie viel Vertrauen, Geduld und echtes Interesse es braucht, um eine Beziehung aufzubauen. Gleichzeitig hat mich positiv überrascht, wie offen und ehrlich Jugendliche sein können, wenn sie sich ernst genommen fühlen. Dies erlebe ich vor allem bei den PlusUltra-Treffen, welche die Pfarrei Heilig Kreuz jeden Dienstagabend anbietet. Teilweise kommen Jugendliche auf mich zu und erzählen mir sehr persönliche Angelegenheiten – oft wünschen sie sich einfach ein offenes Ohr.

Zu meinen persönlichen Highlights zählen die besonderen Gespräche mit Jugendlichen, gemeinsame Erlebnisse bei Anlässen sowie das Arbeiten im Team. Besonders eindrücklich waren die Momente, in denen Jugendliche Vertrauen gefasst und sich geöffnet haben. Ein solches Gespräch oder ein gelungener Anlass liess mich mehrmals denken: «Genau dafür mache ich das Praktikum». Auch kreative Projekte sowie die Zusammenarbeit mit engagierten und hilfsbereiten Mitarbeitenden bereichern mein Praktikum.

Natürlich lief nicht immer alles perfekt. Manchmal hatte ich Mühe, Jugendliche zu erreichen, da sie sich mir gegenüber verschlossen und kaum sprechen wollten. Aus solchen Situationen lerne ich und nehme mir vor, in Zukunft noch bewusster auf die Jugendlichen zuzugehen. Dieses Praktikum zeigt mir, wie wertvoll diese Arbeit ist – für die Jugendlichen, aber auch für mich persönlich.

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Spiritualität | 17. Februar 2026

1. Impuls Fastenzeit 2026 - Aschermittwoch

von: Adrian Marbacher
Vielleicht kennst du den Satz vom Aschermittwoch „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehrst.“ Das klingt zuerst düster, fast wie eine Abwertung. Doch gemeint ist nicht, dass du wertlos bist. Gemeint ist ein Weckruf: Werde ehrlich. Werde wach. Werde echt.

Die Fastenzeit ist nicht zuerst eine Zeit für Leistung und perfektes Funktionieren. Sie ist eine Zeit, in der du dich neu ausrichtest. Nicht äusserlich, sondern innerlich. Das Evangelium fragt nicht zuerst, wie es aussieht. Es fragt, warum du etwas tust. Fasten, Beten und Teilen sind deshalb kein Programm für die Braven, sondern ein Weg, um klarer zu werden, genauer hinzuschauen und wahrhaftiger zu leben.

Im Alltag passiert oft das Gegenteil. Wir zeigen etwas, das wir gar nicht sind. Wir sagen ja, obwohl wir nein meinen. Wir lächeln, obwohl es in uns eng wird. Wir funktionieren in Rollen, weil wir Angst haben, beurteilt zu werden oder nicht zu genügen. Und darunter liegt manchmal dieser leise Gedanke ich bin nicht genug. Die Fastenzeit lädt dich ein, genau das abzustreifen.

Damit es nicht bei einem schönen Gedanken bleibt, hier sind konkrete Schritte für deine Woche. Wähle einen davon und zieh ihn konsequent durch.

  • Nimm dir jeden Tag zwei Minuten Stille. Setz dich hin, atme ruhig, leg eine Hand auf die Brust und frag dich, was gerade wahr ist in dir. Benenne es in einem Satz. Zum Beispiel Ich bin müde. Ich bin angespannt. Ich freue mich. Ich habe Angst. Ohne Analyse, einfach ehrlich.

 

  • Mach einmal am Tag einen Echtheits-Schritt. Sag in einer Situation einen Satz, der wirklich stimmt. Zum Beispiel Ich brauche kurz Zeit zum Nachdenken. Ich kann heute nicht. Ich möchte das anders. Ich bin unsicher und frage nach. Du musst nicht hart werden, nur klar.

 

  • Wähle für diese Woche ein einziges Fasten, das dich innerlich freier macht. Nicht etwas, das beeindrucken soll, sondern etwas, das dich ehrlicher macht. Zum Beispiel: Ich faste Rechtfertigungen und erkläre mich nicht dauernd. Oder: Ich faste Negativ-Scrollen am Abend. Oder Ich faste Perfektionismus und liefere bewusst nur gut genug. Formuliere es so konkret, dass du es wirklich leben kannst.

 

  • Setz einen Fokus beim Teilen. Einmal pro Tag tust du etwas, das Beziehung stärkt. Eine Nachricht, die wirklich meint, was sie sagt. Ein ehrliches Danke. Eine kurze Entschuldigung. Ein Anruf. Oder echtes Interesse, ohne gleich zu lösen.

 

  • Wenn du betest, mach es alltagsnah. Sag nicht viele Worte. Sag einfach Gott, zeig mir, was echt ist. Und dann hör kurz zu. Manchmal ist die Antwort ein Gedanke, manchmal ein Widerstand, manchmal ein Satz, der bleibt.

Wenn du diese Woche nur eine Sache mitnimmst, dann reicht das. Aschermittwoch ist kein dunkler Start. Es ist ein klarer Start. Eine Einladung als „Umkehr“ zur richtigen Haltung zu dir selbst.

Bibeltext zur Vertiefung (Mt 6,1–6.16–18):

Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Wenn du Almosen gibst, posaune es nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden! Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, damit dein Almosen im Verborgenen bleibt; und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler! Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

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Bericht | 30. Januar 2026

Neues Gesicht in der Jugendseelsorge

von: Toni Feola
Ich bin der, der da ist. Ich bin der, der unterwegs ist. Wer bin ich, Toni. Und bevor ich sage, was ich kann oder mache, sage ich lieber, wer ich bin.

Ich bin Ministrant.

Ich weiss, wie es sich anfühlt, vorne zu stehen – manchmal stolz, manchmal unsicher, manchmal einfach nur froh, da zu sein. Ministrieren heisst für mich nicht perfekt zu funktionieren, sondern Teil von etwas Grösserem zu sein. Teil einer Tradition, die trägt, und Teil eines Glaubens, der mich immer wieder neu ruft.

Ich kenne die Fragen: «Was geschieht hier wirklich, mit Brot und Wein auf dem Altar?».

Wandlung ist für mich nicht festes Wissen, sondern ein Geheimnis, dem ich mich aussetze.

Ich diene nicht einem Wissen, sondern bleibe bei etwas, das sich mir entzieht – bis ich es erkenne und Erkenntnis reift.

Ministrant sein heisst für mich: fragend bleiben.

Und zugleich wahrnehmen, dass wir in einer Zeit der Wandlung erleben. Auch unser Dienst wandelt sich. Vom «MahlDiener» hin zu einem «Kommunion- oder WortDiener».

Von klaren Rollen zu neuen Formen gelebten Glaubens, lebendiger Kirche.

Nicht, um die Tradition zu verlieren, sondern um ihr eine neue Stimme zu geben.

 

Ich bin Firmand.

Einer, der gesucht hat. Der Fragen hatte. Der gezweifelt hat. Und der gemerkt hat: Glaube ist kein fertiges Paket, sondern ein Weg. Ein Ringen. Ein Wachsen. Firmung wurde für mich nicht ein Abschluss, sondern ein Anfang. Und damit bin ich auch: Getaufter.

Firmung hat mir bewusst gemacht, dass mein Weg mit Gott nicht erst dort begonnen hat.

Er begann mit der Taufe – mit einem Ja Gottes, lange bevor ich selbst Ja sagen konnte.

Firmung ist für mich ein Wachwerden. Zu merken: Ich muss nicht alles alleine.

Der Heilige Geist geht mit. Ein Beistand, grosszügig, leise, kraftvoll. Er wirkt in mir –

und in jedem Menschen, oft verborgen, manchmal überraschend, aber immer tragend.

Ich bin Gefirmt.

Nicht, weil ich „fertig“ bin, sondern weil mir etwas zugetraut wird.

Glaube ist für mich kein Abschluss, sondern ein Ruf, eine Sendung.

Eine Einladung, Verantwortung zu übernehmen – für mein Leben, meine Fragen, meine Sehnsucht.

Tradition gibt mir Wurzeln. Gleichzeitig Glaube am Wirken des Heiligen Geistes für neues Leben in der Kirche, für Spiritualität mit neuer Glaubenssprache.

Nicht als Gegensatz, sondern als Ausdruck eines lebendigen Glaubens.

Seit dem 1. Januar 2026 darf ich Teil der Jugendseelsorge im OMG! sein – derzeit mit Schwerpunkt in der Ministrantenpastoral und ab Mai zusätzlich in der Firmpastoral.

Mein Herz schlägt für junge Menschen.

Nicht, weil sie die Zukunft der Kirche sind, sondern weil sie die Kirche von heute sind.

Papst Johannes Paul II. hat die Jugendliche am Weltjugendtag 1997 in Paris die «Sentinelle del nuovo mattino» genannt – die «Verkünder des neuen Morgens».

Dieser Satz begleitet mich seitdem.

Er erinnert mich daran, wach zu bleiben, hinzuhören, und dem Licht zu trauen, das schon aufgeht.

Denn im Evangelium liegt für mich das, wonach viele suchen:

wahre Freude, echte Freiheit und ein tiefer Frieden, der dort wächst, wo Versöhnung möglich wird.

Ich freue mich darauf, diesen Weg im OMG! gemeinsam mit EUCH zu gehen.

Mit EUCH. Für EUCH.

Und mit dem Vertrauen, dass Gott schon da ist – mitten unter uns.

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Trends | 23. Januar 2026

Das Leben neu ausrichten – Fastenzeit 2026

von: Adrian Marbacher
Die Fastenzeit ist eine alte, geprägte Zeit der Kirche. Und gleichzeitig ist sie erstaunlich aktuell. Viele Menschen spüren heute das Bedürfnis, den eigenen Alltag bewusster zu gestalten, aus Routinen auszusteigen, innezuhalten und neu zu sortieren, was trägt und was vielleicht losgelassen werden darf.

Traditionell gehört zur Fastenzeit der bewusste Verzicht: auf Fleisch, auf Gewohnheiten, auf Ablenkung. Heute finden sich viele neue Formen, die dasselbe Bedürfnis ausdrücken – etwa Aktionen wie «40 Tage ohne», der «Dry January» oder persönliche Fastenvorsätze. All das zeigt: Menschen suchen nach Wegen, ihren Lebensrhythmus bewusster zu gestalten.

Aus kirchlicher Perspektive steht dabei etwas Zentrales im Mittelpunkt: die Beziehung. Der Verzicht dient nicht sich selbst, sondern hilft, neu in Beziehung zu kommen – mit sich selbst, mit Gott und mit den Mitmenschen. Es geht nicht zuerst darum, weniger zu haben, sondern darum, Raum zu schaffen für Tiefe, für Beziehung, für das, was wirklich Leben schenkt. Anders gesagt: Raum zu schaffen für die Fülle des Lebens. Die Fastenzeit will bereit machen für diese Fülle und betont nicht die Leere. Es ist eine Einladung zur Neuausrichtung. Eine Zeit, um das eigene Leben, die eigenen Beziehungen und den eigenen Glauben neu in den Blick zu nehmen.

Fastenzeit gemeinsam gestalten

Als Jugendseelsorge laden wir dich ein, diese Zeit nicht allein zu gehen, sondern gemeinsam – und sie auch mitzugestalten. Als ein offenes Angebot, das du so nutzen kannst, wie es für dich stimmig ist.

Unsere Angebote in der Fastenzeit:

1) Wöchentlicher Blogbeitrag (jeweils Sonntags)
Jede Woche gibt es einen spirituellen Impuls zur Fastenzeit – mit einem Bibeltext, einem Gebet und einem Moment der Stille. Der Blog erscheint online und wird auch per E-Mail an angemeldete Personen verschickt. Er kann dich durch die Woche begleiten, ganz in deinem Tempo. (siehe Agenda auf der Website

2) Mittwoch-Mittagsgebet mit Fastensuppe (12.15-13.30 Uhr)
Am Mittwoch laden wir zu einem gemeinsamen Gebet zur Mittagszeit ein, verbunden mit einem einfachen Suppenessen. Das Gebet greift thematisch den jeweiligen Wochenimpuls auf. Die Anmeldung ist offen – komm vorbei, so wie es für dich passt.

Daten und Ort
Mittwoch, 25.2. / 4.3. / 11.3. / und 25.3.2026 im OMG!

Ablauf
12:15 Uhr «aufatmen» Begegnung im Gebet
12:45 Uhr Suppe und Brot
ohne Anmeldung.

(Bild: www.bilderbox.com, Copyright: Erwin Wodicka)

3) Impulsabend «Zukunft säen» in der Paulusakademie Zürich
Impulsprogramm mit Bischof Joseph Bonnemain, dem Geschäftsleiter von Fastenaktion Bernd Nilles und weiteren Fachpersonen
Freitag, 20. Februar 2026, ab 18:30 Uhr

4) Gebetsnacht am Gründonnerstag (2. April 2026)
Am Gründonnerstag findet eine niederschwellige Gebetsnacht statt. Sie entsteht spontan aus dem Moment heraus und wird gemeinsam mit den Teilnehmenden gestaltet – mit offenen Impulsen, Stille, Gebet und Gemeinschaft. Für diese Gebetsnacht ist eine Anmeldung erforderlich (Bitte bis 29.3.2026 Anmelden).


Begleite uns in der Fastenzeit

Wenn du darüber nachdenkst, die Fastenzeit bewusst zu leben, laden wir dich herzlich ein: Überlege, welche Fülle du in deinem Leben suchst. Was darf wachsen? Was darf weniger werden? Was hilft dir, aufmerksamer, freier und verbundener zu leben?

Wir sind als Gemeinschaft im Gebet, speziell im Alltag, im Mittagsgebet und besonders auch in der Gebetsnacht da, wenn du möchtest, begleite uns.

Sei herzlichst fröhlich willkommen.

 

Kompletten Artikel über Das Leben neu ausrichten  – Fastenzeit 2026 lesen.
Trends | 23. Januar 2026

Taizé 2026 - Der Gott der Beziehung und die Stille

von: Adrian Marbacher
Wie kann ich Gott nahekommen? Wie seine Präsenz erfahren? Fragen, die viele von uns immer wieder umtreibt. Auch für mich, der von sich sagt, mit Gott in Beziehung zu stehen, bleibt es eine Herausforderung, immer wieder neu zu klären, wer dieser Gott eigentlich ist. Dabei werde ich stets von neuem herausgefordert – vor allem dann, wenn Gott ganz anders erfahren wird, als ich es bisher gewohnt war.

Und doch bleibt eine Erkenntnis: Gott zu erfahren geschieht oft gerade nicht durch aufwendige oder komplizierte Methoden und Tools. Oft geschieht es einfach. In der Stille. In einem schlichten Lied. In einem Gebet. In einem Sonnenuntergang. Oder in der Begegnung mit Menschen, die da sind, ohne etwas von einem zu wollen.

Genau das erleben junge Menschen in Taizé. Viele kommen mit Fragen, manche mit Zweifel. Einige sind müde vom Lautsein, vom Funktionieren, vom ständigen Müssen. Und ja, manche kommen auch, weil Freundinnen und Freunde mitgehen oder weil es zur Firmvorbereitung gehört. Die Motive sind unterschiedlich. Doch sie verlieren schnell an Bedeutung.

Denn in Taizé tauchen junge Menschen in eine andere Welt ein als jene, die sie aus ihrem Alltag kennen. Eine Welt, in der sie nichts leisten müssen. Sie dürfen einfach da sein. Singen, schweigen, beten, zuhören, feiern. Nicht selten gibt es zu Beginn Widerstand oder Vorbehalte. Doch bei vielen geschieht etwas. Oft wird es erst im Rückblick bewusst: Da ist etwas in mir zur Ruhe gekommen. Da ist ein Licht aufgegangen. Da ist Frieden spürbar geworden.

Diese Erfahrung entspricht zutiefst der Spiritualität der Jugendseelsorge. Auch wir glauben, dass Gott nicht zuerst in Antworten begegnet, sondern in Beziehung. Nicht im Druck, sondern in Freiheit. Nicht im Erklären, sondern im Erleben. In der Einfachheit. Junge Menschen sollen ihren eigenen Zugang finden dürfen – zu sich selbst, zu anderen und zu Gott. Ohne Zwang und ohne fertige Erwartungen.

In Taizé wird das ganz konkret. Gemeinschaft entsteht fast nebenbei. Gespräche beginnen beim Abwasch, beim Essen, auf der Wiese oder in der Bibelgruppe. Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Konfessionen begegnen sich auf Augenhöhe. Unterschiedlichkeit trennt nicht, sie verbindet. Versöhnung wird möglich – zuerst mit sich selbst, manchmal leise, manchmal tief, manchmal überraschend.

Für viele junge Menschen ist Taizé ein Ort, an dem sie zum ersten Mal spüren: Glaube darf einfach sein. Ich darf fragen. Ich darf suchen. Ich darf glauben, wie ich gerade glauben kann. Und ich bin damit nicht allein. Ich bin getragen.

Genau darum engagiert sich die Jugendseelsorge für Taizé. Nicht, weil es spektakulär ist, sondern weil es echt ist. Weil junge Menschen dort erfahren, was wir ihnen auch hier ermöglichen wollen: Begegnungen, die ermutigen. Gemeinschaft, die trägt. Orte, die Kraft geben. Stille, die erfüllt. Und ein Glaube, der nicht einengt, sondern weitet.

Wer diese Erfahrung nicht nur lesen, sondern selbst machen möchte, ist herzlich eingeladen. Taizé lässt sich auf unterschiedliche Weise kennenlernen – auf einer Reise, im Gebet oder an einem Tag der Stille.

Interessiert Taizé kennenzulernen?
Gerne nehmen wir dich und deine Jugendgruppe an Auffahrt 2026 mit nach Taizé:
https://jugendseelsorge.ch/agenda/event/taize-reise-auffahrt-2026/

Möchtest du mit deinen Jugendlichen ein Taizé-Gebet kennenlernen?
Hier findest du Angebote und Termine:
https://taizezueri.ch/

Oder einen Tag wie in Taizé erleben?
Dann komm nach Baden:
https://www.disputnation.ch/taize

 

Kompletten Artikel über Taizé 2026 - Der Gott der Beziehung und die Stille lesen.
Bericht | 05. Januar 2026

Gemeinsam trauern, gemeinsam hoffen für Crans Montana

von: Mario Stanković
In der Silvesternacht wurde aus einer Feier eine Tragödie. 40 Menschen, die meisten von ihnen jung, haben in Crans-Montana ihr Leben verloren. Über hundert weitere wurden schwer verletzt. Familien wurden auseinandergerissen, Freundschaften jäh beendet, Träume zerstört.

Es gibt keine Worte, die diesen Schmerz fassen können. Und doch sind wir nicht allein damit.

Ein Tag des gemeinsamen Innehaltens
Der Bundesrat hat gemeinsam mit den christlichen Kirchen der Schweiz den 9. Januar zum nationalen Trauertag erklärt. An diesem Tag sind wir als ganze Schweiz verbunden in der Trauer und im Gedenken.
Um 14.00 Uhr werden schweizweit während fünf Minuten alle Kirchenglocken läuten. Dieser Klang verbindet uns über alle Grenzen hinweg. Wo immer du in diesem Moment bist, du bist Teil dieser Gemeinschaft.

Während des Glockengeläuts sind alle Menschen eingeladen zum stillen Gebet, zum Gedenken an die Verstorbenen und zur Verbundenheit mit den Verletzten und ihren Familien.

Unsere Kirchen stehen offen
Die Pfarreien halten ihre Kirchen am Trauertag besonders offen. Ein Ort der Stille. Ein Raum für Trauer. Eine Kerze anzünden. Einfach dasein.
In vielen Kirchen werden Seelsorgende vor Ort sein für ein Gespräch, wenn du das möchtest.

Warum gemeinsam trauern?
Trauer braucht Gemeinschaft. Auch wenn jeder Schmerz persönlich ist, tut es gut zu wissen. Ich bin nicht allein. Andere tragen mit. Die Glocken, die läuten, sagen. Wir denken an euch. Wir vergessen nicht.
Das Glockengeläut ist auch ein Zeichen des Dankes an alle, die seit der Unglücksnacht unermüdlich im Einsatz sind: Rettungskräfte, Menschen im medizinischen und psychologischen Dienst, Seelsorgende und alle, die in diesen schweren Tagen füreinander da sind.

Was du tun kannst

  • Halte inne am Freitag um 14.00 Uhr, wenn die Glocken läuten
  • Besuche eine offene Kirche in deiner Nähe
  • Zünde eine Kerze an für die Verstorbenen und Verletzten
  • Sprich darüber, wenn du das Bedürfnis hast, mit jemandem zu reden
  • Sei für andere da, die vielleicht direkt betroffen sind

Du bist nicht allein
Wenn dich das Geschehene besonders belastet, wenn du jemanden kanntest, der betroffen ist, oder wenn du einfach mit jemandem sprechen möchtest: Die Seelsorgenden in unseren Pfarreien sind für dich da.
Auch die Dargebotene Hand (143) und Pro Juventute (147) stehen rund um die Uhr zur Verfügung.

 

In dieser schweren Zeit wünschen wir allen Betroffenen Kraft und Trost. Mögen die Verstorbenen in Frieden ruhen, mögen die Verletzten Heilung finden, und mögen alle Trauernden die Nähe spüren, die sie brauchen.

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Best Practice | 26. November 2025

Das SENSIS-Spiel zum Friedenslicht

von: Mario Stanković
Sensis ist ein Gesprächsspiel, das Menschen zusammenbringt und zum Nachdenken anregt.

Die Fragen in diesem Spiel verbinden die Themen Advent, Licht und Frieden.

Über das Friedenslicht

Das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte in Bethlehem will Menschen motivieren, einen einfachen aber persönlichen Beitrag für Dialog und Frieden zu leisten. Diese Botschaft möchte das Friedenslicht auch heute in die Welt hinaustragen, über alle Grenzen hinweg.

Ein LICHT, als Zeichen des FRIEDENS wird von Mensch zu Mensch weitergeschenkt und bleibt doch immer dasselbe LICHT. Das Friedenslicht leuchtet zur Weihnachtszeit in über 30 Ländern.

Spielanleitung

  • Die Karten werden ausgeschnitten und verdeckt in die Mitte gelegt
  • Reihum zieht jede Person eine Karte
  • Die Person beantwortet die Frage oder teilt ihre Gedanken dazu
  • Es gibt kein Richtig oder Falsch, es geht um persönliche Reflexion
  • Achtsamer und respektvoller Austausch steht im Mittelpunkt

Hier kannst du das Gesprächsspiel zum Friedenslicht herunterladen:

>>  PDF: Sensis-Spiel zum Friedenslicht 

 

 

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Bericht | 21. November 2025

Kirche ist da wo das Leben spielt

von: Mario Stanković
Kirche neu entdecken für neue Zielgruppen. England zeigt wie Tradition und Fresh X gemeinsam wachsen.

London und Norwich waren mehr als nur Reiseziele. Sie waren ein lebendiges Laboratorium für die Zukunft der Kirche. Unsere Studienreise zur Church of England hat uns eindrücklich gezeigt was der Begriff Mixed Ecology in der Praxis bedeutet. Es ist kein Entweder Oder sondern ein Sowohl Als auch.

Wir sahen wie tief verwurzelte Traditionen, neben völlig neuen Ausdrucksformen wachsen. Die sogenannten Fresh Expressions of Church sind dabei keine Konkurrenz zur klassischen Ortsgemeinde. Sie sind notwendige Ergänzungen in einer sich wandelnden Gesellschaft.

Eindrücke die bleiben

Besonders bewegend war die Bandbreite der besuchten Orte.

  • Holy Trinity Brompton zeigte uns, wie florierende Kirchen durch Church Planting sterbende Gemeinden revitalisieren können.

  • St Anne’s in Soho demonstrierte eine radikale Gastfreundschaft für die LGBT Community im Herzen des Londoner Nachtlebens.

  • Church@five bewies, dass Kirche in Sozialwohnungen auch ohne grosses Budget aber mit viel Herzschlag für die Nachbarschaft funktioniert.

  • Ascension Balham inspirierte mit der Bubble Church, einem kreativen Format für die Kleinsten, das auch die Grossen begeistert.

Theologisches Fundament

Hinter all diesen praktischen Modellen steht kein blosser Pragmatismus. Die 5 Marks of Mission bilden das theologische Rückgrat. Es geht um Evangelisation aber genauso um den Einsatz für Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Die Vision der Church of England für die 2020er Jahre bringt es auf den Punkt. Simpler, Humbler, Bolder! Eine einfachere, demütigere und mutigere Kirche.

Wir nehmen die Erkenntnis mit, dass Kirchenentwicklung weniger eine Frage der Methode ist sondern eine Frage der Haltung. Die Generous Orthodoxy erlaubt uns verschieden zu sein und doch in der Mission vereint.

Was bedeutet das für uns in der Schweiz

Die Versuchung ist gross die faszinierenden Modelle aus London einfach eins zu eins zu übernehmen. Doch echte Veränderung beginnt nicht mit dem Kopieren von Methoden sondern mit einer Transformation unserer eigenen Haltung. Wir müssen den Mut haben nicht nur Programme zu importieren sondern eine Kultur zu entwickeln die in unseren spezifischen Schweizer Kontext passt. Es geht darum die Prinzipien der Missio Dei hier vor Ort neu zu buchstabieren und zu fragen was Gott in unseren Dörfern und Städten vorhat.

Gerade für die römisch-katholische Kirche liefert der englische Weg dabei wertvolle Impulse für die synodale Umsetzungsphase 2025–2028. Fresh Expressions sind im Kern gelebte Synodalisierung da sie radikal auf das Hören und die Partizipation aller Getauften setzen und die gemeinsame Sendung in den Mittelpunkt stellen. >>> Synodalität als Logik der Liebe

Wenn du Lust hast diesen Weg mitzudenken oder dich konkret zu beteiligen dann sind die Jugendseelsorge Zürich und das Reuss Institut deine Ansprechpartner*innen. Lass uns gemeinsam herausfinden wie Kirche morgen auch für neue Zielgruppen aussehen kann.

Link zum Reuss Institut: reuss-institut.ch

Kompletten Artikel über Kirche ist da wo das Leben spielt lesen.
Bericht | 14. November 2025

Synodalität als Logik der Liebe

von: Mario Stanković
Vom 24. bis 26. Oktober 2025 ist in Rom etwas passiert, ein Wendepunkt auch für die Kirche in der Schweiz.

Über 2000 Mitglieder von Synodenteams und kirchlichen Mitwirkungsgremien aus allen Kontinenten haben sich als weltweite Lerngemeinschaft getroffen. Mitten drin waren 23 Frauen und Männer aus der Schweiz.

Was war das dieses «Jubiläum der Synodenteams»?

De facto war es der erste gemeinsame Schritt der Umsetzungsphase. Nach dem Abschlussdokument der Weltsynode 2024 geht es jetzt darum, Synodalität in Bistümern, Pfarreien und Verbänden wirklich zu leben und nicht nur darüber zu reden.

Eine Schlüsselrolle spielen dabei die synodalen Teams. Sie sind von den Bischöfen eingesetzte «Laboratorien der Synodalität». Sie sind Orte an denen Mitverantwortung und gemeinsame Entscheidungswege erprobt werden, mit Signalwirkung für die ganze Kirche.

Das Jubiläum in Rom markiert zugleich den Auftakt einer rund eineinhalbjährigen Umsetzungsphase bis hin zu einer allgemeinen Kirchenversammlung im Jahr 2028.

 

Junge Stimmen auf dem Weg zu 2028

Drei Schweizer Jugendvertreter waren offiziell dabei. Unter ihnen Ivo Bühler, Leiter der Jugendseelsorge Solothurn und Verbandspräses der Katholischen Pfadi. Er war schon während der Weltsynoden 2023 und 2024 im Rahmen des Dachverbands «DACHS» in Rom präsent. >>>Link zum Dachsbau

Ein weiterer engagierter Jugendvertreter war Cyprian Grüsser der die Gründung des Jugendrates im Bistum Chur massgeblich mitgestaltete. Gemeinsam mit diesem diözesanen Jugendrat lädt Bischof Joseph Maria nun zur Konferenz «Was (mir) heilig ist …» ein. Wer junge Menschen einbinden, sich vernetzen und synodale Jugendbeteiligung live erleben möchte, findet dort den Perfekten Ort. >>>Link zur Jugendkonferenz

Das Schlussdokument der Weltsynode untermauert dieses Engagement in Ziffer 62. Es beschreibt eine Jugend die Paternalismus ablehnt und stattdessen an einer einladenden Gemeinschaft baut.

Für die Kirche bedeutet das konkret:

  • Junge Menschen sollen aktiv einbezogen und gehört werden.
  • Ihre Gaben und ihr Beitrag zur kirchlichen Sendung verlangen nach Anerkennung.
  • Ihre Gaben und Perspektiven sind für die Erneuerung der Kirche essenziell.
  • Ihre Teilnahme an Entscheidungsprozessen muss strukturell gestärkt werden.

 

Die Schweiz stark im Prozess

Mit 23 Teilnehmenden war die Schweiz gut vertreten. Synodenteams auf nationaler Ebene sowie aus den Bistümern Basel, Lugano und Lausanne–Genf–Freiburg, dazu Mitglieder der Synodalitätskommission und auch Jugendvertreter*innen.

Was sie eingebracht haben, ist bemerkenswert:

  • Das duale System: RKZ-Präsident Roland Loos schilderte, wie die öffentlich-rechtlichen Körperschaften in der Schweiz Geld und Strukturen mitverantworten und dadurch echte Mitsprache ermöglichen. Immer wieder stösst diese Kombination aus kirchlicher und demokratischer Logik international auf Staunen.
  • Starke Laienmitarbeitende: Die Theologin Andrea Meier zeigte, wie sehr die Kirche in der Schweiz von nichtgeweihten Theolog*innen getragen wird, bis hin zu Pfarreien, in denen nicht automatisch der Priester «Chef» ist. Für viele Delegierte aus anderen Ländern war das ermutigend.
  • Frauen in Verantwortung: Aus der Schweiz kam nicht nur ein Beispiel für Laienbeteiligung, sondern auch für die Förderung von Frauen in Leitungsaufgaben. Ein Thema, das international mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt wird.

 

Was Papst Leo den Synodenteams mit auf den Weg gibt

In seiner Predigt im Petersdom hat Leo XIV. Synodalität nicht als «Projekt» beschrieben, sondern als Beziehungsstil der Kirche. Beziehungen in der Kirche, so der Papst, sollen nicht der Logik der Macht folgen, sondern der Logik der Liebe. Niemand sei dazu berufen zu befehlen, alle aber seien berufen zu dienen und einander zuzuhören.

Es ist ein klarer Auftrag: Synodalität ist nicht Nischenthema einer Kommission, sondern Zukunftsweg für die ganze Kirche.

 

Synodalität als Haltung, nicht als Rezept

Die Delegation aus dem Bistum Basel fasst ihre Eindrücke bemerkenswert zusammen:

  • Synodalität hat kein Patentrezept. Sie ist eine Haltung, die eingeübt werden muss, gemeinsam, geduldig und fehlerfreundlich.
  • Die Kirche ist eine weltweite Lerngemeinschaft. Von Ozeanien bis in den Mittleren Osten, von Kanada bis zur Schweiz überall gibt es kleine synodale Aufbrüche. Das Treffen in Rom hat das spürbar gemacht.
  • Die Zukunft ist synodal oder gar nicht. Wer die Kirche weiterführen will, muss lernen, zuzuhören, Verantwortung zu teilen und «safe spaces» zu öffnen, in denen auch bisher Unerhörtes zur Sprache kommen darf.

 

Und wir? Drei konkrete Schritte nach Rom:

  1. Ein erstes «Gespräch im Geist» ausprobieren
    Nimm eure nächste Sitzung im Pfarreirat, im Pastoralkreis oder im Team und widmet mindestens einen Punkt einem geistlichen Gespräch im beschriebenen Format. (Kurze Anleitung)
  2. Euer eigenes «Labor» initieren
    Überlegt euch: Wo leben wir bereits Synodalität, vielleicht unauffällig, aber real? Ein partizipativer Firmkurs, ein offener Visionsprozess, eine basisnahe Diakonie-Initiative? Nennt es beim Namen, teilt die Erfahrung, ladet andere ein.
  3. An die Jugend andocken
    Wenn ihr mit jungen Menschen arbeitet, bildet synodale Jugendinitiativen und fragt Jugendliche nicht nur nach «Input», sondern nach Mitverantwortung.

 

Fazit

Synodalität ist keine Spezialveranstaltung, sondern die Art und Weise, wie Kirche Zukunft haben kann. Jetzt kommt es darauf an, was wir mit diesen Impulsen in unseren Pfarreien, Gremien und Projekten anfangen.

 

P.S.: INKLUSION

63. Bei der Förderung der gemeinsamen Verantwortung für die Sendung aller Getauften erkennen wir die apostolischen Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen an, die sich als aktive Akteure der Evangelisierung berufen und gesandt fühlen. >>> Link zur Behindertenseelsorge

 

Kompletten Artikel über Synodalität als Logik der Liebe lesen.
Bericht | 05. September 2025

Was ist Offene Kirchliche Jugendarbeit?

von: Mario Stanković
Out Now! Die 3. Folge «okaj im Gespräch» ist da! Was ist Offene Kirchliche Jugendarbeit?

Was sind die Merkmale der offenen kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit?
Wie interpretieren die beiden Interview-Gäste Religion und was motiviert sie, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten?

Darüber sprechen Viktor Diethelm, Projektleiter «Interreligiöser Dialog und interreligiöse Kooperation» bei okaj zürich, und Mario Stanković, Beauftragter Kirchliche Jugendarbeit der Katholischen Kirche und Vorstandsmitglied der okaj zürich im aktuellen Video-Podcast.

Produktion: freshcom, Moderation: Marah Rikli

Auch zu hören auf Spotify.

Kompletten Artikel über Was ist Offene Kirchliche Jugendarbeit? lesen.
Bericht | 04. September 2025

Willkommen Shahen Dilge!

von: Shahen Dilge
Mein Name ist Shahen Dilge, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Zürich. Seit dem 1.September 2025 absolviere ich mein Praktikum in der Jugendseelsorge Zürich als kirchlicher Jugendarbeiter.

Ich habe diesen Sommer meine Lehre als Fachmann öffentlicher Verkehr bei den Verkehrsbetrieben Zürich abgeschlossen. Während meiner Lehrzeit konnte ich in die Arbeitswelt eintauchen und durfte mir in verschiedenen Abteilungen einen Einblick verschaffen. Veranstaltungen und Baustellen zu planen, Fahrpläne zu gestalten, mehrere Wochen mit dem Trouble Shooter unterwegs zu sein und Fahrdienstmitarbeitende zu disponieren, gehörten zu meinen täglichen Aufgaben während der Ausbildungszeit. Mein Favorit war dabei die Disposition, in der man Fahrdienste an die einzelnen Fahrdienstmitarbeitenden verteilt, da ich gerne mit Mitarbeitenden eine Lösung gefunden hatte, wenn sie an einem Tag zum Beispiel nicht arbeiten kommen konnten.

Bereits seit meinem 10. Lebensjahr habe ich in der Kirche als Ministrant mitgeholfen, die Gottesdienste mitzugestalten. Da mein Interesse an der Kirche stetig wuchs, besuchte ich mit meinem Zwillingsbruder einen Kurs, um Oberministrant zu werden und somit auch Anlässe für die Minis planen zu können. Später half ich und helfe immer noch meinem Jugendarbeiter bei verschiedenen Anlässen und konnte kleinere Aufgaben wahrnehmen, wie zum Beispiel beim Firmweekend das Küchenteam zu unterstützen oder unseren Jugendraum umzubauen. Auch bin ich ein Teil des OK-Teams unserer neuen Jugendgottesdienste. Vor 3 Jahren war ich das erste Mal an einem Weltjugendtag, was auch dazu geführt hat, dass ich mich für das Praktikum beworben habe, da ich die kirchliche Gemeinschaft unbeschreiblich schön finde.

Abschliessend will ich sagen, dass es mir eine grosse Freude ist, in der Jugendseelsorge als Praktikant angestellt zu sein und hoffe auf ein spannendes, lehrreiches Praktikum. Ich werde viel in den Pfarreien unterwegs sein und freue mich euch kennenzulernen.

Kompletten Artikel über Willkommen Shahen Dilge! lesen.
Trends | 12. August 2025

Was Jugendliche heute bewegt und wie wir vor Ort mitwirken

von: Andrew Andes
Manche Themen tauchen in fast jedem Gespräch mit Jugendlichen auf. Andere begegnen uns überraschend in einer Pausenfrage, in einer stillen Nachricht, in einer Diskussion nach dem Jugendevent.

Diese 12 Themen haben wir in den letzten Monaten aufgenommen, bewegt und in Blogbeiträgen vertieft.
Sie gelten nicht als fertige Antworten, sondern als Impulse, die weitergehen wollen.

Du könntest hier ein Thema finden, das gerade bei Dir/Euch dran ist.
Oder Du hast eine Frage, die Du/Ihr schon lange mal stellen wolltet.
Und vielleicht ist es sogar der Beginn eines neuen Gesprächs vor Ort, mit uns, mit Gott.

Unsere 12 Blogthemen

1. Wo finden Jugendliche heute Hoffnung?
Leise Aufbrüche wahrnehmen und begleiten ohne schnelle Antworten.
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2. Wer sind wir als Fachstelle Jugendseelsorge Zürich?
Unsere Haltung, unser Auftrag, unsere Wege.
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3. Wer bin ich? Identität und die grossen Fragen
Räume schaffen, in denen Jugendliche sich zeigen dürfen, wie sie sind.
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4. Wenn Jugendliche die Kirche verlassen – was tun?
Nicht urteilen, sondern zuhören und neue Wege finden.
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5. Zugehörigkeit statt Einsamkeit: Räume schaffen
Willkommenskultur leben… bedingungslos und echt.
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6. Was bedeutet Freundschaft für Jugendliche?
Über Nähe, Vertrauen und die spirituelle Dimension von Freundschaft.
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7. Wenn Freundschaft zerbricht… was tun?
Schmerz ernst nehmen, Abschiede würdigen, Versöhnung ermöglichen.
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8. Freundschaft und Glaube… wie passt das?
Spirituelle Freundschaften entdecken und stärken.
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9. Echte Fragen zu Liebe, Sexualität und Beziehung
Ehrlich reden, ohne zu werten und Liebe geistlich weiten.
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10. Mut-Geschichten von Jugendlichen: was uns Kraft gibt
Mut sichtbar machen im Alltag, im Glauben, im Miteinander.
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11. Was stärkt Jugendliche in den Sommerferien?
Kleine, echte Momente als Kraftquellen entdecken.
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12. Sommer-Segen und Mut für die Ferien
Segen als Begleitung im Aufbruch, in der Pause, im Dazwischen.
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Und jetzt?

Wenn Dich eines dieser Themen anspricht,
komm ins Gespräch mit uns.
Wir sind vor Ort, um zuzuhören, zu unterstützen, mitzugestalten.

Kontakt: info@jugendseelsorge.ch

Kompletten Artikel über Was Jugendliche heute bewegt und wie wir vor Ort mitwirken lesen.
Trends | 18. Juli 2025

Sommer-Segen und Mut für die Ferien

von: Andrew Andes
Der Sommer beginnt. Ein Übergang. Ein Loslassen. Ein Aufbruch. Jugendliche brauchen nicht nur Ferien, sondern auch Segen. Eine leise Zusage: Du bist geführt. Geliebt. Begleitet. Auch dann, wenn niemand fragt.

Der letzte Schultag.
Die Klassenzimmer leeren sich.
Lachen, Rucksäcke, offene Fenster.
Jugendliche nehmen ihr Zeugnis entgegen, schauen vielleicht nach draussen und sagen:
„Endlich Pause.“

In den Blicken liegen oft mehr:
Nicht nur Erleichterung. Auch Unsicherheit.
Was kommt? Wer bin ich, wenn nichts mehr getaktet ist?
Wohin mit mir in dieser offenen Zeit?

Viele Jugendliche starten in die Ferien…
mit Vorfreude,
aber auch mit Fragen.
Und genau da:
will Segen beginnen.

Segen ist kein Schlusswort.
Er ist ein Mitgehen.
Es geht nicht darum: „Jetzt ist es vorbei.“
Er sagt: „Du gehst… und Du bist nicht allein.“

In dieser Zeit erleben viele Jugendliche,
dass Kirche sich aus dem Alltag zurückzieht.
Ein Segen kann eine leise Rückbindung sein.
Ein Zeichen:
„Du bist gemeint… auch ausserhalb der Gruppenstunde. Auch im Freibad. Auch im Zweifel.“

Segen macht Mut…
Er löst keine Probleme,
Er verheisst Nähe.
Gottes Nähe. Und unsere.

🕊️ Segen als Begleitung spürbar machen
Nicht nur am Ende eines Gottesdienstes.
Auch am letzten Schultag. Am Bahnhof. Vor dem Lager.
Ein kurzes Segenswort. Eine Berührung. Ein Blick.
Ein leiser Satz wie:
„Geh behütet. Du bist getragen.“

🙏 Persönliche Segensfeiern gestalten
Klein, bewegend, persönlich.
Mit Jugendlichen, Gruppen, Klassen.
Ein Moment zum Durchatmen… vor dem Aufbruch.
Mit Musik, mit Namen, mit echtem Hinhören.

📲 Segen digital weitergeben
Ein kurzer Post:
„Dein Sommer sei gesegnet mit Mut, mit Leichtigkeit, mit Dir selbst.“
Oder ein Segen als Audio- oder Videonachricht.
Segensworte wirken auch auf Bildschirmen.
Wenn sie echt sind.

🌿 Segen als Haltung leben
Mehr als nur zusprechen… nämlich begleiten.
Mehr als „Du bist gesegnet“, nämlich:
„Ich bin da, wenn Du willst.“

  • Für Dich persönlich:

Nimm Dir einen Moment.
Sprich laut oder im Herzen:
„Ich bin gesegnet. Es muss nicht alles perfekt sein.
Es ist genug, dass ich unterwegs bin. Und Gott mit mir.“

  • Für Deine Pfarrei:

Gestaltet eine Segenszeit zum Ferienbeginn.
Still oder kreativ.
Mit Musik oder Wort.
Digital oder draussen.

Wir von der Jugendseelsorge Zürich begleiten Dich gern…
mit Ideen, Formen, Segensworten.

Kompletten Artikel über Sommer-Segen und Mut für die Ferien lesen.
Trends | 08. Juli 2025

Was stärkt Jugendliche in den Sommerferien?

von: Andrew Andes
Nicht alle fahren weg. Doch alle sehnen sich nach Freiheit, Leichtigkeit, Begegnung. Was Jugendliche in der Ferienzeit stärkt, ist oft kleiner und echter, als wir denken. Darin liegt die Kraft: im Einfachen. Im Dasein.

Es ist Freitagnachmittag.
Die Schule ist vorbei, die Luft flirrt vor Wärme.
Ein Jugendlicher bleibt nach dem Treffen noch sitzen.
„Ich fahr nicht weg dieses Jahr“, sagt er leise. „Aber ich freu mich trotzdem. Einfach nichts tun. Vielleicht hier sein.“

Kein Programm. Kein Event.
Aber da war etwas in seinem Blick:
Eine leise Hoffnung, dass diese Zeit mehr sein darf als Leere.

Sommerzeit ist Zwischenzeit.
Nicht Alltag, aber auch nicht Fest.
Für viele Jugendliche ist sie eine Pause, die sie nicht füllen müssen… aber auch nicht allein verbringen wollen.

Nicht alle fahren weg oder haben Pläne.
Aber alle sehnen sich nach Weite, Leichtigkeit, Verbindung.

Gerade weil Ferien oft „programmfrei“ sind,
können sie ein Raum sein, der stärkt.
Durch Ansprechbarkeit statt Aktivität.
Durch Echtheit statt Menge.

🍕 Kleine Aktionen statt grosser Programme
Ein spontaner Pizzaabend.
Ein offenes „Wir sind da“ im Jugendraum.
Eine stille Runde am See.
Oft ist es nicht das Grosse, das trägt, sondern das Vertraute, Ungezwungene, Ehrliche.

🌞 Sommer als spirituelle Zeit verstehen
Was, wenn wir Sommer nicht nur als Freizeit,
sondern als heilige Zeit sehen?
Eine Zeit des Lassens.
Eine Zeit des Wiederfindens.
Wie Sabbat… aus pflichtlose Würde.
„Sei einfach. Du musst nicht leisten, um geliebt zu sein.“

👂 Jugendliche fragen: Was braucht ihr?
Nicht „Wir haben uns was ausgedacht“…
sondern: „Was wünscht ihr euch?“
„Was tut euch gut?“
Mitreden lassen. Mitgestalten lassen.
So entsteht Resonanz statt Teilnahme.

🌿 Ferien als Raum für Beziehung… nicht nur Angebot
Jugendarbeit im Sommer besteht nicht aus dem, was wir tun.
Sie besteht aus dem, wie wir da sind.
Erreichbar. Ansprechbar.
Nicht aufdringlich, aber offen.

  • Für Dich persönlich:

Vielleicht hast Du diesen Sommer keine grossen Pläne.
Aber vielleicht ist genau darin Raum für Dich.
Was würdest Du tun, wenn nichts muss, aber alles darf?

  • Für Deine Pfarrei:

Wie wäre ein Sommerprojekt mit Jugendlichen… entwickelt mit und nicht für sie?
Etwas Einfaches. Vielleicht sogar Unperfektes.
Aber ehrlich.
Wir begleiten euch gern mit Ideen, Herz, und offenem Kalender.

Kompletten Artikel über Was stärkt Jugendliche in den Sommerferien? lesen.
Trends | 26. Juni 2025

Mut-Geschichten von Jugendlichen: was uns Kraft gibt

Ich war heute mutig
von: Andrew Andes
Manche Jugendlichen wachsen über sich hinaus: still, echt, mutig. Ihre Geschichten zeigen: Mut beginnt nicht mit Stärke, sondern mit einem Schritt. Wie können wir diesen Mut sichtbar machen und darin Glauben stärken?

Nach einem Jugendgottesdienst blieb ein Junge kurz zurück.
Er hatte nicht gesungen, kaum mitgeredet.
Aber dann sagte er beim Gehen ganz leise:
„Ich bin trotzdem gekommen. Obwohl alle gesagt haben, das ist nichts für uns.“

Es war sein erster Besuch.
Niemand hätte gewusst, was ihn das gekostet hatte.
Aber da war er
und das war Mut.

Mut zeigt sich nicht nur auf Bühnen.
Er zeigt sich im Dazukommen.
Im Fragen.
Im Bleiben.
Im Anderssein.
Und manchmal im einfachen Satz:
„Ich bin trotzdem da.“

Laut zu sein wird oft mit sichtbar zu sein gleichgesetzt,
dabei wird der leise Mut schnell übersehen.

Dabei ist er oft der tiefste:
Der Mut, sich zu zeigen… mit Angst.
Der Mut, etwas Neues zu wagen.
Der Mut, nicht mitzulachen, wenn etwas verletzt.
Der Mut, zu sagen: „Ich glaube… ein bisschen.“

Mut ist kein Gefühl.
Mut ist eine Entscheidung.
Und: Mut braucht Spiegelung.
Wenn niemand ihn sieht, wird er oft vergessen.

Darum braucht es Räume, in denen Mut gehört, geteilt, gewürdigt wird.

 

🎤 Mut sichtbar machen: durch Geschichten

Erzählt einander Mut-Geschichten.
Nicht die grossen, sondern die echten.
Ein Abend mit der Frage: „Wann warst Du mutig?“
Oder ein Wandplakat: „Mut-Momente der Woche“

 

Mutfragen stellen… nicht Mut definieren

Nicht: „Was traust Du Dich?“
Sondern: „Wovor hast Du Dich gefürchtet und bist trotzdem gegangen?“
Diese Perspektive ehrt auch die Zerbrechlichkeit.

 

🕊️ Glaubensmut stärken durch geistlichen Zuspruch

„Fürchte Dich nicht.“ Dieser Satz steht über 300 Mal in der Bibel.
Nicht einfach als Befehl. Sondern als Nähe.
Gott sagt nicht: „Du musst Dich nicht fürchten.“
Sondern: „Ich bin dann bei Dir, wenn Du Dich fürchtest.“

 

🌱 Mut in der Gemeinschaft wachsen lassen

Wo Jugendliche merken:
„Ich bin nicht allein mit meinem inneren Zittern“,
entsteht echter Raum für Mut.
Dann geht es nicht um Wettbewerb, sondern um gegenseitiges Stärken.

 

  • Für Dich persönlich:

Erinnere Dich heute an einen Moment,
wo Du etwas getan hast, obwohl Du Angst hattest.
Das war Mut.
Erzähl es jemandem.
Nicht um zu glänzen, sondern um zu teilen.

  • Für Deine Pfarrei:

Gestalte einen Abend der Mut-Geschichten.
Mit echten Worten. Kerzen. Musik.
Keine Bewertung. Nur Raum.
Wir von der Jugendseelsorge Zürich begleiten Dich gern
mit Ideen, Formaten, Herzen.

 

Kompletten Artikel über Mut-Geschichten von Jugendlichen: was uns Kraft gibt lesen.
Bericht | 10. Juni 2025

Warum das RPI mehr ist als eine Ausbildung

von: Natascha Rüede Foto: Roberto Conciatori
Was verloren geht, wenn wir nicht hinschauen:

1. Petition und Faktenlage – Was ist passiert?

Mit der Petition „Kahlschlag am RPI“ machen wir öffentlich, was viele kirchlich engagierte Menschen in der Schweiz seit Jahren wahrnehmen: Der schleichende Abbau am Religionspädagogischen Institut Luzern (RPI) hat eine lange Vorgeschichte – und steht nun an einem kritischen Punkt. Viele, die ich persönlich eingeladen habe, die Petition zu unterzeichnen, wussten nicht, wann und wie dieser Abbau stattgefunden hat. Hier deshalb die wichtigsten Entwicklungen:

  • 2021 leitete die Theologische Fakultät Luzern einen sogenannten Synergieprozess ein. Ziel war es, die Studiengänge der Fakultät organisatorisch zusammenzuführen – auch aus Spargründen aufgrund rückläufiger Studierendenzahlen.
  • In der Folge wurden zentrale Elemente der religionspädagogischen Ausbildung aufgelöst: die spezifisch auf RPI-Studierende zugeschnittenen Lehraufträge in Kirchengeschichte, Neues Testament und Philosophie entfielen. Künftig sollten RPI-Studierende dieselben Vorlesungen wie Theologiestudierende besuchen – inhaltlich nicht abgestimmt auf deren berufliche Praxis.
  • Anfang 2025 wurde zudem das Arbeitsverhältnis der Dozentin für Dogmatik, Fundamentaltheologie, Liturgie, Sakramentenkatechese und Ökumene per Ende des Studienjahres nicht verlängert. Auch eine weitere Dozentin, die im Bereich homiletischer Bildung tätig war, sowie die langjährige Sekretärin wurden entlassen. Und die Stelle einer weiteren RPI-Mitarbeiterin, die das Institut Ende Studienjahr verlässt, wird nicht ersetzt.

Diese Entwicklungen führen nicht nur zu einem Verlust an Qualität, Profil und Anbindung an die kirchliche Praxis – sie gefährden ein ganzes Berufsbild.

👉 Die Petition kann hier unterschrieben werden: www.openpetition.eu/!petitionrpi

 

2. Warum mich das betrifft

Ich bin Absolventin des RPI Luzern. Heute leite ich die Jugendseelsorge der katholischen Kirche im Kanton Zürich. Mein Weg in diese Leitungsfunktion war nur möglich, weil ich durch das RPI eine theologisch fundierte, zugleich praxisnahe Ausbildung erhalten habe – und weil ich als Berufsfrau ohne Matura Schritt für Schritt in die Sprache und Reflexionskraft der Theologie eingeführt wurde.

Bereits vor über 20 Jahren absolvierte ich die 3-jährige Ausbildung zur Katechetin, die heute der Formodula-Ausbildung entspricht. Doch erst im RPI erschlossen sich mir theologische Welten: Dogmatik, Fundamentaltheologie, Liturgie, Bibelwissenschaft, Ethik, Psychologie, Kirchengeschichte, Philosophie etc. – abgestimmt, begleitet, und auf die kirchliche Praxis bezogen. Ich lernte, mit Theologinnen und Theologen auf Augenhöhe zu reflektieren. Das RPI war mehr als eine akademische Station – es war ein geistlicher und beruflicher Weg.

Und ich bin nicht die Einzige: Viele Absolvent:innen des RPI sind heute in leitenden oder spezialisierten Funktionen tätig – in der Seelsorge, der Bildungsarbeit, der Pastoral oder als Führungskräfte in kirchlichen Institutionen. Sie leisten wertvolle Arbeit, weil sie eine abgerundete Ausbildung durchlaufen haben, die Theorie und Praxis miteinander verbindet.

 

3. Was auf dem Spiel steht

Das RPI war eine einzigartige Ausbildungsform für kirchlich engagierte Menschen, die nicht unbedingt akademisch, wohl aber theologisch fundiert und praktisch unterwegs sein wollten. Es war ein Ort der Entfaltung, ein Lernort auf Augenhöhe. Integrierte Praxisanteile, persönliche Begleitung, Verknüpfung von Theorie und Berufswelt – das war das Herzstück des RPI.

Die Ausbildung war nicht modular oder beliebig zusammenstellbar. Sie war als Ganzes gedacht – über vier Jahre hinweg. Jede Einheit, ob Ethik oder Liturgie, ob Psychologie, Pädagogik oder Sakramentenkatechese, baute aufeinander auf und wurde mit Praxiseinsätzen verbunden. Was ich im Unterricht lernte, konnte ich im kirchlichen Alltag anwenden – und umgekehrt.

Dass nun alles „in die Fakultät integriert“ werden soll, bedeutet einen Bruch. Auch wenn es künftig weiterhin möglich sein wird, Religionspädagogik zu studieren – es ist nicht mehr dasselbe. Der Zugang ist höher, die Inhalte verschulter, das Gemeinschaftsgefühl brüchig. Was verloren geht, ist die Kultur eines gemeinsamen Lernens im Dienst der Kirche.

Die Sparmassnahmen mögen nachvollziehbar sein – sinkende Anmeldezahlen betreffen alle theologischen Hochschulen. Doch was hier verlorengeht, ist nicht nur ein Studiengang, sondern ein durchdachtes, ganzheitliches Ausbildungsmodell, das andernorts (z. B. in Deutschland oder Österreich) längst als akademischer Standard gilt. In Luzern hingegen wurde es aus strukturellen Gründen zerschlagen – ohne einen adäquaten Ersatz für jene, die praxisnah und theologisch fundiert arbeiten wollen.

 

4. Was jetzt wichtig ist – Bildung für die Kirche von morgen

Ich plädiere nicht für eine Rückkehr in alte Strukturen. Aber ich frage – und lade zum Mitdenken ein:

Welche Ausbildung dient den Menschen heute?

Wir wissen, dass die Kirchenmitgliederzahlen sinken. Wir wissen, dass sich viele Menschen nicht mehr beheimatet fühlen. Und wir wissen, dass junge Menschen neue Formen der Begleitung suchen. Gerade deshalb braucht es kirchliche Mitarbeitende, die breit ausgebildet, spirituell verankert und gesellschaftlich anschlussfähig sind. Und dafür braucht es neue Bildungswege.

Diese Bildungswege müssen gemeinsam gedacht werden – nicht im Wettbewerb, sondern im Dialog. Heute bestehen verschiedene Ausbildungsgänge: Formodula, CAS-Programme, duale Studiengänge, reformierte Bildungsangebote. Jeder nimmt dem anderen potenzielle Studierende weg – obwohl alle das Gleiche wollen: Kirche lebendig halten.

Darum braucht es jetzt einen überinstitutionellen Austausch – zwischen Ausbildungsstätten, Fachstellen, kirchlichen Trägerschaften und Menschen aus der Praxis. Nur gemeinsam können wir herausfinden, was künftige Mitarbeitende brauchen, um in 5 oder 10 Jahren glaubwürdig, lebensnah und theologisch kompetent wirken zu können.

 

5. Ein Plädoyer für gemeinsame Verantwortung

Was mit dem RPI verloren geht, ist nicht nur eine Ausbildungsstätte. Es geht um eine Haltung: praxisnah, geistlich, theologisch fundiert, rund, vernetzt, durchdacht. Diese Haltung braucht neue Formen, aber sie darf nicht verschwinden.

Deshalb mein Appell: Lasst uns jetzt gemeinsam Verantwortung übernehmen – und Bildung für die Kirche von morgen gemeinsam weiterdenken.

👉 Die Petition kann hier unterschrieben werden: www.openpetition.eu/!petitionrpi

Kompletten Artikel über Warum das RPI mehr ist als eine Ausbildung lesen.
Trends | 26. Mai 2025

Echte Fragen zu Liebe, Sexualität und Beziehung 💗

von: Andrew Andes
Jugendliche tragen viele Fragen in sich zu Liebe, Körper, Beziehung. Doch oft fehlt ein Raum, sie ehrlich zu stellen. Wie Kirche ein Ort werden kann, der zuhört... ohne zu werten. Und wo „Ich bin geliebt“ mehr ist als ein Satz.

Nach einem Firmnachmittag, als alle schon gegangen waren, blieb eine Jugendliche noch kurz sitzen.
Sie sah meine Kollegin nicht an, aber sagte:
„Gibt’s eigentlich jemanden, mit dem man über sowas… also… Liebe reden kann? Ohne dass es peinlich wird?“

Es war kein Witz. Keine Provokation.
Es war ein ernstes, stilles Tasten.
Und ein Ruf.

Viele Jugendliche tragen diese Fragen in sich:
Was ist Liebe?
Bin ich „normal“?
Was bedeutet Nähe?
Wie gehe ich mit meinem Körper um?
Wo hört Zärtlichkeit auf… und wo fängt Missbrauch an?

Und oft erleben sie: Alle reden über Sex. Aber keiner hört wirklich zu.

Wir hören zu.
Weil Jugendliche mit ihren Fragen nicht allein bleiben sollen.
Weil sie würdig sind… auch in ihrer Unsicherheit.
Weil sie nicht manipuliert, sondern begleitet gehören.
Und weil Kirche, wenn sie nur schweigt oder urteilt, ihren Auftrag verliert.

Liebe, Sexualität und Beziehung sind nicht „Randthemen“.
Sie sind zentral für das Menschsein.
Und damit auch für den Glauben.

Denn wer glauben will, muss auch fragen dürfen:
Was heißt es, mit meinem Körper geliebt zu sein?
Was heißt es, Grenzen zu spüren… und zu achten?
Was heißt es, mich selbst würdig zu sehen?

 

🗣️ Ehrliche Gespräche ermöglichen, ohne Scham

Schaffe Räume, in denen Jugendliche über Beziehung, Lust, Orientierung, Unsicherheit reden können.
Nicht als Moralinstanz, sondern als mitfühlendes Gegenüber.
Wichtig: Nicht alles müssen wir „wissen“. Aber wir dürfen da sein… ehrlich, achtsam, offen.

 

💗 Liebe spirituell weiten… nicht einengen

Liebe ist mehr als Romantik.
Mehr als Sexualität.
Sie ist ein geistlicher Raum: „Ich bin geliebt.“
Mit Geschichte. Mit Brüchen. Mit Körper.

Lass diese Botschaft atmen:
Nicht „Du darfst nicht…“
sondern: „Du bist geliebt… und dein Körper gehört dazu.“

 

🕊️ Kirche als Schutzraum… nicht als Richterin

Die Kirche darf fragen: Wie schützen wir Jugendliche vor Grenzverletzung?
Aber auch: Wie sprechen wir über Sehnsucht, Intimität, Zugehörigkeit… ohne Angst?
Jugendliche brauchen Vertrauensräume, nicht Kontrolle.

 

🌿 Unterschiedlichkeit würdigen

Nicht alle Jugendlichen sind gleich.
Nicht alle fühlen oder lieben gleich.
Und nicht alle haben dieselben Fragen.
Doch alle verdienen: Raum, Würde, Spiegelung.

 

  • Für Dich persönlich:

Vielleicht hast Du Fragen, die Du nie laut gestellt hast.
Sprich sie aus… mit jemandem, der Dich nicht bewertet.
Du bist nicht allein.
Und Deine Fragen sind würdig.

  • Für Deine Pfarrei:

Wie wäre ein Workshop oder Abend mit dem Titel:
„Liebe. Beziehung. Ehrlich reden.“
Ohne Dogma. Ohne Zwang.
Aber mit Herz, Klarheit und Raum für Tiefe.
Wir begleiten Dich gern… auch bei Unsicherheit.

 

Kompletten Artikel über Echte Fragen zu Liebe, Sexualität und Beziehung 💗 lesen.
Trends | 19. Mai 2025

Freundschaft und Glaube... wie passt das? ✨

von: Andrew Andes
Freundschaft ist mehr als Nähe. Sie kann Raum sein, in dem Glauben wächst. Wie können Jugendliche einander geistlich stärken, ohne Druck? Und wie wird Glaube spürbar in Beziehungen, die echt sind?

Nach dem Jugendtreff sitzen noch zwei Jugendliche auf den Stufen vor der Kirche.
Es ist schon spät.

Einer sagt:
„Ich glaub irgendwie schon… also an was Größeres. Aber ich weiss nie, mit wem ich darüber reden kann.“

Der andere überlegt lange. Dann antwortet er leise:
„Mit mir kannst Du. Wenn Du willst.“

 

Kein Bibelkreis. Kein „Glaubensabend“.
Nur zwei Freunde… und ein offener Moment.
Ein heiliger Moment.

Viele Jugendliche erleben Glaube als „Programmpunkt“…
aber kaum als Teil ihrer Freundschaften.

Dabei sind genau dort die Räume, wo Vertrauen lebt.
Wo Zweifel ausgesprochen werden dürfen.
Wo man Fragen stellt, ohne Angst vor Antworten.

Glaube will nicht isoliert gelebt werden.
Er will geteilt werden.
Nicht als Lehre… sondern als Erfahrung.

Wenn Freundschaft und Glaube sich begegnen,
entsteht ein Raum, der trägt.
Still. Echt. Tief.

 

🗣️ Über Glauben sprechen lernen – im Alltag

Jugendliche müssen nicht „Theologie können“.
Aber sie dürfen fragen: „Was glaube ich eigentlich?“
Und: „Was bedeutet das für mein Leben… und meine Freundschaften?“

Spiritualität beginnt nicht im Gebetskreis…
sondern im ehrlichen Satz:
„Ich versteh das auch nicht immer… aber ich glaub, da ist mehr.“

 

🌱 Spirituelle Freundschaft ermöglichen

Freundschaft kann ein geistlicher Ort sein.
Wo man einander segnet… auch ohne es so zu nennen.
Wo man sich hält… im Zweifel, im Scheitern, im Fragen.

Wie Jesus:
„Ich nenne euch Freunde.“ (Joh 15,15)
Nicht Befehlsempfänger. Freunde.
Glaube als Beziehung, nicht als Rolle.

 

🏠 Pfarreien als Räume geistlicher Freundschaft

Was wäre, wenn Jugendgruppen nicht nur auf „Teilnahme“ schauen…
sondern auf das, was zwischen den Jugendlichen wächst?
Vielleicht weniger Fokus auf Inhalt, aber mehr auf Beziehung.
Weniger „Glaubenswissen“, aber mehr „Glaubensräume“.

 

🌄 Gemeinsam wachsen – nicht allein glauben

Jugendliche erleben viel Veränderung.
Wenn Freundschaften Glaube mittragen,
entsteht ein inneres Netz.
Ein „Ich bin nicht allein unterwegs“ … auch geistlich.

 

  • Für dich persönlich:

Gibt es einen Menschen, mit dem Du schon viel geteilt hast…
aber noch nie über Deinen Glauben gesprochen?
Vielleicht ist genau jetzt der Moment.
Nicht als Statement. Sondern als Frage:
„Glaubst Du… irgendwas?“

  • Für Deine Pfarrei:

Wie wäre eine Jugendgruppe,
die Freundschaft und Glaube gemeinsam entdeckt?
Kein Frontalunterricht.
Sondern stille Abende, offene Gespräche, gemeinsame Wege.
Wir begleiten Dich gern dabei… mit Ideen, Präsenz, und offenem Herz.

Kompletten Artikel über Freundschaft und Glaube... wie passt das? ✨ lesen.
Trends | 13. Mai 2025

💔 Wenn Freundschaft zerbricht... was tun?

von: Andrew Andes
Wenn Freundschaft zerbricht, bleibt oft mehr zurück als nur Stille. Für Jugendliche kann das ein tiefer Einschnitt sein. Wie begleiten wir diesen Schmerz... ohne zu urteilen, ohne zu reparieren, aber mit einem Raum, der hält?

„Wir waren jeden Tag zusammen. Und dann… hat sie einfach nicht mehr geantwortet.“
So sagte es ein Mädchen in einem Gespräch nach dem Firmkurs.
Sie weinte nicht. Aber der Satz war wie ein offenes Fenster in ihr Inneres.

Viele Jugendliche erleben das:
Eine Freundschaft bricht weg… plötzlich, still, ohne Erklärung.
Und mit ihr bricht oft etwas im Innersten.

Für Erwachsene mag es wie „Drama“ wirken.
Doch für Jugendliche ist es oft ein Erdbeben.
Denn Freundschaft ist nicht nur Verbindung. Sie ist Selbstgefühl, Halt, Zuhause.

Ein Freundschaftsbruch ist kein Randthema.
Er betrifft das Herz. Die Identität. Das Vertrauen.

Wenn Freundschaft zerbricht, stellen sich Fragen wie:
War ich zu viel?
Bin ich ersetzbar?
Werde ich je wieder so jemandem vertrauen können?

Jugendarbeit darf diesen Fragen Raum geben…
nicht mit schnellen Ratschlägen, sondern mit echter Gegenwart.

Denn im Schmerz liegt auch ein Ruf:
Gibt es hier einen Ort, wo ich mit dem, was zerbrochen ist, nicht allein bin?

🩶 Den Schmerz würdigen und nicht bewerten
Sätze wie „So ist das halt in dem Alter“ oder „Du findest neue Freunde“ mögen gut gemeint sein…
aber sie verkennen die Tiefe.
Besser: „Das tut weh. Und das darf es auch.“

🪞 Reflexion ermöglichen
In Gruppen oder Einzelgesprächen:
Was hat diese Freundschaft bedeutet?
Wofür bin ich dankbar?
Was nehme ich mit… trotz allem?

🕊️ Versöhnung anbieten… ohne Zwang
Nicht jede Freundschaft muss „wieder ganz“ werden.
Aber jede kann gewürdigt werden… durch ein Gespräch, ein Brief, ein stilles Ritual.

✝️ Glaube als Halt in der Verlassenheit
Jesus selbst wurde verlassen. Von Freunden, von Nähe, von Verlässlichkeit.
Und doch blieb er offen.
Vielleicht ist das eine der schwersten, aber heilsamsten Botschaften:
Du darfst trauern. Und du darfst hoffen.

  • Für Dich persönlich:
    Vielleicht trägst Du eine Freundschaft in dir, die nie richtig zu Ende ging.
    Wie wäre es, heute einfach einen Brief zu schreiben…
    nicht zum Abschicken, sondern zum Würdigen?
  • Für Deine Pfarrei:
    Gestaltet einen Abend zum Thema „Wenn Freundschaft zerbricht…“
    Mit Impulsen, Gesprächsrunden, vielleicht einem kleinen Ritual:
    eine Kerze für jede Freundschaft, die geblieben ist…
    und eine für jede, die gegangen ist.
    Wir begleiten euch gerne… mit Ideen, Präsenz, Ohr und Herz.
Kompletten Artikel über 💔 Wenn Freundschaft zerbricht... was tun? lesen.
Trends | 06. Mai 2025

Was bedeutet Freundschaft für Jugendliche?

von: Andrew Andes
Freundschaft ist für viele Jugendliche wie ein Rettungsanker. Es ist gleichzeitig ein Rätsel. Was macht echte Freundschaft aus? Und wie können Pfarreien Räume schaffen, in denen sich junge Menschen ehrlich begegnen... mit Herz und Tiefe?

Zwei Jugendliche sitzen nebeneinander, schweigend.

Es war Streit in der Gruppe. Und keiner weiß, wie man wieder zueinander findet.

 

Später flüstert jemand:

„Ich dachte, wir sind beste Freunde. Und jetzt sei ich plötzlich zu viel.“

 

Freundschaft: für Jugendliche ist sie oft das Wichtigste.

Und das Verletzlichste.

 

In unserer Welt ist vieles wechselhaft,

genau da braucht es Orte, wo man sicher ist.

Nicht perfekt. Aber gehalten.

 

Freundschaft ist mehr als Zusammensein.

Sie ist ein inneres Zuhause.

 

Doch gerade Jugendliche erleben oft auch das Gegenteil:

Unsicherheit. Oberflächlichkeit. Vergleich. Ausschluss.

 

Die Frage „Wer sind meine echten Freunde?“

ist keine banale Frage… sie ist existenziell.

 

Und sie berührt auch die Seelsorge.

Denn wer sich nicht zugehörig fühlt, verliert oft auch das Vertrauen in Gemeinschaft… und in Gott.

 

Darum ist es Zeit, Freundschaft wieder spirituell ernst zu nehmen.

 

🗣️ Gespräche über Freundschaft ermöglichen

In Gruppenstunden, im Unterricht, bei offenen Abenden…

frage: Was bedeutet für euch Freundschaft?

Was tut weh? Was trägt? Was bleibt?

Oft sind Jugendliche dankbar, wenn sie merken:

Sie sind nicht allein mit ihren Fragen.

 

✝️ Freundschaft geistlich vertiefen

Jesus sagt: „Ich nenne euch Freunde.“ (Joh 15,15)

Nicht Diener. Nicht Mitläufer. Freunde.

Das ist keine nette Floskel… es ist eine revolutionäre Einladung:

Gott will Beziehung auf Augenhöhe, mit Herz, mit Gegenseitigkeit.

 

🛋️ Räume für ehrliche Freundschaft schaffen

Nicht alles muss „pädagogisch wertvoll“ sein.

Manchmal reicht: ein Sofa, eine Pizza, ein offenes Ohr.

Wichtiger als Konzepte ist: dass Jugendliche sich zeigen dürfen, wie sie sind.

Auch mit Ecken. Auch mit Unsicherheit.

 

🌱 Freundschaft wächst durch Verletzlichkeit

Tiefe entsteht dort, wo man nicht funktionieren muss.

Und wo Fehler nicht zum Ausschluss führen, sondern zum Gespräch.

 

Für Dich persönlich:

Frag Dich diese Woche: Wem vertraue ich… wirklich?

Und wenn Du willst: Sag es dieser Person. Einfach so.

Manchmal ist das der Anfang von etwas Tieferem.

 

Für Deine Pfarrei:

Gestalte einen Jugendabend zur Frage:

„Was ist echte Freundschaft?“

Mit Impulsen, Gesprächen, Stille, kreativen Elementen.

Wir von der Jugendseelsorge Zürich begleiten Dich gern… mit Ideen, Materialien oder einfach mit einem offenen Ohr.

 

Kompletten Artikel über Was bedeutet Freundschaft für Jugendliche? lesen.
Trends | 01. Mai 2025

Gedanken zum Tag der Arbeit

Des Amis Liebliengscafe
von: Adrian Marbacher
Heute ist der 1. Mai. Ich sitze in meinem Lieblingscafé, habe frei – und denke über meine Arbeit nach...
Was bedeutet Arbeit eigentlich für mich? Ist sie das, womit ich mein Geld verdiene? Ist sie Erfüllung? Oder beides?Ich bin mit der Idee aufgewachsen, dass Arbeit uns erfüllen soll. Dass wir aufblühen, wenn wir „schaffen“. Heute frage ich mich: Fehlt da nicht etwas, wenn Arbeit nur noch der Selbstverwirklichung dient – und das Gemeinwohl vergessen geht?
In Coaching- und Spiriszene ist oft von Selbstregulation, Selbstheilung und Selbstverwirklichung die Rede. Doch wir sind als Menschen Beziehungswesen. Unser innerer Weg wird erst dann rund, wenn er in Resonanz mit anderen geht. Erfüllung entsteht nicht nur im Ich – sondern im Du und im Wir.
Als Begleiter von persönlichen Prozessen bedeutet erfüllte Arbeit für mich, innere Prozesse in den Dienst eines grösseren Ganzen zu stellen. Nicht nur: Was heilt mich? – sondern auch: Wem diene ich, wenn ich heil werde?
Wir brauchen neue Formen von Arbeit, in denen Sinn, Gemeinschaft und Hingabe wieder zusammenfinden. Arbeit, die nicht trennt, sondern verbindet. Vielleicht liegt in dieser Frage der wahre Luxus unserer Zeit.
Einen schönen 1. Mai euch allen 🙂✨

 

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Trends | 28. April 2025

Zugehörigkeit statt Einsamkeit ✨ Räume schaffen

von: Andrew Andes
Jugendliche brauchen mehr als Angebote: Sie brauchen Zugehörigkeit. Nicht als Pflicht. Als Heimatgefühl. Wie Kirche echte Räume schaffen kann, wo Jugendliche nicht nur willkommen sind, sondern sich wirklich gemeint fühlen.

An einem Freitagabend im Jugendraum.
Die Musik läuft leise. Pizza und Limo auf dem Tisch.
Drei Jugendliche scrollen auf ihren Handys. Einer blickt immer wieder zur Tür.
Keiner sagt es laut, aber es liegt in der Luft:
„Bin ich hier wirklich willkommen?“

Zugehörigkeit zeigt sich selten in großen Gesten.
Meistens in kleinen Blicken.
Im Dableiben, auch wenn es still ist.
Im Wahrnehmen, auch wenn keine Worte kommen.

Jugendliche suchen Zugehörigkeit nicht, weil sie schwach sind.
Sondern weil Zugehörigkeit das Gewebe des Lebens ist.

Und weil Einsamkeit heute oft leiser, aber tiefer wirkt als früher.

Die Welt ist voller digitaler Verbindungen. Viele Jugendliche erleben eine paradoxe Erfahrung: ständig verbunden… und doch innerlich allein.

Likes, Chats und Gruppen reichen nicht.
Was fehlt, ist ein Raum, in dem sie spüren:
„Hier darf ich sein. Ohne Maske. Ohne Leistung. Ohne Angst.“

Kirche kann ein solcher Raum sein,
wenn sie nicht auf Teilnahme, sondern auf Herzenseinladung setzt.
Wenn sie Räume öffnet, wo Fragen bleiben dürfen.
Wo Dazugehören nicht verdient, sondern zugesprochen wird.

Freundschaft fördern, nicht nur Gruppen

Programme sind wichtig. Aber echte Freundschaft entsteht nicht in Sitzordnungen.
Sie wächst dort, wo Jugendliche einander wirklich begegnen dürfen.
Offene Treffs, Kleingruppen, stille Zeiten… all das kann Freundschaft atmen lassen.

🏠 Spiritualität als Raum der Zugehörigkeit

Glaube ist nicht zuerst Pflicht oder Leistung.
Er ist ein Versprechen: „Du bist Teil von etwas Grösserem.“
In Christus sind wir nicht Teil einer Organisation, sondern eines lebendigen Leibes.
Jugendliche brauchen diese Erfahrung: Ich bin gemeint. Nicht erst, wenn ich passe.

🛐 Kirche als Ort der bedingungslosen Annahme

Nicht nur die engagierten, gläubigen, angepassten Jugendlichen sind eingeladen.
Sondern alle. Auch die Fragenden. Die Wütenden. Die Stillen. Die Suchenden.
Kirche ist da am glaubwürdigsten, wo sie nicht erwartet, sondern empfängt.

🌿 Wenig Programm, mehr Raum

Manchmal braucht es weniger Struktur… und mehr Sein.
Weniger Ansprache… und mehr Hinhören.
Weniger Perfektion… und mehr echte Gegenwart.

  • Für Dich persönlich:

Vielleicht gibt es jemanden in deiner Nähe, der still geworden ist.
Frag ihn einfach:
„Wie geht’s Dir wirklich?“
Und dann… höre einfach zu.

  • Für Deine Pfarrei:

Wie wäre ein „Offener Abend“, ohne Programm, ohne Agenda?
Ein Raum für Pizza, Musik, Stille, Gespräche.
Ein Raum, wo Jugendliche erleben dürfen:
„Hier muss ich nichts leisten. Hier darf ich sein.“

Wir von der Jugendseelsorge Zürich begleiten Dich gern…
mit Ideen, Impulsen, oder einfach durch Dasein.

Kompletten Artikel über Zugehörigkeit statt Einsamkeit ✨ Räume schaffen lesen.
Bericht | 23. April 2025

Jugendreise zum Jubiläum der Teenager in Rom

von: Mario Stanković
unterwegs mit 70 Jugendlichen und einem Dutzend Begleitpersonen im Heiligen Jahr der Hoffnung 2025 ...

Am Dienstag nach Ostermontag sind wir aufgebrochen in die Ewige Stadt, nach Rom, zum Jubiläum der Teenager. Es ist mehr als eine Wallfahrt. Es ist ein Weg des Herzens.

Im Jahr 1300 wurde das erste „Heilige Jahr“ ausgerufen. Ein Heiliges Jahr ist ein Kairos, in dem Gottes Nähe spürbar werden kann – eine Zeit, in der man sich selbst neu entdecken darf: berührt, verwandelt, vielleicht sogar neu geboren.

In diesem Blog findet ihr die Tagebucheinträge unserer einwöchigen Reise.

Folgende sieben Pfarreien waren dabei:

Pfarrei St. Martin, Seuzach; Pfarrei Verena, Stäfa; Pfarrei Maria-Hilf, Leimbach; Missione Cattolica di Lingua Italiana; Pfarrei St. Anton, Zürich; Katholische Kirche in Winterthur; Pfarrei Heilig Kreuz, Zürich

Erster Tag in Rom – unterwegs zwischen Kunst, Gassen und Gelato

Mit kaum Schlaf, aber umso mehr Freude haben wir heute unseren ersten Tag in Rom gemeistert. In kleinen Gruppen haben wir die Stadt auf ganz unterschiedliche Weise entdeckt – und jede Route war auf ihre Art ein Abenteuer.

Roma 6 Unica führte uns zu prachtvollen Kirchen, durch enge Gassen, vorbei an Brunnen und hinein in die Seele dieser Stadt. Dazwischen: Pizza, Pasta, Souvenirs – und der Duft Italiens in der Luft.

Viele Wege führen durch Rom – manche durch das Studentenviertel, andere zum Trevibrunnen oder in die Stille des Petersdoms. Wer die Augen offen hielt, fand Geschichten auf den Gleisen alter Straßenbahnen oder in einem verträumten Garten.

Bei der Foto-Challenge hielten wir die Schönheit der Stadt fest – nicht nur mit der Kamera, sondern auch im Herzen. Zum Abschluss: Gelato am Tevere. Sonnenuntergang. Gemeinschaft.

Und dann war da noch der Rom Run – ein Abenteuerlauf zwischen Kolosseum, Märkten und römischem Flair. Mit jeder Challenge wuchs nicht nur der Teamgeist, sondern auch das Staunen.

Rom ist mehr als ein Postkartenmotiv. Es ist überwältigend, lebendig, voller Wunder. Und wir sind mittendrin.

Zweiter Tag – Ein Tag voller Geschichte, Spiel und Gemeinschaft

Rom hört nicht auf, uns zu überraschen. An jeder Ecke begegnet uns  lebendige und greifbare Geschichte.

Wir starteten mit einer Besinnung in der Kapelle – ein ruhiger Anfang, der uns innerlich sammelte und auf den Tag einstimmte.

Die eine Gruppe durfte am Vormittag in die traditionsreiche Welt der Schweizergarde eintauchen. Ihre Geschichte, ihre Uniformen, ihre Aufgaben – spannend und eindrucksvoll. Am Nachmittag stand dann Sport auf dem Programm: Bewegung, Spiel und Teamgeist sorgten für gute Laune und neuen Schwung.

Die andere Gruppe machte sich auf den Weg in das antike Herz Roms. Kolosseum, Forum Romanum und Palatin – Orte, die man kennt, aber erst vor Ort wirklich begreift.

Zum Abschluss des Tages forderte uns ein buntes Spielturnier mit kreativen Challenges bis spät in die Nacht. Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner*innen!

Ein langer Tag – aber einer, der bleibt. In Bildern, Begegnungen und Erinnerungen, die wir mit nach Hause nehmen.

Dritter Tag – der Weg des Lichts

Am dritten Tag konnten die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Pfarreien eigene Wege durch Rom gehen. Jede und jeder konnte das entdecken, was das Herz besonders berührt: Sehenswürdigkeiten, stille Orte, kleine Cafés oder grosse Plätze voller Leben.

Am Nachmittag sammelten sich dann alle jungen Pilger*innen auf den Stufen der Kirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus. Dort feierten wir gemeinsam die feierliche Eröffnung des Jubiläums der Teenager – mit einem besonderen Gebet: dem Via Lucis.

Während der Kreuzweg eine Erinnerung an Jesu Leidensweg ist, ist  der Via Lucis – der Weg des Lichts. Das Gebet führt uns durch die fünfzig Tage der Osterzeit, die freudigste Zeit im Kirchenjahr.

Er erzählt von Hoffnung, von Leben, von Auferstehung. Vom Licht, das stärker ist als jede Dunkelheit. Halleluja!

Vierter Tag – Abschied und der Erinnerung

Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen – der gestrige Tag stand ganz im Zeichen eines besonderen Moments. Die Welt nahm Abschied von Papst Franziskus. Staatschefs und Würdenträger aus aller Welt waren nach Rom gereist, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Auch wir haben innegehalten und uns gefragt, welche Persönlichkeiten der Geschichte wohl je einen so feierlichen Abschied erfahren haben.

In der Stille und im Gebet haben wir Papst Franziskus gedacht und für seine Seele gebetet. Möge er nun in Frieden ruhen.

Für viele Jugendliche wurde der Tag auch zu einem kleinen Abenteuer: Einige von uns tauchten in den Schweizer Medien auf. Wer neugierig ist, findet die Links zu den Artikeln im Tages-Anzeiger und bei 20 Minuten auf unserem Blog.

Tages-Anzeiger: «Etwa 20 Meter vor dem Sarg hat es mich gepackt»

Tages Anzeiger: Das kleine Wunder vom Petersplatz

20 Minuten: Uno, Pizza und Gedränge: So erlebten Gläubige die Zeremonie

Fünfter und letzter Tag in Rom – ein leuchtender Abschied

Am letzten Tag hatten die Gruppen noch einmal die Gelegenheit, das zu entdecken, wofür bisher die Zeit fehlte – oder Lieblingsorte ein zweites Mal aufzusuchen.

Zum Abschlussgottesdienst strömten noch mehr Menschen zusammen als am Tag der Beerdigung. Es war Sonntag, und so mischten sich die Pilgerinnen und Pilger mit unzähligen Touristinnen und Touristen auf dem Platz.

Viele Gruppen hatten sich gewünscht, Rom auch bei Nacht zu erleben. Rom bei Nacht ist ein Zauber für sich – erleuchtet und zugleich voller Leben. Gemeinsam zogen die Gruppen durch die Stadt, sahen den Trevibrunnen glitzern, die Kuppel des Petersdoms in goldenem Licht und die engen Gassen im Schein der Laternen leuchten.

So ging eine unglaubliche Reise zu Ende. Voller Staunen, Begegnungen, Freude und unvergesslicher Momente. Wir freuen uns auf die nächste kantonale Jugendreise!

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Trends | 21. April 2025

Wenn Jugendliche die Kirche verlassen – was tun?

von: Andrew Andes
Viele Jugendliche kehren der Kirche den Rücken. Nicht aus Trotz, sondern weil sie oft nicht finden, was sie brauchen. Was, wenn Weggehen kein Ende ist, sondern ein Ruf an uns, tiefer zu hören? Und Kirche neu zu denken: von innen her.

„Ich bin einfach am falschen Platz.“
So sagte es ein junge Frau beim Ausgang einer Jugendveranstaltung.
Nicht wütend. Nicht ablehnend. Nur leise. Und ehrlich.

Sie war lange dabei gewesen. Firmung, Lager, Gruppenleitung. Dann wurde es still. Kein Abschied. Kein Streit. Nur: Weg.

Viele Jugendseelsorgende kennen solche Momente. Ein leerer Stuhl. Ein unkommentiertes Fernbleiben. Und oft bleibt ein leiser Schmerz zurück… aber auch Ratlosigkeit.

Warum gehen sie? Und was tun wir mit diesem Gehen?

Wenn Jugendliche die Kirche verlassen, geht es nicht nur um Mitgliedschaft. Es geht um Beziehung. Um Resonanz. Um das, was nicht mehr trägt.

Und vielleicht auch darum, was nie wirklich angekommen ist.

Viele Jugendliche gehen nicht aus Protest, sondern weil das, was sie brauchen, nicht gespiegelt wurde. Weil Räume fehlten, wo echte Fragen erlaubt waren. Weil niemand da war, der sagte: „Ich sehe dich… nicht nur Dein Mitmachen.“

Das Weggehen ist keine Anklage. Es ist ein Spiegel. Und manchmal ein stiller Ruf: „Könnt ihr mich auch suchen, wenn ich nicht mehr komme?“

Fragen statt Festhalten
Anstatt zu fragen: „Warum kommst Du nicht mehr?“, fragen wir: „Was würde Dich berühren?“ „Wo fühlst Du Dich wirklich gemeint?“ Nicht als Rückholaktion. Sondern als echtes Hinhören.

🔍 Lebenswelt wahrnehmen… nicht bewerten
Viele Jugendliche erleben Kirche als „nicht anschlussfähig“. Nicht, weil sie gegen den Glauben sind, sondern weil Formen, Sprache, Atmosphäre oft wie aus einer anderen Zeit wirken. Frage an uns: Was in unserer Kirche spricht heute noch Herz und Alltag an… ganz ohne Übersetzung?

Beziehung vor Konzept
Kirchliche Angebote scheitern nicht an Inhalten, sondern oft an fehlender Beziehung. Jugendliche bleiben dort, wo sie gesehen, nicht gemessen werden. Wo sie sein dürfen. Auch mit Distanz, Fragen, Widerspruch.

🌱 Jesus ging den Weg mit, nicht voraus
Jesus hat niemanden gezwungen, zu bleiben. Aber er ist mitgegangen. Auch dahin, wo es brüchig war. Er hat gefragt, nicht gedrängt. Vielleicht ist genau das heute unsere Berufung: Nicht halten. Sondern mitgehen. Und offen bleiben.

  • Für Dich persönlich:
    Kennst Du jemanden, der sich von Kirche entfernt hat? Schreib ihm. Ohne Erwartung. Nur mit einem Satz wie: „Ich hab Dich vermisst. Wie geht es Dir?“

 

  • Für Deine Pfarrei:
    Wie wäre es, gemeinsam auf Spurensuche zu gehen? Ein Abend mit der Frage: „Was fehlt euch, das wir nicht sehen?“ Wir von der Jugendseelsorge Zürich begleiten Dich gern dabei. Nicht mit Lösungen. Aber mit offenem Ohr und Herz.

Manchmal ist das Weggehen nicht der Bruch. Es ist der Beginn einer neuen, tieferen Suche. Es muss kein Abwenden sein. Es kann ein Weitergehen auf einem Pfad sein, den wir (noch) nicht mitgehen konnten.

Jugendliche sehen oft klarer, was uns manchmal entgleitet: Dass Beziehung wichtiger ist als Programm. Dass Sehnsucht nicht durch Struktur gestillt wird. Und dass Kirche nicht behalten muss, um zu bleiben.

Was, wenn nicht sie „die Kirche verlassen“, sondern wir gerufen sind, uns aufzumachen? Hin zu ihnen. Nicht um sie zurückzuholen. Um ihnen zu begegnen, dort, wo sie schon längst unterwegs sind. Mit einem Gott, der immer schon vor uns war.

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Bericht | 15. April 2025

Wenn Rückzug gefährlich wird

von: Natascha Rüede
Radikalisierung bei Jugendlichen erkennen – bevor es zu spät ist

Radikalisierung geschieht oft leise – und manchmal mitten im Kinderzimmer. Unsere Weiterbildung am 22. Mai richtet sich an alle, die mit Jugendlichen arbeiten und frühzeitig Anzeichen erkennen möchten. Gemeinsam mit Serena Gut von der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention zeigen wir, wie Gespräche gelingen können – bevor sich junge Menschen in extremistische Welten verlieren.

„Wir dachten, wenn er sich in sein Kinderzimmer zurückzieht, ist er in Sicherheit.“

Ein Satz, der hängen bleibt – ausgesprochen von den Eltern eines 13-jährigen Jungen in der aktuellen Netflix-Miniserie *Adolescence*. Ihr Sohn hat ein gleichaltriges Mädchen aus seiner Schule getötet. Niemand hat die Veränderung bemerkt. Die Eltern nicht, die Schule nicht. Im Rückblick fragen sie sich: Wann ist es passiert? Und warum haben wir es nicht gesehen?

„Adolescence“ erzählt nicht nur eine fiktive Geschichte. Die Serie ist bedrückend nah an der Realität – einer Realität, in der Jugendliche sich in digitalen Räumen radikalisieren, ohne dass ihr Umfeld etwas davon mitbekommt. Was zunächst wie ein gewöhnlicher Rückzug ins Kinderzimmer wirkt, kann der Beginn einer gefährlichen Entwicklung sein.

Radikalisierung geschieht heute oft im Stillen. Und sie geschieht mitten unter uns. Der Podcast „Apropos“ des Tages-Anzeigers zur Serie „Adolescence“ zeigt auf, wie junge Menschen – häufig aus einem Gefühl der Ohnmacht, der Angst vor Zurückweisung oder aus der Suche nach Orientierung – in extremistische Ideologien abgleiten. Besonders junge Männer fühlen sich von frauenfeindlichen Online-Bewegungen wie der sogenannten „Manosphere“ angesprochen. Was sie dort finden, ist selten Halt – aber oft Hass.

Wir sind überzeugt: Der Umgang mit Radikalisierung darf nicht an die Schule oder das Elternhaus allein delegiert werden. Es braucht Menschen in der Jugendarbeit, die hinschauen, sensibel sind für Veränderungen – und bereit, Gespräche zu führen, auch wenn sie herausfordernd sind.

 

Deshalb laden wir herzlich ein zur Weiterbildung:

Radikalisierung und Extremismus bei Jugendlichen erkennen und darüber sprechen
22.
Mai 2025, 09.00 – 13.00 Uhr
Mit Serena Gut, Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention, Stadt Winterthur

Wie erkenne ich erste Anzeichen?
Was brauchen Jugendliche, um ins Gespräch zu kommen – bevor es zu spät ist?
Wie können wir in der Jugendarbeit zu einem Ort werden, an dem sich niemand im Stillen verliert?

Anhand konkreter Fallbeispiele zeigt die Weiterbildung auf, wie Radikalisierungsprozesse ablaufen – und wie wir als Fachpersonen reagieren können. Ein Vormittag für alle, die Jugendlichen nicht nur zuhören, sondern sie auch erreichen wollen.

Wir freuen uns, wenn du dabei bist. Und falls du nicht selbst in der Jugendarbeit tätig bist: Danke, wenn du diese Einladung an die passende Person in deinem Umfeld weiterleitest.

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Trends | 14. April 2025

✨ Wer bin ich? Identität und die grossen Fragen

von: Andrew Andes
Viele Jugendliche stellen sich die Frage: Wer bin ich... wirklich? Zwischen Social Media, Erwartungen und dem Wunsch, einfach „ich“ zu sein, braucht es Räume, die nicht einengen, sondern freilegen. Und Menschen, die sehen... ohne zu urteilen.

Neulich, bei einem Treff im Jugendraum, wurde viel gelacht. Die Jugendlichen redeten über Serien, Prüfungen, Ferienpläne. Alles schien leicht. 

Doch eine junge Frau blieb auffallend still. Sie lächelte, nickte… aber wirkte abwesend. 

Ein junger Mann scherzte lautstark, provozierte… fast schon zu sehr. 

Und dazwischen eine Aussage wie im Vorübergehen: 

„Ich glaub, ich mach eh nur, was die anderen erwarten…“ 

Nichts davon schreit nach Hilfe. Aber alles davon könnte sagen: 

„Ich spiele dauernd eine Rolle. Ich wüsste gerne, wer ich wirklich bin… ohne Likes, ohne Masken.“ 

Diese Sätze werden selten laut gesagt. 

Aber sie sind da… verborgen in Blicken, in Pausen, im Rückzug. 

Und oft begegnen wir ihnen mit schnellen Reaktionen: „Komm, sei doch einfach Du selbst!“ 

Doch was heisst das – selbst sein – wenn man sich selbst kaum kennt? 

Identität ist nicht etwas, das man „hat“. Es ist etwas, das lebt… sich wandelt, wächst, reibt, sucht. 

Und gerade in einer Zeit voller Stimmen, Bilder und Meinungen ist es schwer, die eigene Stimme zu hören. 

Für die Jugendpastoral heisst das: 

Nicht fertige Antworten geben. Sondern Räume öffnen. 

Nicht definieren. Sondern begleiten. 

  

Vielleicht ist Identität weniger ein Ziel… und mehr ein Weg. 

Ein Weg, auf dem Jugendliche gespiegelt, erinnert, bestärkt werden. 

 

Stärken statt Schwächen sehen 

Viele Jugendliche erleben sich im Schulalltag oder zu Hause vor allem im „Nicht-genug-Sein“. 

Was wäre, wenn wir den Blick wenden… auf das, was sie mitbringen? Auf das, was leuchtet? 

  

🏠 Räume der Echtheit schaffen 

Jugendarbeit lebt davon, dass Jugendliche echt sein dürfen… nicht angepasst. 

Das kann ein offener Abend sein, ein Retreat, ein Gesprächsraum… 

Hauptsache: echt. Und urteilsfrei. 

  

🔍 Spiritualität als Zusage 

Unser Glaube beginnt nicht mit Forderung, sondern mit Verheissung: 

„Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen… Du bist mein.“ (Jesaja 43,1) 

Das ist kein Etikett. Das ist ein inneres Erinnern. 

Gott begegnet dem, der fragt… nicht dem, der fertig ist. 

  

🌱 Identität als Beziehung verstehen 

Wir sind nicht nur, was wir fühlen oder denken. 

Wir werden… in Beziehung. 

Freundschaften, Glaube, echte Gespräche: Sie helfen, sich selbst zu sehen. 

  • Für Dich persönlich: 

Stell Dir heute einmal selbst die Frage: Wer bin ich… wenn niemand zusieht? 

Und vielleicht… teile sie mit jemandem, dem Du vertraust. 

  

  • Für Deine Pfarrei: 

Wie wäre ein Abend, der dieser Frage Raum gibt? 

Ein „Wer bin ich?“-Abend, mit Musik, Gespräch, Stille. 

Wir von der Jugendseelsorge Zürich unterstützen Dich gerne. 

Kompletten Artikel über ✨ Wer bin ich? Identität und die grossen Fragen lesen.
Trends | 11. April 2025

Sei kein Realist!  Zuversicht als die neue Hoffnung

von: Adrian Marbacher
„Bleib realistisch!“ – ein scheinbar kluger Ratschlag in unsicheren Zeiten. Doch genau hier setzt Ulrich Schnabel mit seinem Buch „Zuversicht – Die Kraft der inneren Haltung“ an. Er hinterfragt dabei die gängigen Haltungen von Realismus, Pessimismus und naivem Optimismus.

Realismus – notwendig, aber oft zu eng

Realismus hilft, die Welt nüchtern zu betrachten. Doch ohne Zukunftsperspektive kann er leicht in Zynismus oder Passivität kippen. Wer nur beschreibt, was ist, versäumt, was werden kann.

Optimismus – gut gemeint, aber oft blind

Optimismus wird gerne mit Stärke verwechselt. Doch wer nur das Positive sieht und die Realität ausblendet, ist bei Rückschlägen besonders verletzlich. Schnabel warnt vor einer Schönfärberei, die mehr verdrängt als ermutigt.

Pessimismus – analytisch, aber lähmend

Pessimisten sehen Risiken – und das ist manchmal notwendig. Doch wer sich dauerhaft auf das Negative fokussiert, verliert Energie und Gestaltungskraft. Pessimismus hemmt oft den ersten Schritt.

Zuversicht – die lernbare Haltung

Schnabel beschreibt Zuversicht als realitätsnahe Hoffnung: Sie anerkennt die Herausforderungen, bleibt aber offen für Möglichkeiten. Zuversicht ist keine Emotion, sondern eine Haltung – und sie ist trainierbar. Förderlich sind dabei:

– realistische Zielsetzung

– bewusste Rückschau auf Erfolge

– stabile, unterstützende Beziehungen

Ukraine-Krieg, Klimawandel und politische Verwerfungen machen die Frage nach der Zuversicht wichtiger denn je. Zuversicht stärkt Resilienz, eröffnet Handlungsräume und fördert auch soziale und berufliche Stabilität.

 Hoffnung – neu gedacht

Im Kern ist Zuversicht eine säkulare Variante christlicher Hoffnung. Sie setzt nicht auf Garantien, sondern auf Vertrauen: in Wandel, in Entwicklung, in das eigene Vermögen, das Leben zu gestalten – selbst unter Druck.

 Fazit

Ulrich Schnabel, Autor des Standardwerks „Die Vermessung des Glaubens“, hat bereits tief in die Frage geforscht, wie Wissenschaft und Religion mit Wundern und Glauben umgehen. In „Zuversicht“ knüpft er daran an – und fragt: Wie kommen wir durch Zeiten der Unsicherheit? Viele flüchten in Pessimismus, Zweckoptimismus oder resignierten Realismus. Doch Schnabel skizziert einen vierten Weg: Zuversicht. Sie bietet Halt – auch ohne religiösen Glauben. Denn sie öffnet den Blick für das Mögliche, wo vieles ins Wanken gerät.

Buchhinweis: Ulrich Schnabel: „Zuversicht – Die Kraft der inneren Haltung“, Pantheon Verlag

 

Kompletten Artikel über Sei kein Realist!  Zuversicht als die neue Hoffnung lesen.
Trends | 07. April 2025

Wer sind wir als Fachstelle Jugendseelsorge Zürich?

von: Andrew Andes
Wer steckt hinter der Jugendseelsorge Zürich? Wir beraten, begleiten und entwickeln mit euch neue Wege der Jugendarbeit: echt, menschlich, geistgetragen. Was uns bewegt und wie wir arbeiten, erzählen wir in diesem Beitrag.

Ich werde immer wieder gefragt, z. B. nach einer Veranstaltung: „Wer seid ihr eigentlich… also die Jugendseelsorge? Und was macht ihr genau?“

Gute Frage. Vielleicht hast Du Dir das auch schon gedacht… beim Scrollen durch unsere Webseite oder beim Lesen eines Blogtextes.

Hier kommt unsere Antwort. Nicht vollständig. Aber ehrlich.

Warum reden wir darüber? Weil Begleitung heute anders aussieht als vor zehn Jahren. Weil sich viele Pfarreien fragen: Wie erreichen wir Jugendliche? Und was brauchen sie wirklich? Weil Seelsorge nicht nur Trost ist, sondern auch Richtung.

Und weil es gut ist zu wissen, wer hinter einer Fachstelle steht… nicht nur als Institution, sondern als Menschen.

Was wir tun 🛠️

Wir beraten. Pfarreien, Teams, Einzelpersonen. Wenn es um Jugendpastoral geht, stehen wir mit Erfahrung, Ideen und Ohr bereit.

🧭 Wir begleiten. In Krisenmomenten. In Übergängen. In Fragen, die nicht einfach lösbar sind. Und auch dann, wenn es (noch) ruhig ist.

🌱 Wir entwickeln. Neue Wege der Jugendarbeit. Mit euch. Nicht als fertiges Konzept, sondern im Hinhören auf euren Kontext.

Was uns trägt 🔍

Wir glauben: Jugendliche brauchen keine perfekte Kirche. Aber sie brauchen Menschen, die echt sind. Und ansprechbar.

Jesus war oft da, wo Fragen grösser waren als Antworten. Wo jemand sagte: Ich sehe Dich. Das versuchen wir auch… und zwar jeden Tag neu.

Und Du?

  • Für Dich persönlich:

Wenn Du eine Frage hast, eine Idee oder das Gefühl, dass etwas Neues ansteht, melde Dich. Wir hören zu.

  • Für eure Pfarrei:

Wenn ihr eure Jugendarbeit vertiefen oder neu ausrichten wollt… wir gehen gern ein Stück mit euch.

Fachstelle Jugendseelsorge Zürich

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Bericht | 06. April 2025

Vortreffen zur Jugendreise nach Rom

von: Pfarrei Heilig-Kreuz Zürich
Rom, wir kommen!

Zur Vorbereitung der Jugendreise nach Rom haben wir uns zum Vortreffen in der Pfarrei Heilig Kreuz Zürich-Altstetten getroffen – mit 51 Teilnehmenden, guter Stimmung und ganz viel Vorfreude!

Im Video bekommst du einen kleinen Einblick – ein erster Schritt auf dem Weg zu einer unvergesslichen Reise. Jetzt reinschauen und mitfiebern!

Vom 22. bis 28. April 2025 reisen Pfarreien aus Zürich gemeinsam in die Ewige Stadt.

Kompletten Artikel über Vortreffen zur Jugendreise nach Rom lesen.
Bericht | 02. April 2025

Sorge für kirchliche Mitarbeitende – wo Seelsorge auch Seelsorgende braucht

von: Natascha Rüede
Das Seelsorgekapitel Zürich hat gezeigt: Es gibt viele Mitarbeitende, die motiviert sind und bereit sind, neue Wege zu gehen. Und es gibt einige, die an ihre Grenzen kommen.

In vielen Pfarreien engagieren sich Katechetinnen, Seelsorgende, Pfarrer und Jugendarbeitende mit grosser Motivation – trotz wachsender Herausforderungen. Und doch gibt es sie auch: die Zeichen von Überlastung, von innerem Rückzug, von Teams, die sich schwertun, miteinander leistungsfähig und harmonisch unterwegs zu sein.

Am diesjährigen Treffen aller Seelsorgenden im Kanton Zürich wurde das sehr deutlich. Mitarbeitende des Generalvikariats zeigten: Es gibt die Bereitschaft zur Weiterbildung und die Offenheit für neue Aufgaben – besonders bei Katechetinnen. Aber es wurde auch sichtbar, dass die Belastung in vielen Teams hoch ist. Dass sich Erschöpfung zeigt. Und dass wir uns zunehmend der Frage stellen müssen: „Wer trägt Sorge für die, die sorgen?“

Dabei geht es nicht nur um einzelne Überforderte. Sondern auch um das, womit Kirche als Ganzes konfrontiert ist: ein sich wandelndes Umfeld. Kirchenaustritte, gesellschaftliche Säkularisierung, sinkende Studienzahlen in Theologie und Religionspädagogik, schwindendes Interesse der Zielgruppen in Schule sowie Jugend- und Familienarbeit. Dazu kommt die kirchliche Vertrauenskrise – ausgelöst durch Fragen zu Machtmissbrauch, Hierarchie, Zölibat und Gleichstellung.

Wer in diesem Umfeld arbeitet, braucht nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch Halt – und Räume zur Klärung.

Manche fragen sich: Wo bleibe ich in all dem? Was darf ich mir zumuten – und was nicht mehr?

Es braucht eine Kultur, in der das Nachfragen erlaubt ist. In der es normal wird, sich Unterstützung zu holen. In der nicht nur das Geben zählt, sondern auch das Empfangen.

 

Im Bistum St. Gallen wurde für diese Fragen ein Konzept zur «Seelsorge für Seelsorgende» entwickelt. Auch im Kanton Zürich wird dieser Gedanke aufgenommen. Das Generalvikariat hat das Thema bewusst gesetzt – und viele dual Verantwortliche tragen es mit.

Was jetzt gefragt ist, sind keine grossen Lösungen. Sondern kleine, konkrete Schritte:
– Räume der Ermutigung.
– Haltungen, die entlasten.
– Ein Klima, das ehrlich ist – ohne zu überfordern.

Denn: Seelsorge ist Beziehungsarbeit. Und Beziehung lebt von Gegenseitigkeit.
Nicht immer stark – aber echt.
Nicht perfekt – aber getragen.
Nicht allein – sondern miteinander.

Gerne unterstützen wir als Jugendseelsorge Zürich das Anliegen des Generalvikariats, die kirchlichen Mitarbeitenden im Sinne von «Seelsorge für Seelsorgende» mit allen dual Verantwortlichen gemeinsam zu stärken.
Wir bleiben im Gespräch mit den Jugendarbeitenden und -Seelsorgenden der Pfarreien – und suchen gemeinsam Wege, wie Sorge füreinander wieder gelingen kann. Wer den Austausch sucht, darf sich gerne bei uns melden.

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Trends | 31. März 2025

Wo finden Jugendliche heute Hoffnung? ✨

von: Andrew Andes
Wo finden Jugendliche heute Hoffnung? ✨ Viele fragen nicht laut, aber sie suchen. Gerade jetzt. Was ihnen wirklich hilft, ist oft kleiner als wir denken: Echtes Zuhören. Räume ohne Druck. Und ein Glaube, der mitgeht statt belehrt.

 

Der Frühling hat begonnen.
Noch spürt man nicht überall Wärme…
aber etwas hat sich verändert.
Etwas ist in Bewegung gekommen.
So leise es auch ist – wir spüren: Die Richtung stimmt.

Vielleicht ist Hoffnung genau das:
Nicht der grosse Durchbruch, sondern das feine Aufatmen.
Ein Lichtschimmer. Ein neuer Anfang.

Und vielleicht geht es Jugendlichen ganz ähnlich.
Viele fragen nicht laut.
Aber in ihnen klingt oft leise:
„Wozu das alles?“

Gerade jetzt, wo vieles unsicher ist,
wo Konflikte, Krisen und Fragen drängen,
brauchen Jugendliche keine schnellen Antworten,
sondern echte Begegnung.

Als Jugendseelsorge begleiten wir Pfarreien und junge Menschen genau da,
wo Hoffnung nicht verkündet, sondern wahrgenommen wird.
Wo sie wachsen darf.
Wie der Frühling – nicht laut, aber lebendig.

Hoffnung beginnt im Kleinen
Ein echtes Gespräch.
Ein Moment, in dem jemand wirklich zuhört.
Nicht urteilt. Nicht korrigiert. Einfach da ist.

🛠️ Als Pfarrei Hoffnung sichtbar machen
Räume schaffen, wo Fragen erlaubt sind.
Wo Zweifel sein darf.
Wo es kein „Du musst“ gibt, sondern ein „Du darfst sein.“

🔍 Glaube als Quelle
Glaube ist keine fertige Lösung.
Aber er ist ein Raum, der trägt.
Ein Versprechen, dass niemand allein gehen muss.
Jesus war oft da, wo Menschen nicht weiterwussten.
Und er blieb.

  • Für dich persönlich:

Frag diese Woche einen Jugendlichen:
„Was gibt dir Hoffnung?“
Und hör zu – ganz ohne Erwartung.

  • Für eure Pfarrei:

Wo lebt Hoffnung bei euch?
In einem Projekt? In einem stillen Moment?
Wie könnt ihr sie stärken?

Wir sind als Jugendseelsorge Zürich gerne für euch da, um diesen Hoffnungsweg gemeinsam zu gehen.

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Bericht | 03. März 2025

Neu: Starter Kit für JugendarbeiterInnen im Kanton Zürich

von: Mario Stanković
Ein praktisches Komplettpaket für alle, die in der kirchlichen Jugendarbeit starten:

Die Jugendseelsorge freut sich, das neue „Starter Kit für Jugendarbeiter*innen“ vorzustellen – eine sorgfältig zusammengestellte Sammlung wichtiger Ressourcen, die Jugendarbeiter*innen einen optimalen Start in ihre wertvolle Tätigkeit ermöglicht.

Was bietet das Starter Kit?

Das Starter Kit enthält eine umfassende Auswahl an Publikationen, Hilfsmitteln und Informationsmaterialien, die speziell für die Anforderungen der kirchlichen Jugendarbeit zusammengestellt wurden:

  • Klarsicht – Praxisorientierte Publikationen der Fachstelle Jugend mit konkreten Methoden und Anregungen
  • OKJ – Grundlagendokument für die Offene Kirchliche Jugendarbeit
  • Alles was Recht ist – Ein übersichtlicher Rechtsratgeber für die Jugendarbeit
  • Geistvoll von Priska Filliger Koller – Spirituelle Impulse und Anregungen für die Arbeit mit Jugendlichen
  • Anstellungsbroschüre – Wichtige Informationen rund um Anstellung und Arbeitsbedingungen bei der Katholischen Kirche im Kanton Zürich
  • Publikationsverzeichnis – Übersicht über verfügbare Materialien und Arbeitshilfen
  • Leitfaden zu Konflikten, Mobbing und sexuellen Übergriffen – Wichtige Hilfestellungen für herausfordernde Situationen
  • „Das ganze katholische Leben“ – Grundlegendes Nachschlagewerk
  • Informationen zum Juseso-Verein – Vernetzungsmöglichkeiten für deutschsprachige Jugendseelsorger:innen

Ein durchdachtes Konzept für die Praxis

Das Starter Kit ist mehr als nur eine Materialsammlung – es ist ein durchdachtes Werkzeug, das Orientierung bietet und den Einstieg in die kirchliche Jugendarbeit erleichtert. Fachkenntnisse, rechtliche Grundlagen, spirituelle Impulse und praktische Tipps sind in dieser Box vereint.

Die ansprechend gestaltete Box lädt zum Entdecken ein und bietet einen strukturierten Überblick über alle wichtigen Aspekte der Jugendarbeit. Sie dient als wertvolle Ressource für Berufseinsteiger*innen ebenso wie für erfahrene kirchliche Jugendarbeiter*innen, die ihr Wissen auffrischen möchten.

Verfügbarkeit und Bestellung

Das neue Starter Kit kann ab sofort über die Fach- und Dienststelle bezogen werden. Bei Fragen zur Bestellung oder zum Inhalt des Kits stehen Ihnen Anja Beroud gerne zur Verfügung.

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Spiritualität | 26. Februar 2025

Wie wird in Zürich gefastet? - 40 Tage ohne

von: Mario Stankovic
Wir haben in Zürich Menschen nach ihren Fastenerfahrungen befragt. Die Antworten waren so vielfältig wie die Stadt selbst.
Mit unserer Initiative «40 Tage ohne» laden wir dich ein, an dieser jahrhundertealten Tradition teilzunehmen und dich auf Ostern vorzubereiten. Die zentrale Frage dabei: Brauche ich, was ich habe? Und habe ich, was ich brauche?

Du bist zwischen 16 und 35 Jahren und bereit für ein persönliches Experiment? Wie wäre es mit 40 Tagen ohne Kaffee, Social Media oder Schokolade?

Wähle deine persönliche Herausforderung und melde dich jetzt an!
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Gastbericht | 13. Februar 2025

Mini-Tag Dekanat Stadt Zürich 2025

von: Michael Nestler
Gemeinschaft, Spiel & Glauben

Am Samstag, 25. Januar 2025, fand die dritte Auflage des Mini-Tags des Dekanats Stadt Zürich statt. 70 Ministrantinnen und Ministranten aus acht verschiedenen Stadtpfarreien sowie einer Gastpfarrei aus Schaffhausen kamen in der Pfarrei Herz Jesu Wiedikon zusammen, um einen Nachmittag voller Spiel, Spass und Glauben zu erleben.

Jugendliche gestalten das Programm

Das Programm wurde von Jugendlichen für Jugendliche gestaltet und bot eine gelungene Mischung aus spirituellen und spielerischen Elementen. Nach einem Gottesdienst mit einer mitreissenden Jugendband «Ein Herz, ein Ton»  konnten sich die Minis in der Mini-Challenge beweisen. In durchmischten Gruppen traten sie in verschiedenen Spielen gegeneinander an und stärkten dabei ihren Teamgeist.

Kreativität wurde belohnt

Ein besonderes Highlight war der Kreativpreis. Im Vorfeld des Mini-Tags wurden die Pfarreien dazu aufgerufen, gemeinsam mit ihrer Minischar ein eigenes Kleidungsstück zu entwerfen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Von individuell gestalteten T-Shirts über Caps bis hin zu einer beeindruckenden Flagge war alles dabei. Als Belohnung für ihren Einsatz erhielten alle teilnehmenden Pfarreien einen Gutschein für ein gemeinsames Bowling-Erlebnis – eine verdiente Anerkennung für ihre Kreativität sowie ein weiterer kleiner Anreiz für eine engere Zusammenarbeit der teilnehmenden Pfarreien.

 

Stärkung und Film-Abend

Natürlich durfte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Schnitzel mit Pommes war die perfekte Stärkung, bevor der Mini-Tag mit einem spannenden Film-Abend einen gemütlichen Ausklang fand.

 

Save the Date!

Der städtische Mini-Tag wird auch in die vierte Runde gehen! Am Samstag, 24. Januar 2026, treffen wir uns erneut in der Pfarrei Herz Jesu Wiedikon. Wir freuen uns besonders über die Teilnahme weiterer Stadtpfarreien – sei dabei und erlebe einen unvergesslichen Tag mit deiner Minischar!

Weitere Bilder sind zu finden auf dem Instagramkanal der Pfarrei Herz Jesu Wiedikon (@herz_jesu_youth) oder des AKJ Zürich-Stadt (@akjzuerichstadt).

 

Kontakt:

Michael Nestler
Jugendarbeiter – Herz Jesu Wiedikon
michael.nestler@zh.kath.ch

Marco Martina
Leiter AKJ Zürich-Stadt
Kontakt

 

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Bericht | 07. Februar 2025

Angebote für die Firmpastoral 2025

von: Mario Stanković
Die Jugendseelsorge hat ihr Programm für die Firmpastoral 2025 veröffentlicht. Mit einer Vielzahl an Veranstaltungen, Workshops und Vernetzungsmöglichkeiten bieten sie Unterstützung für alle, die in der Firmvorbereitung tätig sind.

>>Infoflyer zum Herunterladen<<

Fortbildungen für Firmverantwortliche

Das neue Jahr bringt spannende Reflexionsmöglichkeiten für Firmverantwortliche. Am 6. Juni 2025 findet der kantonale Fachaustausch zum Thema „Wie kann Firmung als Teil der synodalen Pastoral neu gedacht werden?“ statt. Dieser Austausch ermöglicht es, die Firmung im Kontext einer synodalen Kirche zu betrachten und neue Perspektiven zu gewinnen.

Weiterhin gibt es am 28. August 2025 einen Workshop, der sich mit der Frage beschäftigt: „Was gehört alles zu einem Firmpensum?“ Hier können Firmverantwortliche ihren Ansatz reflektieren und von den Erfahrungen anderer profitieren.

Besonders interessant erscheint auch der Workshop „Berufungscoaching als Inspiration“, der am 26. November 2025 stattfindet. Hier werden neue Chancen für den Firmweg erschlossen, die den Jugendlichen helfen können, ihre eigene Berufung zu entdecken.

Für neue Firmbegleiter*innen

Neu im Firmbegleitungsteam? Kein Problem! Am 25. Oktober 2025 findet ein ganztägiger Einführungstag speziell für neue Firmbegleiter*innen statt. Von 10:00 bis 16:30 Uhr werden die Grundlagen der Firmbegleitung vermittelt.

Regionale Firmmeetings für Jugendliche

Die Firmandinnen und Firmanden haben die Möglichkeit, an regionalen Firmmeetings teilzunehmen. Diese Treffen bieten einen Raum, um sich mit sinngebenden Themen und Fragen zu Gott, Kirche und sich selbst auseinanderzusetzen – und das auf ihre eigene Art und Weise. Die Termine für 2025 sind:

  • Albis: 8. März 2025, 16:00 – 20:00 Uhr
  • Winterthur: 14. Juni 2025, 17:00 – 21:00 Uhr

Diese Angebote ergänzen den Firmweg der Pfarreien und bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, über ihren eigenen Glaubensweg nachzudenken.

Vernetzung und Austausch

Eine besondere Initiative ist das Vernetzungstreffen für Firmbegleiter*innen aus dem Kanton Zürich. Ehemalige Firmbegleiter*innen haben dieses neue Angebot geschaffen, um allen Engagierten im Kanton eine Plattform zum gegenseitigen Austausch zu bieten. Für weitere Informationen kann man sich an Anja Beroud wenden.

Massgeschneiderte Holkurse

„Wir kommen zu euch!“ – Mit diesem Motto bietet die Jugendseelsorge Zürich massgeschneiderte Holkurse für die Firmpastoral an. Diese Kurse können die gemeinsame Erarbeitung von Inhalten und die Organisation des regionalen Firmangebots umfassen, ganz auf die spezifischen Bedürfnisse der Pfarreien abgestimmt.

Das Angebot umfasst:

  • Grundlagen- oder Weiterbildungskurse für Firmbegleiter*innen (halbtägig, ganztägig oder ein Wochenende)
  • Regionale Firmmeetings oder Firmreisen für Firmand*innen in Zusammenarbeit mit ehemaligen Firmbegleiter*innen

Kontakt und weitere Informationen

Alle Veranstaltungen finden in der Jugendseelsorge Zürich, Birmensdorferstrasse 50, 8004 Zürich statt. Für weitere Informationen zu den Holkursen und anderen Angeboten stehen  Marco Martina und Mario Stanković zur Verfügung.

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Bericht | 13. Januar 2025

40 Tage ohne

von: Adrian Marbacher
brauche ich, was ich habe? habe ich, was ich brauche?

Du bist zwischen 16 und 35 Jahren
und bereit für ein Experiment?
Wie wär’s mit 40 tagen (Aschermittwoch bis Ostern)
ohne Kaffee, Social Media oder Süssigkeiten?

Du erhältst viermal Post von uns mit Gedanken zum
Verzicht und hast die Möglichkeit von Erfahrungen
anderer zu lesen.

 

Kompletten Artikel über 40 Tage ohne lesen.
Bericht | 16. Dezember 2024

Eine besondere Reise des Friedens

von: Mario Stankovic
Von der Friedenslichtmission nach Wien bis zum Friedenslichtkind am Bürkliplatz.

Was als Begegnung zwischen fremden Jugendlichen aus fünf Schweizer Stützpunkten begann, entwickelte sich zu einer unvergesslichen Friedenslichtmission nach Wien. Die 18 jungen Menschen aus Basel, Fribourg, Locarno, Luzern und Zürich starteten ihre Reise mit einem unerwarteten Zwischenfall – einem Diebstahl im Nachtzug. Doch die anfängliche Bestürzung wurde schnell vergessen. Spätestens als die Gruppe in einem traditionellen Wiener Kaffeehaus bei einem leckeren Kaiserschmarren neue Kraft schöpfte.

 

In Wien erlebten die Jugendlichen bewegende Momente bei der feierlichen Übergabe des Friedenslichts. Dieses eine kleine Licht, das von Mensch zu Mensch weitergegeben wird, ist ein Symbol einer fast weltweiten Friedensbewegung. Diese gemeinsame Mission vereinte die Gruppe. Mit diesem Licht im Gepäck kehrten sie überglücklich in die Schweiz zurück.

 

Der Höhepunkt ereignete sich am dritten Adventssonntag am Bürkliplatz in Zürich. Besonders bewegend war der Auftritt von Nina, deren Geschichte von aussergewöhnlichem Mut zeugt. Obwohl Ärzte bei ihrer Geburt aufgrund einer seltenen Erbkrankheit prognostiziert hatten, sie würde sich nie selbstständig bewegen können, übernahm sie gemeinsam mit Dylan die ehrenvolle Aufgabe, das Friedenslicht zu überbringen. Hunderte Menschen versammelten sich am Bürkliplatz, um Teil dieser besonderen Zeremonie zu sein und das Licht des Friedens zu empfangen.

 

Das Team der Jugendseelsorge Zürich hatte den Platz sorgfältig vorbereitet. Als Nina und Dylan die Friedenslichtskulptur entzündeten, erstrahlte der gesamte Bürkliplatz in warmem Licht. Es war ein bewegender Moment, der die Herzen aller Anwesenden berührte. Diese Reise zeigte einmal mehr, dass das Leben tatsächlich die erstaunlichsten Geschichten schreibt und dass ein kleines Licht ausreichen kann, um Menschen zusammenzubringen und Hoffnung zu verbreiten.

Wir wünschen allen gesegnete Weihnachten und ein lichtvolles neues Jahr!

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Bericht | 11. Dezember 2024

Das Friedenslichtkind 2024!

von: Adrian Marbacher
Das Friedenslichtkind 2024! Es ist entschieden: Dylan Izquierdo Garcia aus Rümlang wird uns dieses besondere Licht überbringen! Herzliche Gratulation, Dylan! Wir freuen uns riesig darauf, das Friedenslicht aus Bethlehem von dir empfangen zu dürfen. Ein strahlender Moment für uns alle!

(Bild: das Siegerbild vom Wettbewerb gemalt von  Dylan)

(Bild: Dylan an seinem Geburtstag)

Kompletten Artikel über Das Friedenslichtkind 2024! lesen.
Spiritualität | 29. November 2024

Von Hand zu Hand - Das Friedenslicht

von: Adrian Marbacher
Das Friedenslicht ist ein wunderschönes Symbol des Friedens, und wir möchten diese Botschaft mit noch mehr Menschen teilen.

Dafür werden am Bürkliplatz Plakate mit QR-Codes zu Videoclips aufgestellt. Hilf auch du mit, diese besondere Tradition weiterzutragen – teile einen unserer neuen Videoclips und lade andere ein, das Friedenslicht zu entdecken.

Link zu allen Videoclips –>

Link zu den Plakaten (PDF) –>

 

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Bericht | 23. November 2024

Startschuss für das "Netzwerk Jugend":

von: Mario Stankovic
Ein historischer Moment für die Deutschschweizer Jugendpastoral

Am 22. November versammelten sich in der Paulusakademie Zürich zahlreiche Akteurinnen und Akteure der kirchlichen Jugendarbeit für die Deutschschweizer Jugendpastoral. Der Verein Deutschschweizer Jugendseelsorger*innen hatte zum ersten Treffen des neu initiierten „Netzwerk Jugend“ eingeladen.

Ein gemeinsamer Weg in der Vielfalt der kirchlichen Jugendarbeit

Gemeinsam wurden Überlegungen angestellt, wie eine strukturelle und inhaltliche Zusammenarbeit gestaltet werden kann. Dabei zeigte sich die Herausforderung eines Ungleichgewichts der vorhandenen Ressourcen zwischen Ehrenamtlichen und angestellten Kirchenmitarbeitenden. An den World-Café-Tischen wurde unter anderem diskutiert, wie die hauptamtlichen Stellen die Freiwilligen besser unterstützen können. Wiederholt wurde der Wunsch geäussert, gegenseitige Vorurteile abzubauen, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu fördern.

Die grosse Vielfalt der Anwesenden machte deutlich, dass es keine leichte Aufgabe ist, einen gemeinsamen Nenner als Grundlage zu finden (Einheit in Vielfalt). Doch der gute Wille und das Engagement jedes Einzelnen waren deutlich spürbar.


Der Anfang einer gemeinsamen Reise

Dieses Treffen war der erste Schritt auf einem gemeinsamen Weg, und wir bleiben offen für die Richtung, in die sich unsere Reise entwickeln wird. Wenn wir mit Wohlwollen aufeinander zugehen, können wir gemeinsam Grosses bewegen. Dieser Geist der Offenheit und Kooperation soll die Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit bilden.

Ein Aufruf an die Abwesenden

Obwohl viele den Weg nach Zürich auf sich genommen haben, konnten zahlreiche engagierte Personen an diesem Treffen nicht teilnehmen. Es ist uns ein grosses Anliegen, dass jene, die nicht dabei sein konnten oder bislang nichts davon wussten, in diesen Prozess eingebunden werden. An sie richtet sich ein besonderer Appell: Bitte nehmt Kontakt mit einer der unten aufgeführten Gruppen oder dem Juseso-Verein auf. Die Türen des Netzwerks stehen allen offen, die sich für die kirchliche Jugendarbeit einsetzen möchten.


Dank an die Unterstützer

Ein besonderer Dank gilt Sabine Stalder von der RKZ und Hanspeter Wasmer von der DOK. Ihre Anwesenheit ist entscheidend für die erfolgreiche Einbindung in die Kirchenstrukturen. Ebenso danken wir dem Organisationsentwickler Philipp Huber, der den Juseso-Verein bei den Vorbereitungen unterstützt hat.

 

Dabei waren – Für die Jugendverbände: Verband Katholische Pfadi; Jungwacht Blauring Schweiz; Netzwerk der verbandlichen katholischen Kinder- und Jugendarbeit aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol (DACHS); Deutschschweizerischen Arbeitsgruppe für Ministrant*innenpastoral. Für die Bewegungen: Adoray Schweiz; ARGE Weltjugendtag; Junge Erneuerung Schweiz; Schönstatt Jungs Schweiz. Für die Orden: Gemeinschaft der Seligpreisungen Zug. Für die Missionen: Missione Cattolica di Lingua Italiana; Missão Católica de Língua Portuguesa; Misión Católica de Lengua Española. Für die Fachstellen: Animationsstelle kirchliche Jugendarbeit Raum Rorschach; Deutschschweizer Fachstelle für offene kirchliche Jugendarbeit; Fachstelle Jugend und junge Erwachsene der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau; Fachstelle Jugend der Römisch-Katholischen Synode des Kantons Solothurn; Fachstelle kirchliche Jugendarbeit vom Katholischen Konfessionsteil des Kantons St. Gallen; Fachstelle Jugend der Katholischen Kirche im Thurgau; Voyage Partage; Jugendseelsorge der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Für die Bildung: Religionspädagogisches Institut der Universität Luzern. Für die DOK: Bischofsvikar Hanspeter Wasmer. Für die RKZ: Stellvertretende Generalsekretärin Sabine Stalder.

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Best Practice | 26. Oktober 2024

Was, wenn es einfach ist?

von: Mario Stankovic
Am 26. Oktober fand eine weitere Veranstaltung der Reihe "Kirche konkret!" statt. Diesmal mit Tobias Sauer, einem Experten für Glaubenskommunikation und Mitgründer von ruach.jetzt.

Tobias teilt seine Erfahrungen mit uns:
„Wenn ich mit Menschen über Innovation, neue Projekte und die unumgängliche Notwendigkeit von Veränderungen spreche, höre ich meist zwei typische Reaktionen:

  1. „Das ist doch nichts Innovatives, das haben wir schon mal gemacht.“
  2. „Das ist ja alles schön und gut, aber wer soll es denn machen? Ich habe dafür keine Zeit / Ressourcen.“

In diesen beiden Fragen steckt ein grundlegendes Problem, wenn es um Innovation geht:

weiterlesen –>

 

Alle hilfreichen Tipps und Tricks, die Tobias während der Veranstaltung mit uns geteilt hat, findest du in seinem ausführlichen digitalen Handout. Ein Blick hinein lohnt sich auf jeden Fall!

Handout ruach.jetzt –>

 

Hast du eine innovative Mitarbeiterin, eine engagierte Gruppe Ehrenamtlicher oder Jugendliche, die etwas bewegen wollen? Dann ist die KICKBOX genau das Richtige für euch. Wir vergeben an drei Pfarreien eine rote KICKBOX im Wert von CHF 1.500.–.

Ihr erhaltet damit:

  • Professionelle und persönliche Begleitung
  • 1000.- für die Evaluation der Idee
  • Einfache und schön gestaltete Anleitungen
  • Digitale Platform für das Projekt

Mehr Infos dazu erhältst du bei Mario Stankovic.

 

Kompletten Artikel über Was, wenn es einfach ist? lesen.
Bericht | 06. Oktober 2024

Ein Gebet für den Frieden

Hier findest du ein Gebet, das du für den Frieden beten kannst, speziell auch in Zusammenhang mit dem Friedenslicht:

Licht der Hoffnung

Mit offenen Herzen empfangen wir dich und bitten um Frieden für alle Menschen in dieser Welt.

Möge dein sanftes Leuchten die Dunkelheit der Konflikte in unseren Herzen und auf dieser Erde durchbrechen.

In der Stille des Gebets bitten wir speziell für diejenigen, die unter dem Schatten des Krieges leiden.

Als Zeichen der Hoffnung möge das Friedenslicht neue Samen der Versöhnung pflanzen.

Wir bitten um Weisheit für die Führer aller Nationen und Gemeinschaften, damit sie immer wieder neu den Weg des Dialogs und der Verständigung wählen.

Möge das Friedenslicht von Bethlehem unsere Herzen erleuchten. Es soll uns dazu inspirieren, Brücken der Liebe und des Verständnisses zu bauen.

In diesem Gebet möchten wir gemeinsam zu einer Stimme des Friedens werden. Stärke unseren Glauben und unseren Mut, um für eine Welt des friedlichen Miteinanders einzustehen.

Amen.

Kompletten Artikel über Ein Gebet für den Frieden lesen.
Bericht | 02. Oktober 2024

Sei Teil der Friedensbewegung!

von: Adrian Marbacher
Setze ein Zeichen und und bringe das Licht des Friedens in die dunklen Orte der Welt - Friedenslicht 2024.

Das Friedenslicht – Den Frieden empfangen und weitergeben.

Kann man als einzelne Personen in dieser Zeit der Unruhe und Kriege einen Beitrag für den Frieden setzen? Seit mehr als 30 Jahren versuchen wir das in der Schweiz mit dem Friedenslicht von Bethlehem. Das Friedenslicht hat eine bewegende Geschichte, die weit über die jährlichen Verteilung am Bürkliplatz hinausreicht. Was einst als kleine Idee begann, hat sich mittlerweile zu einer globalen Friedensbewegung entwickelt. 1986 wurde die Initiative vom ORF (Österreichischer Rundfunk) ins Leben gerufen. Seither wird in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem jedes Jahr ein Licht entzündet, das symbolisch für die universelle Botschaft von Frieden und Hoffnung steht.

(Bild: Der Empfang des Friedenslichtes in der Geburtsgrotte in Bethlehem.)

Dieses Licht macht einen weiten Weg – es wird per Flugzeug nach Wien gebracht, von wo aus es in vielen europäischen Ländern und darüber hinaus verbreitet wird. In der Schweiz sind es 5 Hauptstützpunkte, von denen aus das Licht in alle Ecken des Landes getragen wird. Dieser Prozess ist von einer tiefen Symbolik durchdrungen: Das Licht reist, um die Dunkelheit der Welt zu erleuchten, und jeder, der es empfängt, wird zum Träger dieses Friedens.

Für mich ist dieser Moment, das Friedenslicht in Empfang zu nehmen, jedes Mal etwas ganz Besonderes. Vor 2 Jahren durfte ich selber dabei sein und das Licht persönlich in der Geburtsgrotte in Bethlehem empfangen – ein tief bewegendes Erlebnis. Als ich das Licht in Bethlehem überreicht bekam, spürte ich eine enorme Verantwortung. Ich hatte den Frieden empfangen und wusste, dass ich die Aufgabe habe, ihn weiterzugeben.

Jedes Jahr kommt das Friedenslicht in die Schweiz. Besonders bewegt mich der Moment, wenn wir das Licht in Zürich am Bürkliplatz empfangen. Dort stehen Menschen aus verschiedenen Orten und Konfessionen in stiller Erwartung, um gemeinsam das Licht des Friedens weiterzutragen. Dieses Ritual erinnert daran, dass Frieden möglich ist – wenn wir ihn nicht nur empfangen, sondern auch bereit sind, ihn weiterzugeben.

(Bild: Das Friedenslichtkind bringt das Friedenslicht auf dem Schiff zum Bürkliplatz)

Während meiner Reise nach Israel wurde mir noch klarer, wie dringend diese Botschaft des Friedens heute ist. Gerade dort, wo wieder Krieg herrscht, der so viel Leid verursacht, hat das Friedenslicht eine besondere Kraft. Gerade wenn die Dunkelheit am grössten ist, kommt das Licht in die Welt. Es ist mehr als nur ein Symbol – es ist eine Einladung an jeden von uns, aktiv am Frieden in der Welt mitzuwirken. Gerade heute wieder sehr aktuell.

Die Verantwortung, Frieden weiterzugeben, liegt in unseren Händen. In der Jugendseelsorge gehen wir auch an zahlreiche Orte, wie das Asylzentrum oder Obdachlosen-Cafe, um das Licht mit den Menschen zu teilen. Wenn ich sehe, wie das Friedenslicht von Hand zu Hand wandert und in den Augen von Kindern und Jugendlichen ein Leuchten entfacht, weiss ich, dass die Botschaft weiterlebt. Diese jungen Menschen tragen den Frieden weiter, und ich bin nur ein Teil einer grösseren Bewegung.

Das Friedenslicht ist eine Erinnerung daran, dass jeder von uns etwas zum Frieden beitragen kann. Wenn ich das Licht in den Händen halte, fühle ich nicht nur den Frieden, sondern auch die Verpflichtung, diesen Frieden weiterzugeben. Es ist eine leise, aber kraftvolle Botschaft: Frieden beginnt in uns selbst und wird durch uns in die Welt getragen.

Jedes Mal, wenn ich das Friedenslicht teile, fühle ich auch ein Stück Frieden in mir selbst. Die Aufgabe, Frieden weiterzugeben, ist nicht nur eine Pflicht, sondern ein Geschenk – ein Geschenk, das ich jedes Jahr aufs Neue annehme und mit anderen teile.

(Bild: Die Friedenslichtskulptur auf dem Bürkliplatz.)

Ab Anfang November laden wir euch herzlich zur Teilnahme an unserer Doppellektion zum Friedenslicht ein, besonders geeignet für Kinder der 4. bis 6. Klassen sowie als Inspiration für ältere Schüler und Gemeindeveranstaltungen. Die Lektion behandelt die Bedeutung von Frieden, Licht und die Geschichte des Friedenslichts am Bürkliplatz. Kinder werden ermutigt, ihre Gedanken zum Frieden festzuhalten und können sich als „Friedenslichtkind“ bewerben.

Interessiert? Kontaktiert uns für weitere Informationen und teilt eure Erfahrungen mit uns!

(Video: die Reise des Friedenslichtes von Linz zum Bürkliplatz.)

Alle Angebote der Jugendseelsorge zum Friedenslicht in Zürich 2024:

  • Empfang des Friedenslichts: Sonntag, 15. Dezember 2024, am Bürkliplatz Zürich. Feierliche Zeremonie mit Glühwein, Marroni und Übergabe des Lichts ab 17 Uhr.
    Weitere Infos

 

  • Friedenslichtreise nach Wien: 12. – 14. Dezember 2024. Reise zur Abholung des Friedenslichts direkt aus Wien.
    Zur Anmeldung

 

  • Mitmachaktion „Friedenslichtkind“: Bist du das Friedenslicht 2024? Als Friedenslichtkind kannst du das Friedenslicht per Schiff zur Zeremonie bringen.
    Mehr erfahren

 

  • Verteilung des Friedenslichts: Ab 17.  Dezember 2024 in Pfarreien, Schulen und sozialen Einrichtungen in Zürich.
    Details hier
Kompletten Artikel über Sei Teil der Friedensbewegung! lesen.
Bericht | 01. Oktober 2024

Erlebe den Glauben durch junge Augen

von: Mario Stankovic
"Griechischer Wein ist so wie das Blut der Erde..." singt es aus dem Oyak!

Der Taizé Aftermovie ist da! Erlebe Taizé druch die Augen von jungen Erwachsenen. Die Videoeindrücke eignen sich wunderbar, um mehr Menschen vom Taizézauber zu begeistern.

Suchst du nach einem Ort, wo Glaubenserfahrungen für junge Menschen lebendig werden? Taizé enttäuscht nie. Lass dich von den bewegenden Videoeindrücken inspirieren und entdecke, warum Taizé für so viele Menschen ein Ort der spirituellen Erneuerung ist.

Das junge Team von KREATE hat wieder bewiesen, was sie draufhaben.
Viel Spass mit dem 7-minütigen Taizé-Film von diesem Jahr.

Wir gehen nächstes Jahr wieder über Auffahrt nach Taizé.
Alle Infos dazu findest du >>> hier <<<.

Kompletten Artikel über Erlebe den Glauben durch junge Augen lesen.
Gastbericht | 11. September 2024

Was niemals stirbt.

Herzliche Einladung zur Ausstellung auf dem Campus Irchel der Uni Zürich vom 13. bis 20. September 2024

Was macht ein japanisches Ehepaar des vergangenen Jahrhunderts in aller Welt interessant? Warum Jahrzehnte später und tausende Kilometer entfernt eine Ausstellung über sie?
Es ist die Hoffnung und Botschaft des Friedens, die ihre Lebenshaltungen ausstrahlen.

In Kooperation mit dem Verein „Knotenpunk – Begegnung verbindet e.V.“ zeigen wir die Kurzversion der Ausstellung „Was niemals stirbt – das Leben von Takashi und Midori Nagai“ in bilingualer Form (Deutsch und Englisch).

>>>LINK<<<

Kompletten Artikel über Was niemals stirbt. lesen.
Gastbericht | 12. August 2024

Mission und Bildung:

von: Michael Nestler
Begegnungen auf den Philippinen mit den Herz-Jesu-Missionaren

Meine Reise zu den Herz-Jesu-Missionaren (MSC) führte mich nach San Luis, Mindanao auf den Philippinen, wo ich fast vier Wochen lang Father Jommy in seinen Tätigkeiten begleiten durfte. Als Pfarrer und Missionar betreut er nicht nur eine Pfarrei mit rund 30 Kapellen, sondern auch eine Schule für indigene Kinder, die Lumad Community High School. Diese Schule, eigens für die indigene Bevölkerung der Region (Lumad) gegründet, ermöglicht den Kindern nicht nur einen staatlich anerkannten Abschluss, sondern auch die Bewahrung ihrer Traditionen – und insbesondere regelmässige, nahrhafte Mahlzeiten sowie Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Ein unerwarteter Auftritt: Vom Erzählen und Zuhören

Eigentlich bestand meine «Aufgabe» nur darin, Father Jommy zu begleiten. Oft überraschte er mich jedoch mit spontanen Reden, die ich halten sollte – wie zum Beispiel zu Beginn des neuen Schuljahres, als er mich in einem Klassenzimmer den Schülerinnen und Schülern vorstellte und mir leise ins Ohr flüsterte, ich solle «etwas Inspirierendes» erzählen. Unvorbereitet und völlig überfordert begann ich, etwas über Schweizer Schokolade zu erzählen – bis mir klar wurde, dass weder die Schweiz noch Schokolade den Kindern bekannt waren.

Doch während des belanglosen Erzählens über Toblerone, Lindt und Co. schaffte ich doch noch die Kurve: Ich erzählte den Kindern, dass ich hier sei, um zuzuhören, weil ich dadurch viel lernen könne (z. B., dass hier niemand die Schweiz oder Schokolade kennt) – und ermutigte sie, dies auch zu tun. Der Gedanke war natürlich «geklaut»: Taizé und Frère Roger sei Dank. Er hat mich hier bei meinen spontanen Reden auf den Philippinen oft aus der Patsche geholfen.

Rhetorisch gesehen war es ausserdem eher mangelhaft, da keine Überleitung von der dreieckigen Schweizer Süssigkeit zum Thema Zuhören stattfand. Aber als Religionspädagoge weiss ich ja, dass Kinder schlau sind. Diese Denkleistung überlasse ich ihnen. Inhaltlich hat es schlussendlich doch etwas hergegeben. So hoffe ich jedenfalls.

 

Begegnungen ohne Worte: Was Basketball alles bewirken kann

Bald erkannte ich, dass meine Anwesenheit als Europäer nur bedingt etwas „geben“ konnte. Oft wünschte ich mir, ich wäre Arzt oder Handwerker geworden. Dann hätte ich tatkräftiger mithelfen können. Es mangelte vor allem an Infrastruktur und ärztlicher Versorgung. Doch das Zuhören half mir, kleine Dinge wahrzunehmen, die ein geübter Religionspädagoge eben wahrzunehmen vermag.

Ein solches Erlebnis war das tägliche Basketballspiel mit ein paar Jungs aus der Pfarrei. Für sie war es etwas Besonderes – ja sogar Unbekanntes, mit einem erwachsenen Mann zu spielen. Und obwohl wir kaum miteinander reden konnten, schuf das Spiel eine unerwartete Verbindung. Jeden Nachmittag pünktlich um 15:30 Uhr warteten sie nach der Schule auf dem Basketballplatz neben der Kirche auf mich. Und die letzten Worte jeder Session lauteten «tomorrow again, Michael!»

 

 

Geben und Empfangen: Was Mission wirklich bedeutet

Diese unerwarteten Verbindungen, die ich beim Spielen erlebt habe, liess mich über die wahre Bedeutung von Mission nachdenken. Meiner Meinung nach geht es weniger um materielle Geschenke oder die explizite Weitergabe religiöser Überzeugungen. Primär geht es um die zwischenmenschlichen Beziehungen, die wir aufbauen. Mir wurde bewusst, dass es nicht nur um das „Was“ geht, sondern vielmehr um das „Wie“ – das Zuhören, die Pflege von Beziehungen und das Herz, das wir einbringen.

Wer noch mehr über meine Reise erfahren möchte, kann dies gerne über meinen Reiseblog tun oder mich mal persönlich darauf ansprechen.

 

Kompletten Artikel über Mission und Bildung: lesen.
Bericht | 08. Juli 2024

Wir sind uns nicht einig, weil wir vielfältig sind!

von: Andrew-Bill Andes
Und wir wollen nicht uniform, sondern in dieser Vielfalt miteinander unterwegs sein.

Darum sprechen wir über unsere Unterschiede.

Und das nicht um uns in einem Kompromiss einig zu werden.
Sondern um die vorhandene Vielfältigkeit anzusprechen und zu umarmen.

Es geht um grundlegende Fragen, wie

✅ was würde helfen, damit du mehr gehört wirst?
✅ was verstehst du unter … und was nicht?
✅ wie geht es dir in unserem Team?
✅ was sind unsere Grundpfeiler?
✅ an was glaubst du eigentlich?
✅ was triggert dich?
(nicht abschliessend)

Und ganz besonders:

✅ was müssen wir noch bei uns ändern, damit der synodale Prozess in unserem Team noch mehr greift?

Dafür nehmen wir uns auch Zeit.
Ein paar Teamtage im schönen Samedan.

Wie bist du mit deinen Leuten unterwegs?
Redet ihr über diese Themen?

einzigartig,
🕵‍♂️ Der SozioCoolteur im Team
🤓 Andrew-Bill Andes

Leiter AKJ ZürichOberland Durchblick & Trends

___

Samedan Teamtage Teamtag SynodalerProzess EinheitInDerVielfalt

Kompletten Artikel über Wir sind uns nicht einig, weil wir vielfältig sind! lesen.
Firmung | 04. Juli 2024

Netzwerk für Firmbegleiter*innen

von: Andrina Scherrer
Wir, ein Team aus drei ehemaligen Firmbegleiter*innen, haben den Aufbau eines Netzwerkes lanciert.

Mit Interviews von Befragten haben wir die Bedürfnisse von einigen Firmbegleiter*innen in Erfahrung gebracht und verschiedene Optionen erarbeitet. Da wir nicht alleine für viele entscheiden möchten, lassen wir noch alle Möglichkeiten offen. Am 3. November 2024 findet das erste Treffen unter Firmbegleiter*innen aus verschiedenen Pfarreien statt. Mehr Informationen dazu findet ihr nach dem Sommer in unserer Agenda unter folgendem Link.

Kick-Off-Meeting des Netzwerks Firmbegleiter*innen

Das Treffen bietet Raum zum gegenseitigen Kennenlernen und der Weiterarbeit am Netzwerk. Spiel und Spass darf bei den Firmbegleiter*innen genauso wenig fehlen wie eine herzhafte Verpflegung.

Bei Fragen oder Interesse bitte bei Anja Beroud melden.

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Bericht | 02. Juli 2024

Junge Menschen pitchen ihre Idee bei uns!

von: Andrew-Bill Andes
Wir brauchen immer wieder frische Ideen. Ideen, die unsere Box sprengen, aber auch Ideen, die...

Bedürfnisse oder Probleme, die schon länger bestehen, aufgreifen.

Was wurde bis zu diesem Pitch geleistet?

✅ Gespräche mit den drei IdeenbringerInnen
✅ Ansprechperson aus dem Team definiert
✅ Coaching in Innovation & Pitch
✅ Prozessbegleitung
✅ Strategieberatung
✅ Visionsfindung
✅ Ermutigung
(nicht abschliessend)

Und das war nur der Pitch.
Unser Team war begeistert.

Wir wünschen dem jungen Team viel Erfolg.
Wir sind für euch da.

Wie bist du mit den jungen Menschen unterwegs?

partizipativ,
🕵‍♂️ Der HashtagSozioCoolteur im Team
🤓 Andrew-Bill Andes

Leiter AKJ HashtagZürichOberland
HashtagDurchblick & HashtagTrends

___

HashtagPitch HashtagBefähigung HashtagPartizipation HashtagEmpowerment HashtagJungeMenschen

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Bericht | 17. Juni 2024

Im emotionalen Chaos

von: Adrian Marbacher
Kenne wir alle, nicht? Du fühlst Freude und gleichzeitig Angst, Wut und gleichzeitig Trauer. Miteinander, nacheinander. Und dann wieder einzeln. Mehr dazu im Blog auf kath.ch.
Kompletten Artikel über Im emotionalen Chaos lesen.
Bericht | 12. Juni 2024

Wir sagen es uns ins Gesicht

von: Andrew-Bill Andes
𝙒𝙞𝙧 𝙠𝙧𝙞𝙩𝙞𝙨𝙞𝙚𝙧𝙚𝙣 𝙪𝙣𝙨 𝙖𝙪𝙘𝙝 𝙨𝙚𝙡𝙗𝙨𝙩... auch direkt, vor Ort und in der Runde. Das klingt und ist manchmal hart. Warum wir das trotzdem wollen, ist...
weil wir Kritikfähigkeit einfordern.
Wo müssen wir uns verbessern?
Was läuft nicht wie gewünscht?
Auch in unserer Zusammenarbeit.
Auf Fehler und Ungenauigkeiten hinweisen.
In unseren komplexen Arbeitsfeldern.
Mit unterschiedlichen Aufgaben.
Wir sind viel miteinander einer Meinung.
Und genauso viele Male auch anderer Meinung.
Wie geschieht das?
✅ Mit Ernsthaftigkeit, sachlich und emotional.
✅ Auf wertschätzende Art und Weise.
✅ Zuhören, reden lassen und fragen.
✅ Konstruktiv argumentieren.
✅ Dagegen argumentieren.
✅ Wohlwollend.
✅ Ehrlich.
✅ Direkt.
etc.
Wir wollen nicht nur auf gleicher Augenhöhe 👀 zusammenarbeiten,
sondern…
💪 viel miteinander und wenig übereinander reden.
💪einander begegnen, Vertrauen ermöglichen.
💪echt miteinander unterwegs sein.
Wie bringst du in deinem Team Kritik an?
Und wie wirst du dabei gehört?
ansprechbar,
🕵‍♂️ Der #SozioCoolteur im Team
🤓 Andrew-Bill Andes
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Bericht | 10. Juni 2024

Der Film meines Lebens

von: Adrian Marbacher
Mein eigenes Leben als Film verstehen. Ein Blogbeitrag von Adrian Marbacher für "kath.ch":

Kürzlich traf ich einen ehemaligen Dozenten der Filmschule, an der ich studierte. Im Gespräch erzählte ich ihm, dass ich nun Hypnosetherapeut bin und nicht mehr im Filmgeschäft arbeite. Daraufhin meinte er ohne zu zögern: «Jetzt schreibst du nicht mehr deine Drehbücher, sondern nimmst die Geschichten deiner Klienten und machst daraus einen eigenen Film!» Ich musste schmunzeln, denn wie recht er doch hatte! Auf eine Art stimmt es – ich realisiere den Film basierend auf dem Leben, also dem Drehbuch, der Personen, die zu mir kommen. Und das Beste daran ist, dieser Film endet immer mit einem Happy End. Ganz großes Kino! Dieser Film wird zur eigenen Heilsgeschichte.

Den ganzen Blog lesen auf:
https://www.blogs-kath.ch/der-film-meines-lebens/

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Trends | 07. Juni 2024

Vaterschaft ist auch Teamarbeit

von: Andrew-Bill Andes
Das Team stärkt meine Rollenfindung als zweifacher Vater ... klingt komisch ... Ist aber so. Ich sage warum ...

weil das Team Verständnis hat.

Und das drückt es nicht nur in Worten aus,
sondern auch in Taten.

Ich kam während der Vaterschaftszeit sogar mein Team besuchen.

Wie das Team reagierte?
„Uhhh… herzig…“
✅ Wir wurden in unseren elterlichen Rollen und Aufgaben bestärkt.
✅ Ein Mitarbeiter holte Spielzeuge für meinen zweijährigen Sohn.
✅ Neugier über das neue Wunder in meinen Armen.
✅ Meine Frau wurde befragt, wie es ihr geht.
✅ Wir wurden wie Ehrengäste behandelt.
✅ Erfahrungen wurden ausgetauscht.
✅ Segenswünsche an unsere Familie.
✅ Wir wurden herzlichst empfangen.
etc.

☝ DAS war noch nicht alles.

Auch jetzt kommt noch immer sehr viel Verständnis.
Ich habe wieder angefangen zu arbeiten.

Und muss mich immer noch in die neue Rolle einfinden.
Der ältere Sohn ist emotional ganz durcheinander.
Er versteht nicht, warum Papa wieder so lang arbeiten und weg muss.

💪 Diese Übergänge und Herausforderungen darf ich kommunizieren.
💪 Ich werde wahrgenommen.
💪 Und es hat alles seinen Platz.

So kann ich wirklich sagen, das Team stärkt mich in der Rollenfindung.

An dieser Stelle:
Herzlichsten Dank an alle Teammitglieder 💙 🙏

Was denkst du zu unserer Teamkultur?

Wieder eingestiegen,
🕵‍♂️ Der #SozioCoolteur im Team
🤓 Andrew-Bill Andes

Leiter AKJ #ZürichOberland
#Durchblick & #Trends

#Teamarbeit #Vaterschaft #Teamkultur #Rollenfindung #Unterstützung #Team

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Bericht | 04. Juni 2024

Willkommen Karla!

von: Karla Tomaskovic
Wir dürfen wieder ein neues Gesicht im Team begrüssen. Karla Tomaskovic macht die Schwangerschaftsvertretung für Tanja Gmünder und stellt sich gleich selber vor:

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Karla, ich bin 26 Jahre alt und komme aus Zürich. Ich freue mich sehr, als neue Mitarbeiterin im Sekretariat der Jugendseelsorge Zürich tätig zu sein.

Meine kroatischen Wurzeln und die katholische Kirche sind ein wichtiger Teil meines Lebens. Während meiner Zeit in der Pfarrei Bruder Klaus habe ich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, die mich geprägt haben.
Auch mein Psychologiestudium in Kroatien hat mich sowohl beruflich als auch persönlich weiterentwickelt.

Mit meiner freundlichen und empathischen Art hoffe ich, eine positive Unterstützung für das Team zu sein. Ich habe stets ein offenes Ohr und bin bereit, jedem mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Ich freue mich auf die gemeinsame Zusammenarbeit und darauf, ein Teil dieses wunderbaren Teams zu sein.

Herzliche Grüsse,

Karla

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Gastbericht | 20. Mai 2024

Gutes tun mit #Sternsingen bewegt!

von: Kristina Kleiser
Es ist wieder soweit - die Vorbereitungen für die Sternsingeraktion 2025 laufen an! Unter dem Motto "Kinder helfen Kindern" möchten wir auch dieses Jahr gemeinsam etwas Gutes tun und Solidarität zeigen. Sei dabei und werde Teil der grössten Solidaritätsaktion in der Schweiz für Kinder!

Hier sind einige Gründe, warum du unbedingt bei der Sternsingeraktion mitmachen solltest:

Gemeinschaft erleben: Die Sternsingeraktion bringt Menschen jeden Alters zusammen, um gemeinsam für eine gute Sache einzustehen. Es ist eine tolle Möglichkeit, Menschen unabhängig von Ihrem Glauben zu erreichen und wieder neu für die Kirche zu begeistern.

Gutes tun: Mit deiner Teilnahme an der Sternsingeraktion unterstützt du bedürftige Kinder auf der ganzen Welt. Dieses Jahr widmen wir uns thematisch den Kinderrechten weltweit. Dein Einsatz macht einen direkten Unterschied im Leben von Kindern, die dringend Hilfe brauchen.

Spaß haben: Das Sternsingen ist nicht nur eine Aktion mit einem guten Zweck, sondern auch eine Menge Spaß! Verkleidet als die Heiligen Drei Könige ziehst du von Tür zu Tür, singst Lieder und sammelst Spenden – eine schöne Tradition, die jedes Jahr aufs Neue begeistert.

Also worauf wartest du noch? Mach mit bei der Sternsingeraktion 2025 und sei Teil einer Bewegung, die wirklich etwas bewegt! #Sternsingenbewegt

Mit herzlichen Grüssen,
Kristina Kleiser für Missio Schweiz
in Kooperation mit der Jugendseelsorge Zürich

 

Weitere Informationen und Materialien findet ihr unter www.missio.ch
Oder direkt bei Missio Schweiz, Route de la Vignettaz, CH-1700 Fribourg
+41 (0)26 425 55 84, kristina.kleiser@missio.ch

 

Sternsingen – zweites Schweizer Forum
für Verantwortliche und Begleitpersonen
Propstei Wislikofen
Samstag, 30. November 2024, 9.30 bis 16 Uhr
Mit vielen interessanten Ateliers und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch.

Weitere Informationen/Anmeldung

 

#sternsingen #sternsingenbewegt

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Bericht | 07. Mai 2024

Incontro schenkt unersetzliche Hilfe

von: Andrina Scherrer
Der Verein „incontro“ ist ein überpfarreiliches Projekt. „incontro“ wurde am 15. September 2001 von Schwester Ariane Stocklin gegründet. Der Verein setzt sich für Menschen in Not ein. Im weiten Sinn geht es um die Ermöglichung und Förderung der Begegnung (= ital. „incontro“) mit den Mitmenschen, mit sich selbst, mit Gott.

Das Broken Bread Take Away ist eine Unterstützungsmassnahme des Vereins für Bedürftige in Zürich. Hinter dem 25 Hours Hotel baut der Verein „incontro“ mit freiwilligen Helfern jeden Abend eine Openair-Mensa auf. Es werden täglich frische sowie verarbeitete Lebensmittel, Getränke und warme Mahlzeiten gratis abgegeben. Der Verein „incontro“ vertraut auf den Menschen, in einer Notlage zu sein. Niemand muss sich ausweisen, um seine Not zu bestätigen.

Am Treffpunkt warten bereits die ersten freiwilligen Helfer. Sobald Sr. Ariane oder einer ihrer Mitarbeiter kommt, geht es los. Als erstes gibt es ein paar Infos über den Verein für die, die das erste Mal dabei sind. Danach wird jedem bereits eine Aufgabe vergeben. Gemeinsam gehen wir im Lager die Wagen abholen und ziehen eine Jacke von „incontro“ an, damit die Menschen erkennen, wer dazu gehört. Sobald alle startklar sind, brechen wir im Gänsemarsch zum 25 Hours Hotel auf. Auf dem Weg wird noch nichts verteilt. Alle die etwas brauchen, müssen bei uns anstehen. Hinter dem Hotel wartet bereits Frederick auf uns. Einer der zwei Freunde, wie Sr. Ariane die Menschen in Not nennt, die uns als einzige Helfen dürfen. Frederick hilft uns jeden Abend beim Aufbau und unterhaltet die ersten Wartenden. Die Wagen stellen wir in eine Reihe, am Ende steht ein Tisch, hinter dem wir die warmen Mahlzeiten herausgeben und – wenn wir haben – Kleinbrote und Gipfeli. Um 18:00 Uhr starten wir mit der Essensausgabe. Jede anwesende Person darf bei jeder Station etwas abholen. Viele Leute versuchen, mehr zu ergattern, doch wenn man sie darauf hinweist, dass es sonst nicht mehr reicht, reagieren sie gelassen mit «okay, morgen wieder». Für viele bedeutet das Broken Bread Take Away auch einen Ort, um Lasten loszuwerden. Die Begegnungen und Gespräche sind oft wichtiger als die Lebensmittel. Man spürt, dass die Leute alle extrem dankbar dafür sind.

Für mich sind die Einsätze eine sehr bereichernde Erfahrung. Es ist schön zu sehen, wie Menschen in Not unterstützt werden und ihnen etwas Halt und Sicherheit geboten wird. Gleichzeitig bewegt es mich auch, dass so viele Menschen diese Unterstützung benötigen. Um die 200 Menschen stehen täglich eine Stunde für eine warme Mahlzeit und ein paar Lebensmittel an – und das bei jedem Wetter. Den meisten Menschen sieht man die Notlage, in der sie sich befinden, nicht an.

Wenn möglich gehen freiwillige Helfer mit warmen Mahlzeiten und Getränken auch zum «Dennerplatz» und der «Haltestelle Militärstrasse». Der Verein „incontro“ darf an diesen Plätzen zusätzlich Essen verteilen. Viele Menschen, die sich da aufhalten, kommen nicht mehr zum Broken Bread Take Away zum Beispiel, weil es ihnen mittlerweile zu viele Leute hat. Deshalb gehen wir dahin, wo sie sind. Wie in der Openair Mensa auch, kommen die Leute auf uns zu und fragen, was wir heute anbieten. Anders als die Leute in der Schlage beim 25 Hours Hotel befinden sich viele dieser Menschen seit längerem in einer Notlage. Die Dankbarkeit ist hier dafür umso mehr zu spüren. Wir erhalten auch immer wieder Komplimente, wie zum Beispiel: «Ihr seid die tollsten» und «eure Arbeit ist grossartig».

Mehr Infos zum Verein und wie auch du „incontro“ unterstützen kannst findest du unter
https://incontro-verein.ch/.

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Bericht | 25. April 2024

Verabschiedung Blanka

von: Blanka Lorenzen
Liebe Kollegen und Kolleginnen, nach einer wunderbaren Zeit der Zusammenarbeit und des Austauschs verabschiede ich mich heute von meiner Rolle in der Jugendseelsorge.

Es war eine Zeit voller Herausforderungen, aber auch voller unvergesslicher Momente der Freude und des Wachstums.

Ich möchte jedem von euch meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Danke für eure Unterstützung, euer Vertrauen und eure Offenheit. Ihr habt diese Erfahrung zu etwas Besonderem gemacht.

Für mich ist es Zeit, neue Wege zu gehen und neue Herausforderungen anzunehmen. Doch ich werde die gemeinsamen Erlebnisse und die wertvollen Beziehungen, die wir aufgebaut haben, stets in meinem Herzen tragen.

Ich wünsche euch allen weiterhin viel Erfolg und Freude in euren jeweiligen Aufgaben. Möge das, was wir hier geschaffen haben, weiterhin Früchte tragen und die Herzen aller berühren.

Herzliche Grüsse

Blanka

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Bericht | 16. April 2024

Willkommen Jeanette!

von: Jeanette Blings
Mein Name ist Jeanette Blings. Ich bin vor 15 Jahren mit meiner Familie (ein Mann, drei Kinder – Niklas *2001, Simon *2004 und Nina *2007) aus Dänemark nach Stäfa am Zürichsee gezogen.

Wieso
bei der Katholischen Kirche?

Meine Kindheit in einem Dorf im Rheingau in Deutschland ist sehr katholisch geprägt gewesen. So war ich die erste weibliche Ministrantin im Dorf und habe mein Abitur auf einer katholischen Klosterschule gemacht. Ich habe dabei viele schöne Erfahrungen gesammelt, die mich, obwohl von der katholischen Kirche oft enttäuscht, noch immer motivieren, die Hoffnung nicht aufzugeben. Seit sieben Jahren bin ich in der Kirchenpflege in Stäfa engagiert – zunächst im Ressort «Jugend & Familie», inzwischen im Ressort «Kommunikation, Ökumene und Freiwillige».

Weshalb
bei der Jugendseelsorge?

Meine Vision einer katholischen Kirche der Zukunft ist, dass junge Menschen, die auf der Suche sind, einen Ort finden, an dem sie Antworten bekommen. Dazu muss die Kirche sich verändern, und ich möchte mithelfen auf diesem Weg der Erneuerung. Ich habe das Team der Jugendseelsorge über meine Behördentätigkeit schon kennengelernt und gespürt, wie stark auch dort der Wunsch nach Erneuerung ist – insbesondere für Jugendliche. Das passt also gut zusammen.

Warum
in der Administration?

Ich bin ausgebildete Bankkauffrau und Diplom-Volkswirtin (Master of Science in Economics) von der Universität Konstanz, verfüge also über das Rüstzeug für viele Aufgaben der Verwaltung. Zudem habe ich eine Leidenschaft für Layout und das Schreiben von Texten und hoffe, damit den Kommunikationsbereich unterstützen zu können.

Ich freue mich darauf in diesem Team mitdenken, mitarbeiten und mitgestalten zu können und bin gespannt auf die vielen neuen Begegnungen innerhalb und ausserhalb des OMG!

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Bericht | 13. April 2024

Taizé & Versöhnung

von: Natascha Rüede
Vom «frauen forum» wurde ich angefragt, ob ich mich zur Thematik Versöhnung durch die Taizé-Bewegung in der Schweiz sowie zu unseren jährlichen Taizé-Jugendreisen äussern könnte.

Das mache ich sehr gerne, da Taizé für mich seit meinem 17. Lebensjahr einen magischer Ort darstellt. Taizé ist aber viel mehr als ein Ort. Vielleicht kennt man die sich wiederholenden Gesänge von Taizé. Wer aber schon einmal vor Ort war, kennt die Magie und weiss, dass es fast nicht möglich ist, Taizé zu beschreiben. Was ist denn Taizé überhaupt? Es ist ein kleiner Ort im Burgund, nördlich von Lyon. Hier gründete Frère Roger nach dem 2. Weltkrieg eine ökumenische Brüdergemeinschaft, die sich der Versöhnung zwischen den Völkern und Kirchen einsetzt. Von Anfang an strahlt diese Gemeinschaft eine grosse Anziehungskraft auf junge Menschen aus der ganzen Welt aus. Die Communauté umfasst heute etwa 90 Brüder aus rund 20 Ländern. Jedes Jahr reisen tausende Menschen, vor allem Jugendliche, nach Taizé, um eine Woche gemeinsam mit den Brüdern zu beten und zu singen. Ein paar Tage zur Ruhe zu kommen und auf das eigene Herz hören, über Gott und die Welt diskutieren und zusammen den einfachen Lebensstil teilen.

Wer in Taizé ankommt, wird von den Volunteers, freiwillige junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren, freundlich begrüsst und ins einfache Leben von Taizé eingeführt. Ein Tagesablauf in Taizé geht seit Jahrzehnten gleich vor sich. Man trifft sich 3 x täglich (am Morgen, am Mittag und am Abend) zum Gebet in der Versöhnungskirche, welche man sich wie eine Mehrfachturnhalle vorstellen kann. Je nach Anzahl Besucher kann die Grösse der Kirche angepasst werden. Die Versöhnungskirche strahlt eine besondere Ruhe aus, ist dezent ausgestattet mit orthodoxen Ikonen, im Altarraum sind einige Kerzen am Brennen, alle sitzen am Boden und schauen in die gleiche Richtung, richten sich aus auf das, was alle christlichen Kirchen eint, Christus. Freundliche Farben nehmen das karge Licht auf, welches durch die hochgelegenen Fenster einfällt. Im Gebet werden keine grossen Worte gemacht, man hört eine kurze Passage aus dem Evangelium. Während den Gesängen und während der ca. sieben Minuten lang dauernden Stille fühlt man sich in der Gemeinschaft aller Anwesenden geborgen. Am Morgen treffen sich die jungen Menschen in grossen Zelten, wo jeweils ein Bruder der Communauté eine altersgerechte Einführung zu einem biblischen Text hält. Danach ist man mit einer einfachen, schriftlichen Anleitung in einer Kleingruppe am Thema des biblischen Texts unterwegs. Jede Gruppe ist frei, wie lange sie am Diskutieren ist, auf jeden Fall dürfen Klatsch- Fang- oder ein anderes Bewegungsspiel nicht fehlen. Diese schaut man von denjenigen ab, welche schon ein paar Mal in Taizé gewesen sind. Jeder Gast trägt seinen Beitrag zur Gemeinschaft bei, sei es bei der Essensausgabe, beim Abwasch oder dem Reinigen der sanitären Anlagen. Fürs Essen steht man in Kolonnen an. Gegessen wird am Boden, weil es nur wenig Bänke und keine Tische hat. Geschlafen wird in einfachen 6 – 8 Baracken und Privatsphäre gibt es kaum, sei es man geht zur Source (Quelle), ein besinnlicher Ort mit Weiher und Wald. Dreimal am Tag öffnet für je eine Stunde das Oyak, eine Art Kiosk, wo am Abend in Lagerfeuermanier Lieder gesungen werden oder Bewegungsspiele gespielt werden. In Taizé ist es selbstverständlich, dass man sich anspricht und sofort in (tiefgründigen) Gesprächen landet. Alle sind sich gleich, man sieht einander weder Herkunft noch finanzielle Möglichkeiten an. Taizé ist eine Oase, in welcher sich Jung und Alt weit vom Alltag entfernt fühlen. Es ist nicht möglich «Mitglied» zu werden, jede und jeder ist willkommen in Freiheit ohne Zwang. Wenn man wieder geht, wird nichts abverlangt. Der Wunsch von den Brüdern aber besteht, dass die Erfahrung in Taizé zuhause weiterlebt werden darf.

 

Warum erzähle ich so ausführlich über diesen Ort? Mit meiner nicht annähernd vollständigen Beschreibung, was Taizé ausmacht, möchte ich die oben erwähnte Magie beschreiben. Im Zentrum steht die Gemeinschaft, die Einfachheit (bezogen aufs Wohnen und auch den Umgang), die Begegnung, der Austausch, die gegenseitige Akzeptanz, die Suche nach Verständigung und Verständnis und letztlich in all dem die Versöhnung. Es ist unendlich bereichernd, wenn ein junger Mensch ohne Zwang eine solche Erfahrung von der Kirche machen darf. Das ist unser Antrieb, jedes Jahr zwei Reisen, eine über Auffahrt, die andere in den Sommerferien, für junge Menschen zu organisieren.

Unsere heutige Zeit überfordert viele Menschen, besonders Jugendliche und junge Menschen. Kriege, Ungerechtigkeit, Polarisierung, der bevorstehende Klimakollaps, Fake News, die allgemeine Beschleunigung des Lebens, privater und beruflicher Druck alles im Griff zu haben und sein cooles Leben auf Insta oder TikTok darzustellen, all das überfordert oder macht gar Angst. Die Sehnsucht nach Frieden, Einfachheit, Halt, Geborgenheit und nach einer echten gelebten Gemeinschaft besteht und wächst.

Wenn wir zu den Anfängen von Taizé schauen, ist die Zeit vielleicht vergleichbar. Als Frère Roger, ein gebürtiger Schweizer, sich 1940 nach Frankreich aufmachte, wütete der zweite Weltkrieg in Europa. Sicher litt er unter dem Krieg und dem unendlichen, menschlichen Leid. Er spürte für sich, dass er Menschen, welche Schweres durchzumachen haben, helfen muss. Mit einem bescheidenen Darlehen kaufte er unweit der Demarkationslinie ein Haus in Taizé und beherbergte zusammen mit seiner Schwester Geneviève Flüchtlinge, auch Juden und Agnostiker. Aus Rücksicht auf sie betete und sang er im Wald oder in seinem Zimmer. 1942 kehrten die beiden vor ihrer drohenden Verhaftung zurück nach Genf, wo das gemeinsame Leben mit den ersten Brüdern begann. 1944 kehrte er mit seiner Schwester und den ersten Brüdern nach Taizé zurück. Alsbald wurden sie angefragt, ob sie Kriegswaisen aufnehmen könnten. Sonntags luden die Brüder auch deutsche Kriegsgefangene aus einem nahe gelegenen Lager zu sich ein. Diese Gefangenen betreuten sie liebevoll, obwohl sie um ihre «Schuld» wussten. Jahre später kehrten die Kinder der Gefangenen zu den Brüdern zurück, um sich bei ihnen für ihr Engagement zu bedanken und einige blieben an diesem Ort des Friedens.

Wenn man sich vorstellt, dass Frère Roger zu Beginn vertriebene Menschen, auch Juden ein Obdach bot und nach dem Krieg den Unterdrückern, den Kriegsgefangenen auf Augenhöhe begegnete, kann man erahnen, wie er in der Nachfolge Jesus verstand und in Liebe handelte. Seine Liebe und Offenheit waren von Beginn an etwas ganz Besonderes. Sein Charisma faszinierte junge Menschen und liess sie inspiriert in die Welt zurückkehren und für eine Verständigung und Versöhnung im eigenen Leben einzustehen.

So wurde Taizé und die Communauté im Laufe der 50er und 60er Jahre zu einem Zufluchtsort für junge Menschen, welche geprägt von der Nachkriegszeit unter dem steten Druck nach Leistung im Zusammenhang des Wiederaufbaus von Europa standen.

Frère Rogers Weg und Erkenntnis geht von einer inneren Versöhnung aus. Jesus hat durch sein Leben die Liebe Gottes zu ausnahmslos jedem Menschen verkündet und bezeugt. Frère Roger erkannte in jungen Jahren, dass Jesus der Gemeinschaft seiner Jünger den Auftrag anvertraut hatte, Zeugen dieser Liebe zu sein. Diese Gemeinschaft hat sich im Laufe der Jahrhunderte auseinandergelebt und es entstanden Spaltungen und Fraktionen, die sich gleichgültig oder gar feindselig gegenüberstehen. Er fragte sich deshalb, wie man sie wieder in Einklang mit ihrer Botschaft bringen kann. Er wusste, dass niemand alle theologischen und sonstigen Probleme allein lösen kann, die den Leib Christi, die Kirche, zerstückelt haben. Gleichzeitig sah er angesichts der dringenden Notwendigkeit, das Evangelium weiter zu sagen, in Untätigkeit keine Lösung. So kam er zu dem Schluss: Beginnen wir bei uns selber und machen wir unsere Sicht der Kirche weit, indem wir uns den Gaben des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe öffnen, wie sie von Christen der jeweils anderen Traditionen gelebt werden.

Er suchte den Dialog, Austausch und die Beziehung zu allen christlichen Kirchen. Durch seine charismatische und liebevolle Art ist es ihm schon früh gelungen, dass sich kirchliche Oberhäupter begegneten und in einen echten Dialog traten, in welchem die Gemeinsamkeiten gesucht wurden und die Unterschiede gegenseitig liebevoll anerkannt wurden. So wurde Frère Roger und Taizé zum Sinnbild von gelebter Ökumene. Sein Leben widmete er dem Aufruf zur Versöhnung der Christen und Völker.

Schon von Beginn an war und ist es den Brüdern ein Anliegen, dass ein Mitleben in Taizé eine Relevanz für den Besucher haben soll. Der Besuch soll wenn möglich nicht einfach eine Reise ohne Nachhaltigkeit sein. Das nahmen die BesucherInnen ernst und so sind rund um die Welt Gebete mit Liedern aus Taizé entstanden oder auch die jährlich, über Silvester/ Neujahr stattfindenden europäischen Jugendtreffen.

Die Beziehung zur Schweiz war schon immer eine enge, da Frère Roger ja ein Schweizer war. Er besuchte mehrmals die Schweiz. Auch seinem Nachfolger, Frère Alois, ist die Beziehung zur Taizé-Bewegung ein grosses Anliegen und so fand im Jahr 2017 das europäische Jugendtreffen in Basel statt.

Vor rund 46 Jahren entstand z.B. in der Krypta des Grossmünsters Zürich ein ökumenisches Abendgebet mit Liedern aus Taizé, welches bis heute jeden Freitagabend um 19 Uhr die Anliegen nach Versöhnung und Frieden einschliessen. Dieses Gebet wurde von «Rückkehrern» aus der Sehnsucht nach Gemeinschaft und der Magie von Taizé ins Leben gerufen. Das Gebet ist ein Anker, hat Beständigkeit und gibt Halt. In all den Jahren fand es ununterbrochen statt, was gar nicht selbstverständlich ist. Einige von den Ersten sind zwar im Hintergrund bis heute ein Teil des Organisationsteams. Dieses Team ermöglicht Menschen ein Angebot hier in der Schweiz, welches spontan genutzt werden kann, ganz frei von Zwang oder Mitgliedschaft. Alle sind eingeladen. Ohne ihr inneres Feuer und ihre Sehnsucht nach Versöhnung und Gemeinschaft wäre es in Zürich nicht zu finden. Gerade solche Orte sind für unsere Gesellschaft von Bedeutung und absolut zentral.

Mit 17 Jahren durfte ich Frère Roger, Taizé und die Communauté kennen lernen. In ihnen sah ich Vorbilder, welche sich für Frieden und Versöhnung einsetzen. Die Begegnungen haben mich geprägt und wer weiss, ob ich heute in der Kirche arbeiten würde. Mein Wunsch für junge Menschen ist, dass auch sie wahrhafte Zeugen des Glaubens erleben dürfen, dass sie sich berühren lassen können durch Begegnungen und so zu sich selbst finden, ein Weg voller Versöhnung und Liebe.

 

Zu meiner Person

Mein Name ist Natascha Rüede, ich bin 51 Jahre alt und von Beruf Religionspädagogin. Ich arbeite seit rund 26 Jahren in der Pastoral für die Katholische Kirche in den unterschiedlichsten Settings. Lange Jahre war ich Jugendarbeiterin mit Leib und Seele. Seit 3 Jahren leite ich die Jugendseelsorge in Zürich. Wir sind die zentrale Dienststelle für Fragen der kirchlichen Jugendarbeit und Jugendseelsorge innerhalb der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Unsere Arbeit umfasst nicht nur die Vernetzung innerhalb des Kantons, sondern auch Lobbyarbeit über dessen Grenzen hinaus. Wir setzen uns dafür ein, dass junge Menschen die Unterstützung erhalten, die sie für ihre persönliche Entwicklung und Identitätsbildung brauchen. Das tun wir, indem wir uns für die verschiedensten kirchlichen Themen der Jugendarbeit engagieren wie Firmung, Ministrantenpastoral, offene kirchliche Jugendarbeit sowie Jugend-Spiritualität. Wir setzen uns ein, dass jungen Menschen Glaubenserfahrungen ermöglicht werden, die sie in ihrem Leben begleiten oder sogar prägen. Neben meinem Job bin ich verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Kindern. In meiner Freizeit bin ich gerne in unserem Garten, bewirte Freunde oder entspanne in gemässigten Wanderungen oder Pilgerreisen rund um Assisi.

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Trends | 03. April 2024

Unser Image? im Allzeittief. Unser Engagement? Konstant hoch.

von: Jeanette Blings
Die neue Werbe-Kampagne der katholischen Kirche im Kanton Zürich «Kirchensteuer wirkt» gibt der Katholischen Kirche einen ganz neuen Anstrich.

Die massiven Kirchenaustritte im vergangenen Jahr machen ein Handeln auch dringender denn je. Weniger veraltet und rückständig zeichnet die neue Kampagne ein frisches Bild der Katholischen Kirche: heller, moderner, tatkräftig. Selbstkritisch und realitätsnah scheint die katholische Kirche heute zu wissen, was auf dem Spiel steht und was zu tun ist. Die Zürcher Werbeagentur hat ihre Arbeit brillant erfüllt. Jedoch kann all die frische Farbe nicht über die Vergangenheit hinwegtäuschen. Jetzt ist die katholische Kirche an der Reihe, ihre weitaus grösseren Aufgaben in die Hand zu nehmen und den Gläubigen zu zeigen, warum es sich auch heute noch lohnt, die Hoffnung nicht aufzugeben.

www.kirchensteuerwirkt.ch

Kompletten Artikel über Unser Image? im Allzeittief. Unser Engagement? Konstant hoch. lesen.
Spiritualität | 17. März 2024

Unser Leben als Evangelium

von: Mario Stankovic
Videobotschaft für die fünfte Fastenwoche #fasten #heilung #fastenzeit

„Liebe Geschwister der Menschheitsfamilie, Seien wir durch unser Leben Evangelium für unsere Welt.“ +Joseph-Maria Bonnemain

Videobotschaft für die vierte Fastenwoche: Durch Christus sind wir erettet aus Gnade.

Videobotschaft für die dritte Fastenwoche: Wir und die erschaffene Schöpfung sind der Tempel Gottes.

Videobotschaft für die zweite Fastenwoche: Dies ist mein geliebter Sohn.

Videobotschaft für die erste Fastenwoche: Unser Leben als Evangelium.

Kompletten Artikel über Unser Leben als Evangelium lesen.
Gastbericht | 06. März 2024

Werde DACHS-Bau Vertreter*in für die Schweiz

von: Ivo Bühler
Wie kommen die Stimmen junger Menschen in den DACHS-Bau 2024?

DACHS ist das Netzwerk der (verbandlichen) katholischen Kinder- und Jugendarbeit aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol.

Seit der Jugendsynode 2018 setzen wir uns dafür ein, dass die Stimmen der Jugend in die Entscheidungsprozesse unserer Kirche mit einfliessen.

Daher werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz eingeladen mitzumachen.

Die erste Phase will Jugendlichen zur Reflexion ihres Verständnisses von Kirche anregen und aufzeigen, dass sie als Teil der Kirche ermächtigt sind, diese aktiv mitzugestalten.

In Leitungsteams, im Rahmen von Firmtreffen (Firmung 17+) und sonstigen Jugendgruppen sollen Antworten gefunden und auf kreative Weise an uns weitergeleitet werden.

Alle Informationen und Unterlagen findest du unter:

dachs-bau.org

dachs-bau-schweiz

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Spiritualität | 23. Februar 2024

Gebetsanliegen zur Fastenzeit

von: Adrian Marbacher
(Bild: Gebetsfahnen auf der Terrasse der Jugendseelsorge)

Die Gebetsanliegen der Teilnehmenden von „40 Tage ohne“ werden vom Wind immer wieder neu gebetet und so zu Gott getragen.

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Spiritualität | 13. Februar 2024

Angebote zur Fastenzeit

von: Adrian Marbacher
(Bild: La Catrina Dias de la muerte Figur)

Während meiner Auszeit in Mexiko im Januar habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich das finde, wonach ich suche. Doch dann wurde mir klar: Es geht nicht darum, etwas zu finden, sondern darum, loszulassen, was ich nicht bin und das zu leben, was in mir werden will.

Genau das üben wir in der Fastenzeit: Wir lassen los, was wir nicht mehr brauchen, um mehr aus unserer Essenz zu leben. Die Jugendseelsorge hat in diesem Jahr unter dem Label In-Spire verschiedene neue Angebote geschaffen, um dich dabei zu unterstützen:

  • Mit dem Projekt „40 Tage ohne“ unterstützen wir dich, wenn du dich freiwillig entscheidest, auf etwas zu verzichten.
  • Jeden zweiten Mittwoch während der Fastenzeit bieten wir dir die Möglichkeit, bei einem einfachen Fastensuppenmittag deine Anliegen im Gebet vorzubringen und in deiner Beziehung zu Gott zu wachsen.
  • Am Gründonnerstag bieten wir dir die Gelegenheit, gemeinsam zu „wachen und beten“, um noch tiefer in das Geheimnis Jesu einzutauchen.
  • Zu guter Letzt haben wir einen Film als Inspiration erstellt, der dir helfen kann, dein Leben wieder ins „Fließen“ zu bringen.

Vielleicht spricht dich oder deine Jugendlichen eines dieser Angebote an. Es würde uns freuen, wenn du dich bei uns meldest oder einfach vorbeischaust.

Wir wünschen dir und uns allen eine bereichernde, essentielle und erneuernde Fastenzeit!

 

 

 

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Spiritualität | 09. Februar 2024

IN-Spire: Fastenzmittag und gemeinsames Abendmahl

von: Andrew-Bill Andes
Wir halten inne. Gemeinsam. Und du bist dazu herzlichst eingeladen.

Wir nehmen uns bewusst Zeit für das, was im Grunde das Herz unserer Arbeit und unseres Glaubens ausmacht: Die Begegnung mit Gott und mit anderen Menschen. Es ist nicht nur eine Pause vom Alltag, sondern eine tiefe, bereichernde Erfahrung auf einem gemeinsamen Weg während der Fastenzeit. Ebenfalls werden wir diese Zeit am Hohen Donnerstag mit einer Gebetsnacht abrunden.

Fastenzmittag

Komm und erlebe, wie du zur Ruhe kommst und neue Kraft schöpfst. In einer Gemeinschaft, die einfach und offen ist. Suppe und Brot teilen, sich austauschen, gemeinsam vielleicht lachen und vielleicht auch weinen – das schafft eine Verbundenheit, die in der heutigen Zeit selten geworden ist.

Wo?

In der Küche (1. OG) im Haus OMG

Birmensdorferstrasse 50 8004 Zürich

Wann?

Mittwochs am 14. Feb / 28. Feb / 13. März / 27. März 2024

12.15 Uhr: Start mit Gebet „aufatmen“

12.45 Uhr: Fastenzmittag mit Suppe und Brot

13.45 Uhr: Ende

Anmeldung erwünscht.

Gemeinsames Abendmahl mit Gebetsnacht

Unsere Gebetsnacht am Hohen Donnerstag erweitert diesen Rahmen der Begegnung: Eine ganze Nacht, die dem Gebet, der Stille und der gegenseitigen Ermutigung gewidmet ist, lässt uns die Gegenwart Gottes auf eine intensive Weise erleben.

Wo?

Haus OMG

Birmensdorferstrasse 50 8004 Zürich

Wann?

Donnerstag am 28. März 2024

Ablauf:

18:30 Uhr Abendmahl mit „Teilete“

20:00 Uhr Gebetsnacht mit Stille, Feuerwache, Gemeinschaft, Gesang und Musik

Alle bringen etwas für das gemeinsame Abendmahl mit. Suppe Brot und Wein, Getränke, wie auch Snacks für die Gebetsnacht sind organisiert.

Fühl dich frei wie lange und auf welche Art du an dieser Gebetsnacht teilnimmst. Es gibt die Möglichkeit sich auszuruhen. Bringe für dich eine Matte und Schlafsack oder ähnliches mit.

Bitte gibt bei deiner Anmeldung an, was du zum Essen mitbringst.

Anmeldung bis am 25.3.24 an info@jugendseelsorge.ch

Wir freuen uns dich bei dem einen oder anderen Anlass begrüssen zu dürfen oder neu kennenzulernen.

Für die kommende Zeit wünschen wir dir Gottes Segen und ein Getragensein von Tag zu Tag mit viel „Aufatmen können“.

 

 

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Spiritualität | 02. Februar 2024

"WASSERSEIN" - 40 Tage ohne

von: Mario Stankovic
Neuer Film "WASSERSEIN" zur aktuellen Fastenaktion "40 Tage ohne".

40 Tage mit Wasser.
Ich brauche nichts als das, was ich bin.
Alles ist vollständig.
Wasser sein, mit was ich bin.

Auf was verzichtest du?

Die Macht von Nicht-Machen.
Ein mentales Erlebnis des Verzichtens.
Der fortlaufende Fluss von Ernährung
und Gewohnheit wird unterbrochen
und es wird ein anderer Fluss spürbar.

https://40-tage-ohne.ch/

#wasser #sein #fasten #heilung

Kompletten Artikel über "WASSERSEIN" - 40 Tage ohne lesen.
OKJ | 15. Januar 2024

Das Wie einer synodalen Kirche

von: Mario Stankovic
Aus dem ganzen Bistum sind am Sonntagnachmittag (14. Januar 2024) junge Erwachsene nach Zürich gekommen und sind der Einladung des Jugendrates und des Bischofs gefolgt.

Der Jugendrat des Bistums Chur dient als Plattform für Dialog über die Anliegen und Perspektiven junger Menschen in unserer Kirche. Deshalb haben sich die Teilnehmer*innen am Netzwerkanlass mit folgenden Fragen auseinandergesetzt.

Wie geht das Wie eines gemeinsamen Weges der synodalen Kirche? Warum steht der Weg, dem Weg im Weg? Welche Botschaft würdest du in einer Zeitkapsel der Kirchenturmkugel für die Pfarrei der Zukunft hinterlegen?

3 wichtige Botschaften sind aus dem Netzwerktreffen für die kommende Weiterarbeit mitzunehmen:

  1. Wenn du als Teilnehmer*in die synodale Kirche bei dir vor Ort nicht einforderst, dafür einstehst und sie anreisst, wird es niemand tun. Ja du als Ministrant*in, Firmbegleiter*in, Jublaner*in oder Pfadler*in etc.
  2. Wie eine synodale Kirche geht, müsst ihr mit der Leitungsebene der Pfarrei vor Ort abmachen und sie dafür in die Pflicht nehmen – mit dem Kirchenrat, der Pfarreileitung und den Priestern.
  3. Unser Bischof Joseph Maria Bonnemain, die Synoden der Kantone und Papst Franziskus laden ein und ermöglichen damit diesen Prozess der Kirche.

Wenn ihr dabei nicht ernst genommen werdet, hol dir unterstützung von anderen. Z. B. deinen Eltern, Religionslehrer*innen, Jugendarbeiter*innen, pfarreinahen Menschen oder wichtigen Vereinen aus dem Dorf oder im Stadtquartier.

Als Kirche sind wir immer noch im Prozess den fundamentalen Wandel umzusetzen, den Menschen ins Zentrum der kirchlichen Arbeit zu stellen. «Die Weltkirche hat mit grosser Zustimmung eine synodale Art und Weise des Kirchenseins beschlossen.» Wir müssen daher an den Bemühungen der Weltsynode JETZT anknüpfen.

Gerne haltet euch der Jugendrat über die weiteren Prozessschritte auf dem laufenden, ladet zu kommenden Gestaltungsräumen oder unterstütz euch bei den obigen Anliegen.

„Der kirchliche synodale Prozess muss in allen Bereichen diakonisch sein, sonst wird er weder kirchlich noch synodal sein können.“
Josef Maria Bonnemain

„Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) befindet sich immer noch in der Umsetzung und es gibt einen «schrecklichen» Widerstand gegen die Konzilsdekrete… Die Gefahr heute ist die Rückwärtsgewandheit, die Reaktion gegen die Moderne. Das ist eine nostalgische Krankheit.“
Papst Franziskus

Save the date: 23. – 24. November 2024, nächstes bistumweites Treffen für das Netzwerk Jugend

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Bericht | 08. Januar 2024

Willkommen Andrina Scherrer!

von: Mario Stankovic
Wir haben seit anfang Jahr eine neue Praktikantin im Haus. Herzlich willkommen Andrina! Sie erzählt euch gleich selber etwas über sich:

Mein Name ist Andrina Scherrer. Im Sommer 2021 habe ich eine kaufmännische Berufslehre bei der Kantonalen Verwaltung abgeschlossen. In meinen drei Ausbildungsjahren konnte ich durch den jährlichen Wechsel des Ausbildungsplatzes drei verschiedene kantonale Stellen genauer kennenlernen. Meine Ausbildungsplätze waren die Kanzlei sowie das Kartenbüro der Universität Zürich, das Bezirksgericht Bülach und das Kinder- und Jugendhilfezentrum Winterthur. Mein Favorit war das Kinder- und Jugendhilfezentrum genannt kjz, da ich erfahren durfte, wie viele Kinder, Jugendliche und Eltern, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, Unterstützung suchen und erhalten.

Vor ungefähr 6 Jahren wurde ich nach dem Firmlager angefragt, ob ich Interesse daran hätte Firmbegleiterin zu werden. Über diese Anfrage habe ich mich sehr gefreut und zugesagt. Seit diesem Zeitpunkt habe ich mit den Firmbegleiter*innen von Niederhasli mehrere Jugendarbeiterinnen und Katechetinnen unterstützt sowie verschiedene Treffen, Weekends und Lager im Bereich Firmung gestaltet und durchgeführt. Durch meine ehrenamtliche Arbeit wurde mir bewusst, dass ich nicht länger in der kaufmännischen Branche arbeiten möchte, sondern lieber einem sinnstiftenden Beruf nachgehen möchte. Deshalb absolviere ich vom 01.01.2024 bis 31.07.2024 ein Vorpraktikum bei der Jugendseelsorge. Danach möchte ich Soziale Arbeit an der ZHAW studieren.

Meine Freizeit verbringe ich gerne in der Natur, egal ob beim Sport oder bei einem Spaziergang. Musik ist mir sehr wichtig. Seit der 4. Klasse nehme ich Gitarrenunterricht. Meine Kreativität lebe ich gerne bei Bastel-, Mal- und Zeichenprojekten aus.

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Spiritualität | 03. Januar 2024

Der Lichtweg des Friedens

von: Natascha Rüede
Tausende Menschen kommen schweizweit zusammen, um das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte in Bethlehem entgegenzunehmen.

Das Friedenslicht aus Bethlehem hat eine langjährige Tradition. Das Zusammenkommen am Bürkliplatz in Zürich war wieder ein lichtvolles Zeichen des Friedens, an dem sich hunderte von Menschen versammelt haben. Das Friedenslicht wurde zum ersten Mal nach Jahrzehnten auf dem Weg in die Schweiz gestoppt und ausgeblasen. Der Film zeigt, wie eine Gruppe von jungen Menschen nach Linz reiste und was dabei geschah.

https://friedenslicht.ch/

Kompletten Artikel über Der Lichtweg des Friedens lesen.
Bericht | 25. Dezember 2023

Lichtvolle und frohe Weihnachten!

von: Team Jugendseelsorge Zürich
Das Team der Jugendseelsorge Zürich wünscht dir gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr!
Kompletten Artikel über Lichtvolle und frohe Weihnachten! lesen.
Bericht | 24. November 2023

Happy Birthday OMG!

von: Mario Stankovic
Ein Jahr Jugendseelsorge im “OMG!” das wurde mit einem Benefiz-Winterfest und philippinischem Boodle Fight gefeiert! Neben einem einmaligen kulinarischem Erlebnis gab es gute Stimmung, Tanz und weitere Programmpunkte zur Erheiterung. Es sind noch nicht alle Spenden angekommen, gerne informieren wir über die Unterstützung des Schlupfhuus.ch im Januar. Viel Spass mit den fotografischen Eindrücken von Arthur Lorenzen:
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Bericht | 02. November 2023

Sweet surrender🌹

von: Adrian Marbacher
Wie ein sich selbst erzeugendes Mantra, ein Ohrwurm ex nihil, verfolgt mich schon länger dieser englische Ausdruck: „sweet surrender“.
Stets meinte ich, es stamme vielleicht von einem Pink Floyd Song. Doch bis heute habe ich nicht herausgefunden, von welchen. Dann machte ich eine Entdeckung, die mir wie als neue Botschaft entgegen kam. „Surrender“ lässt sich nicht so einfach übersetzen. Es gibt es so im Deutschen nicht. Es kann sowohl „Hingabe“, als auch als „Aufgeben“ oder „Ergeben“ heissen, je nach Kontext. Und genau das lies mich aufhorchen: wahre Hingabe ist nicht ein Akt des Willens, sondern ein Akt des sich Ergebens. Es braucht dieses Loslassen von allem Bekannten, Gewohnten, allen Konzepten und Geboten. Und dann passiert es – das Aufgeben wird zur Hingabe. Eine Hingabe, die nicht bitter oder starr ist. Eine Hingabe, die süss ist und das Sein durchschimmern lässt.
Happy sweet surrendering to all of you.
(Foto von Jackson Simmer auf Unsplash)
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Gastbericht | 23. Oktober 2023

Gefangene Helfen Jugendlichen

von: Andera Thelen
Workshop für Jugendliche gegen Kriminalität:

Gefangene helfen Jugendlichen ist ein im Jahr 2020 gegründeter Verein. Wir klären Jugendliche über Kriminalität und die Konsequenzen davon auf. Unsere ausgebildeten Referenten sind ehemalige (noch junge) Ex-Häftlinge. Sie wissen am besten, was es bedeutet, die Freiheit zu verlieren. Sie geben tiefe Einblicke in ihre Biografien und wie es dazu kam, dass sie kriminell wurden. (Genaues Programm, liegt hier bei).

Wir führen die Präventionsunterrichte an Schulen, Jugendheimen und in der offenen Jugendarbeit in der ganzen Deutschschweiz durch. Wir haben schon des öfteren mit der kirchlichen Jugendarbeit in verschiedenen Kantonen zusammengearbeitet. Unsere Unterrichte sind (leider) nicht kostenlos. Wir würden uns sehr freuen, auch mit der katholischen Jugendarbeit zusammen arbeiten zu dürfen.

Elternfeedback 1:
„Roman fand die Begegnung mit Ilias sehr interessant und hat mir voller Auf-merksamkeit seiner Geschichte zugehört. Am Abend hat er uns viel davon er-zählt. Auch mich hat es berührt. Es ist enorm traurig, wenn so ein junger Mensch auf die falsche Bahn gerät, weil er vernachlässigt wurde. Wir wünschen ihm von Herzen, dass er es nun schafft, neue Freunde und Chancen kriegt und seine Schulden bezahlen kann. Ganz liebe Grüsse“

Elternfeedback 2:
„Danke fürs Organisieren und dass auch wir älteren dabei sein durften.
Es war sehr eindrücklich und es führt wieder einmal mehr vor Augen, dass noch immer viele Kinder unter schlimmen Bedingungen gross werden müssen.
Ilias ist so stark!! Er hat das alles durch gemacht, ohne zu zerbrechen, grossen Respekt. Es hat sicher viele zum Nachdenken gebracht.“

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung:

Andrea Thelen
Geschäftsführerin

Gefangene helfen Jugendlichen
Ackerstrasse 11
8708 Männedorf
044 500 24 11

Weitere Informationen sind zu finden unter:

www.gefangenehelfenjugendlichen.ch

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Gastbericht | 20. Oktober 2023

Vernetzung bei Angeboten aus der Jugendpastoral

von: Gian Rudin
Der Pastoralkreis Limmat vernetzt sich bei den Angeboten im Bereich der Offenen Jugendarbeit und Unterstufenkatechese und lädt dazu herzlich weitere Interessierte aus der Stadt und dem Kanton ein.

Spielend die Bibel erkunden

Spielend die Bibel entdecken. Kreative Arbeit mit der Bibel (KreaBi) anhand von bibliodramatischen Elementen zu ausgewählten Bibeltexten. Möglichkeit der Integration in Gottesdienst als Besinnung etc.

Termine: Samstag-Morgen 10.00-11:30

02. September, 28. Oktober, 25. November, 9. Dezember, 23. Dezember

Ort: Pfarreisaal Guthirt

 

Offene Jugendarbeit:

Gemeinschaftsförderung und thematische Vertiefungen

Kick-Off Weekend: München (9-11. September 2023)

Wie Religion unsere Gesellschaft beeinflusst. Mit Erkundungen und Begegnungen.

Termine: Samstagnachmittag von 15:00-17:00 Uhr (Ausnahme 28. Oktober)

23. September: Gott in der Natur erkennen (Exkursion Käferberg)

28. Oktober (21:00-23:00): Halloween und Allerseelen: Von der Faszination des Unheimlichen

25. November: Das Rätsel der Zeit (Besuch Kunsthaus)

23. Dezember: «Fest der Liebe» und Schlittschuhlaufen

27. Januar: Zeitgenössische Musik und Gott und Karaoke (Jugendliche bringen ihre Lieblingslieder mit)

Ort: Auswärts oder in den verschiedenen Pfarreien

 

Mehr Informationen unter:

Gian Rudin
Seelsorger Pfarrei St. Josef, Zürich
gian.rudin@zh.kath.ch

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OKJ | 12. Oktober 2023

3D Werkstatt in der Pfarrei St. Josef, Zürich

von: Mario Stankovic
Drei Jugendliche aus dem Quartier – Alexander, Andreas und Filip – leiten das 3D-Atelier.

Mit den drei 3D-Druckern können wir lasern, gravieren und 3D-Druckerzeugnisse herstellen. Wir fertigen Eigenkreationen an, welche wir zuvor mit einem Simulationsprogramm erstellt haben, z.B. Handy-Halterungen, kleine Regale und vieles mehr. Zudem werden Druckvorlagen zu religiösen Themen gemacht (Kölner Dom, Jerusalemer Tempel, Leidenswerkzeuge Christi).

Sie bieten aktuell drei Angebote an:

  • Mitbenutzung des 3D Ateliers im St. Josef
  • Repair & Revive Service; Nachhaltigkeit | Restaurierung | Upcycling
  • 3D-Modellierungskurse; Ideen freien Lauf lassen

Weitere Informationen findest du auf der Pfarreiwebseite von St. Josef. Gerne werden wir im Rahmen der offenen kirchlichen Jugendarbeit auf konkrete Angebote für den ganzen Kanton hinweisen. Wir sind dazu mit den drei jungen Unternehmern im Gespräch.

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Bericht | 07. Oktober 2023

Was macht die Jugendseelsorge Zürich und Warum?

Neu vorstellbar: Unsere Imagefaltkarte!

Entdecke auf einen Blick alles Wissenswerte über die Jugendseelsorge Zürich. Unsere Mission? Wir setzen uns für eine wirkungsvolle und professionelle kirchliche Jugendarbeit im Kanton Zürich ein.

Du fragst dich:

  • Welche Werte uns antreiben?
  • Wie gestaltet sich unsere Arbeit?
  • Was bieten wir konkret an?
  • Wie sind wir im Kanton Zürich verankert?
  • Wo können Sie uns finden?

All diese Antworten und noch viel mehr findest du kompakt und übersichtlich in unserem brandneuen Faltblatt. Schau rein und lass dich informieren! Gerne senden wir auch gedruckte Exemplare zu.

>>Faltblatt in kleiner Dateigrösse<<

>>Faltblatt in Druckqualität<<

Kompletten Artikel über Was macht die Jugendseelsorge Zürich und Warum? lesen.
Gastbericht | 28. September 2023

Jugendworkshop mit der Band "Gen-Verde"

von: Missioni cattoliche di lingua italiana
Wir laden dich zu diesem einzigartigen Erlebnis ein. Am 2. und 3. Dezember 2023 in Zürich!

Unter Jugendlichen entdecken wir durch unsere Talente, wie wir einen Beitrag zu mehr Frieden, Solidarität und Geschwisterlichkeit in unserem Alltag geben können.

In einem intensiven 2-Tage-Programm bietet die Band Jugendlichen, im Alter zwischen 14 und 20 Jahren, Workshops in den Bereichen Gesang, Tanz, Theater und Perkussion an.

Wo:
Kath. Kirche Don Bosco
Feldstrasse 109, 8004 Zürich

Zeit:
02. – 03. Dezember 2023
Sa, 10 – 17 Uhr
So, 10 – 16 Uhr

Zielgruppe:
14 – 20 Jahre

Kostenbeitrag:
CHF 30.-

Anmeldung bis zum 11. 11. 2023:
cutt.ly/genverde

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Bericht | 12. September 2023

Neues Meldesystem der Katholischen Kirche Schweiz

von: Mario Stankovic
Zu viele haben in unserer Kirche durch sexuelle Übergriffe tiefes Leid erfahren.

Die kirchliche Initiative „Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche Schweiz“ und die dadurch beauftragte wissenschaftliche Untersuchung dient vor allem den Opfern. Die Kirche gewinnt aus dieser Initiative wichtige Erkenntnisse, um systemische Schwachstellen, die zu sexuellem Missbrauch beitragen, zu erkennen und gezielt anzugehen.

Mehr zum Projekt: www.missbrauch-kath-info.ch

Die Ergebnisse des einjährigen Pilotprojekts können >hier< eingesehen werden. Die Zusammenarbeit mit dem historischen Seminar der Universität Zürich wird in einem Folgeprojekt 2024–2026 im Umfang von 1.5 Mio. Franken fortgesetzt.

Die Kirche möchte durch diese Aufarbeitung ihrer Verantwortung gegenüber den Opfern und der Gesellschaft gerecht werden. Es ist ihr ein zentrales Anliegen, den Missbrauch und seine Gründe innerhalb der Kirche umfassend zu bekämpfen.

Die Katholische Kirche im Kanton Zürich hat dafür ein neues Meldesystem eingerichtet:
«Kirche schaut hin. Fehlverhalten melden»

Wir von der Jugendseelsorge Zürich sind froh um die aktive und professionelle Aufarbeitung durch die Initiative der SBK, RKZ und KOVOS und hoffen, dass die Betroffenen endlich ernst genommen und gehört werden.

Das Generalvikariat hat für kirchliche Mitarbeiter*innen in der Bistumsregion Zürich-Glarus ein detailliertes «Q&A» zusammengestellt. Das bischöfliche Ordinariat Chur hat einen Leitfaden mit dem Titel «Vademecum» für gelungene Telefonkommunikation entwickelt.

Literatur: Schaut hin!: Missbrauchsprävention in Seelsorge, Beratung und Kirchen. Isabelle Noth, Ueli Affolter. TVZ.

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Bericht | 04. September 2023

Neue Leitung für das AKJ Albis - Willkommen Thomas Fässler!

von: Thomas Fässler
Thomas Fässler stellt sich vor: Ursprünglich habe ich Wirtschaft und Recht studiert und danach lange in der Treuhandbranche gearbeitet.

Durch schicksalhafte Fügungen habe ich vor rund 20 Jahren (wieder) auf den spirituellen Weg und zum Glauben gefunden. Dieser Weg hat mich unter anderem durch ein Studium in Psychologie geführt. Während mehrerer Jahren konnte ich als Jugendarbeiter in der offenen Jugendarbeit der Gemeinde St. Josef in Zürich wertvolle Erfahrungen sammeln und meine Freude für die Arbeit mit und für Jugendliche finden.

Glauben und Spiritualität bilden wesentliche Stützen in meinem Leben. Es ist mir wichtig, diese Stützen auch in meinem beruflichen Alltag einsetzen zu können. Ich freue mich sehr auf das tolle Team und die gelebte Spiritualität im Alltag.

Gemeinsam etwas zu bewegen und dazu beizutragen, junge Menschen zu motivieren, sich für die Kirche zu engagieren wünsche ich mir.

Thomas Fässler, Leiter AKJ Albis

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Bericht | 01. September 2023

Synodaler Grillplausch auf der Dachterrasse im OMG!

von: Mario Stankovic
Das gab es noch nie! Papst erteilt Laien ein Stimmrecht bei der Bischofssynode. 🚀

Diesen Oktober findet in Rom der erste Teil statt, unter dem Titel «Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung». Die ganze Kirche habe sich einen Weg vorgenommen, um die Botschaft Jesu neu zu entdecken, sagt Franziskus.

Die Deutschschweizer Fachstelle für offene kirchliche Jugendarbeit (@fachstelleokj) wird mit einer Kohorte junger Erwachsener in Rom mit dabei sein.
Letzten Samstag fand sich die Gruppe dazu bei uns auf der Dachterrasse zu einem synodalen Grillplausch! 🥰

@synod.va

#jugendseelsorge #jugendarbeit #kirchlichejugendarbeit #offen #katholisch #bistumchur #synodalekirche #zürich #zuerich #spiritualitaet #glauben #christus #kirche #synodalerweg #synode #synode2023

Kompletten Artikel über Synodaler Grillplausch auf der Dachterrasse im OMG! lesen.
Gastbericht | 24. August 2023

Jugendreise - ZH goes Assisi!

von: Nikola Baskarad
Die Jugendseelsorge Zürich legt Wert auf tiefe und bereichernde Erfahrungen in der kirchlichen Jugendarbeit im Kanton. Jährlich organisieren wir in Kooperation mit den Pfarreien verschiedene Reisen. Nikola Baskarad hat dazu einen Reisebericht für die Pfarrei Heilig Kreuz geschrieben:

Vom 30. April bis zum 6. Mai 2023 hatten wir, eine Gruppe von Jugendarbeitern
aus der Stadt Zürich das Privileg, eine Pilgerreise nach Assisi zu unternehmen.
Jugendliche aus unserer Pfarrei Heilig Kreuz waren auch dabei. Unsere Gruppe
bestand aus Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren aus Zürich, die eine
unglaubliche Bandbreite an Erfahrungen und Perspektiven mitbrachten.

Montag:
Unsere Reise begann mit der Ankunft in der bezaubernden Stadt Assisi, dem
Geburtsort des Heiligen Franziskus. Assisi begrüsste uns mit seinen
mittelalterlichen Gassen, malerischen Steinhäusern und der friedlichen
Atmosphäre, die diese spirituelle Stadt durchdringt. Nachdem wir uns in unserer
Unterkunft eingerichtet hatten, unternahmen wir einen Rundgang durch die
Stadt. Unser erster Halt war das Grab des Heiligen Franziskus in der Basilika San
Francesco. Die Basilika, ein Meisterwerk der gotischen Architektur, ist bekannt für
ihre prächtigen Kunstwerke, die das Leben des Heiligen Franziskus darstellen.
Der Besuch des Grabes war ein bewegender Moment, da wir die Gelegenheit
hatten, uns auf die spirituelle Reise, die vor uns lag, einzustimmen. Später
besuchten wir das Geburts- und Wohnhaus von Franziskus, das uns einen
Einblick in sein bescheidenes Leben und seine tiefe Verbundenheit mit Gott bot.

Dienstag:
Am Dienstag brachen wir früh auf zu einer Wanderung zum Eremo delle Carceri,
einem Ort der Stille und Kontemplation, der sich in den dichten Wäldern des
Monte Subasio befindet. Dieser Ort, an dem Franziskus oft Zeit zum Beten und
Meditieren verbrachte, bot uns eine inspirierende Kulisse für unseren spirituellen
Impuls zum Thema „Become who you are“. In der Ruhe der Natur stellten wir
uns der Frage, ob Heiligkeit ein unerreichbares Ziel ist, und ob und wie Gott zu
uns spricht. Diese Reflexion führte zu tiefgreifenden Diskussionen und
persönlichen Erkenntnissen. Der Besuch des Eremo delle Carceri war ein
besonderes Erlebnis, da wir die Einsiedelei und die umliegenden Höhlen
erkundeten, die Franziskus und seine Gefährten für ihre Meditationen nutzten.

Mittwoch:
Unsere Reise führte uns in die ewige Stadt – Rom. Nach einer frühen Abfahrt
erreichten wir den Vatikan, wo wir an einer Papstaudienz teilnahmen. Dies war
ein unvergessliches Erlebnis für unsere Gruppe, denn die Möglichkeit, den Papst
persönlich zu sehen und seine Botschaft zu hören, war sehr inspirierend. Nach
der Audienz hatten wir die Gelegenheit, die historischen Sehenswürdigkeiten
Roms zu erkunden. Wir besichtigten das beeindruckende Kolosseum, ein
Meisterwerk der antiken römischen Architektur und Symbol für die Macht und
Grösse des römischen Reiches. Der Besuch des Pantheons, eines der
besterhaltenen antiken Gebäude, und des lebhaften Marktplatzes, ermöglichte es
uns, einen Einblick in das tägliche Leben und die Geschichte dieser unglaublichen
Stadt zu bekommen.

Donnerstag:
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Vertiefung unseres spirituellen
Verständnisses. Wir besuchten San Damiano, den Ort, an dem Franziskus seinen
Ruf zu einem Leben in Armut und Hingabe an Gott vernahm. Hier diskutierten
wir intensiv über das Hören von Gottes Stimme und wie wir in unserem täglichen
Nikola Baskarad 11. Mai 2023
Leben auf sie achten können. Der Nachmittag führte uns zur Porciuncola, einer
kleinen Kapelle innerhalb der Basilika Santa Maria degli Angeli, die als
Geburtsstätte des Franziskanerordens gilt. Hier spürten wir den Geist des
Heiligen Franziskus und sein tiefes Engagement für ein Leben in Einfachheit und
Hingabe an Gott.

Freitag:
Am Freitag besuchten wir Carlo Acutis, einen jungen Mann, der für
seine fromme Hingabe an den Glauben und seine bemerkenswerte Arbeit in der
digitalen Evangelisierung seliggesprochen wurde. Unsere Jugendlichen waren tief
berührt von seiner Geschichte und seiner tiefen Spiritualität. Einige verbrachten
sogar Zeit allein im Gebet vor ihm. Es war ermutigend zu sehen, wie diese
jungen Menschen sich mit solchen tiefgründigen Themen auseinandersetzten und
sie in ihren eigenen Glauben integrierten.

Fazit:
Diese Tage waren reich an historischen und spirituellen Erfahrungen, die unsere
Gruppe näher zusammenbrachten und uns allen eine tiefere Wertschätzung für
unseren Glauben und das Erbe, das uns die Heiligen hinterlassen haben,
vermittelten. Es war eine Reise, die uns alle bereichert und inspiriert hat.
Ein zentrales Element unserer Reise waren die gemeinsamen Spiele und
Aktivitäten. Sie dienten nicht nur als Quelle der Unterhaltung und des Spasses,
sondern auch als ein wichtiges Medium zur Bildung und Stärkung der
Gemeinschaft innerhalb unserer Gruppe. Sie halfen uns dabei, Barrieren
abzubauen, Vertrauen aufzubauen und uns als Gemeinschaft zu festigen.
Die italienische Küche war ein weiterer Höhepunkt unserer Reise. Von den
knusprigen Pizzas, über die aromatischen Pastagerichte, bis hin zu den sorgfältig
zubereiteten Fleisch- und veganen Gerichten – das Essen war ein wahres Fest für
den Gaumen. Jede Mahlzeit bot uns die Möglichkeit, die Vielfalt und den
Reichtum der italienischen Küche zu erkunden und zu schätzen.
Die Gespräche mit den Jugendlichen waren eine Quelle der Inspiration und des
Lernens für uns alle. Oftmals tiefgründig und berührend, boten diese Gespräche
Einblicke in ihre Gedanken, Ängste, Hoffnungen und Träume. Es war ermutigend
zu sehen, wie viele von ihnen den Wunsch äusserten, mehr über den Glauben zu
erfahren und den Kontakt mit uns aufrechtzuerhalten. Diese Interaktionen
betonten die Bedeutung und den Wert unserer Arbeit als Jugendarbeiter.
Unsere Erfahrungen in Assisi haben uns ermutigt, weitere Reisen zu organisieren.
Als Nächstes steht der Weltjugendtag in Olten auf dem Programm, gefolgt von
der Teilnahme am Weltjugendtag in Lissabon. Diese Ereignisse bieten weitere
Möglichkeiten, den Glauben zu feiern, neue Orte zu entdecken und tiefe,
bedeutungsvolle Beziehungen mit den Jugendlichen aufzubauen.
Um einen Einblick in die Erfahrungen und Eindrücke der Jugendlichen zu geben,
habe ich ein Video zusammengestellt, das auf YouTube zu sehen ist. Dieses Video
zeigt die Freude, das Engagement und die tiefe Reflexion, die diese Reise geprägt
haben. Es ist ein lebendiges Zeugnis der unvergesslichen Momente, die wir auf
dieser Reise erlebt haben. Wir sind auch auf Instagram aktiv. Hiermit der Aufruf
an euch uns online zu folgen.

Liebe Grüsse und Godbless
Nikola Baskarad

YouTube Reisevideo

Instagram Jugendarbeit Heilig Kreuz Zürich

Kompletten Artikel über Jugendreise - ZH goes Assisi! lesen.
Gastbericht | 08. Juni 2023

Eine leise Pastoral

Jugendliche
von: Adrian Marbacher
Was heisst eigentlich "mystagogische" Jugendarbeit? Warum ist Karl Rahner für die kirchliche Jugendarbeit wichtig? Adrian Marbacher erklärt in einem Bericht der Schweizerischen Kirchenzeitung...

Mystagogoische Jugendarbeit SKZ

#spiritualitaet  #jugendarbeit #religion#rahner #mystagogie

Kompletten Artikel über Eine leise Pastoral lesen.
Bericht | 04. Juni 2023

"Wir haben ein einmaliges 'Feeling' in Taizé erlebt." Luis, 16 Jahre.

von: Mario Stankovic
In diesem Beitrag kannst du lesen, was die Jugendlichen von unserer Taizé-Reise nach Hause mitnehmen.

Wir waren Christi Himmelfahrt mit verschiedenen Pfarreien aus dem Kanton bei der Brüdergemeinschaft Taizé in Frankreich. Jedes Jahr kommen tausende Jugendliche aus der ganzen Welt dort zusammen, um eine spürbare christliche Glaubenserfahrung und Gemeinschaft zu erleben.

 

Was hat dich an der Gemeinschaft in Taizé überrascht?

„Als wir angekommen sind und gleich ins Abendgebet gingen, hat es mich überrascht, dass so viele Menschen mitgesungen haben, es haben fast alle mitgesungen. So entsteht ein ganz anderes Gefühl im Gottesdienst, als wir es von Zuhause kennen.

Mir hat besonders gefallen mitzuerleben, wie alle mit der Zeit immer offener in Taizé wurden, immer mehr mitgesungen haben und wir ein einmaliges „Feeling“ erleben konnten.“ Luis

„Mich hat überrascht, dass in so einer grossen Gemeinschaft jeder jedem hilft. Generell war das Klima dort viel menschlicher als im Alltag.“ Tiziano

„Das so viele Teilnehmer*innen in unserem Alter dort waren und viele sehr offen waren, hat mich überrascht. Obwohl jeder von uns so verschieden war, wurden alle akzeptiert so wie sie sind.“ Anina und Jeanine

„Es hat mich überrascht, dass alle Arbeiten wie putzen und abwaschen von den Teilnehmer*innen übernommen wurden und das alles so gut funktioniert hat.“ Anonym

 

Was wirst du nach Hause mitnehmen von unserer Reise?

„Ich hatte ein persönliches Gespräch mit unserem Gruppenleiter Oliver Sitten, daraus konnte ich viel mitnehmen für mich. Auch die Zeiten in den gemischten Kleingruppen in denen wir uns über Bibelstellen ausgetauscht haben, waren sehr inspirierend.“ Luis

„Ich konnte wieder abschalten und habe erlebt wie gut es tut, nicht so oft am Mobiltelefon zu sein wie sonst und Gruppenspiele mit anderen zu erleben.“ Tiziano

„Zuhause ist mein Alltag sehr hektisch, ich habe hier erlebt, wie gut es tut, mir Zeit für Stille und Ruhe zu nehmen.“ Anonym

„Ich möchte mich daran erinnern, dass man ganz offen auf Menschen zugehen kann, die man noch nie gesehen hat. Das mache ich Zuhause nicht, einfach auf fremde Menschen zugehen und anfangen zu reden.“ Anonym

 

Firmbegleiter Oliver Sitten berichtet,
weshalb er mit seiner Gruppe nach Taizé gefahren ist.

Für die Jugendlichen war die Reise nach Taizé als Vorbereitung auf ihre Firmung obligatorisch. Klar gab es vorab immer wieder Nachfragen: „Wieso muss ich dahin mit?“ , „Wieso fahren wir dorthin?“ usw. Mit Ludwig’s und meiner Vorbereitung durch Erzählungen, Bilder und Youtube-Videos erhofften wir uns eine gute Einstimmung, aber erleben mussten sie es selbst. Und das haben sie. Jede und jeder hat sich drauf eingelassen. Die gegebene Infrastruktur wurde genommen, wie sie geboten war. Sie alle haben die Zeit genutzt, um Glaube, Gemeinschaft und Kirche einmal anders zu erleben. Es gab Zeit für Einzelgespräche mit uns (Ludwig Widmann und mir) sie alle hatten die Gelegenheit miteinander als Gruppe zu wachsen. Einzelne möchten nicht wieder nach Taizé, die meisten anderen jedoch würden selbst wieder gern hinfahren. Dann jedoch ohne Obligatorium und Unti im Hinterkopf, sondern weil sie weiter neugierig auf diesen besonderen Ort mit seiner Gemeinschaft sind. Der schönste Spruch bei der Abfahrt für mich war: „Ich könnte jetzt noch ein paar Tage länger bleiben.“

Oliver Sittel, Seelsorger, Pfarrei St. Benignus, Pfäffikon ZH

 

Wer das Taizé-Feeling in Zürich erleben möchte
ist herzlich eingeladen ans Taizégebet vom 07. Juli 2023, 19 Uhr im Jenseits.

Kompletten Artikel über "Wir haben ein einmaliges 'Feeling' in Taizé erlebt." Luis, 16 Jahre. lesen.
Gastbericht | 02. Juni 2023

«Raum des Zwischens» oder wie Interreligiösität und Interkulturalität gelingt

von: Viktor Diethelm
Viktor Diethelm von der deutschschweizer Fachstelle für offene kirchliche Jugendarbeit berichtet wie er die Tagung erlebt hat (Siehe Link).

Eintreten in den «Raum des Zwischens» oder wie Interreligiösität und Interkulturalität gelingen kann.

Zustimmung und ein wohlwollendes Nicken folgen schnell auf die Forderung, interkulturelle und -religiöse Öffnung in der Jugendarbeit als zentrale Aufgabe zu etablieren. Was damit bei vertiefter Auseinandersetzung an Zusammenhängen, selbstkritischer Reflexion und erforderlichem Einsatz zusammenhängt, hat die Fachtagung vom 6. bis 7. Februar 2023 zum Thema «Interkulturelle und interreligiöse Öffnung in der Jugendarbeit»
zu Tage gebracht.

Interkulturelle und interreligiose Offnung in der Jugendarbeit

Bild: NASA

#spiritualitaet  #jugendarbeit #religion

Kompletten Artikel über «Raum des Zwischens» oder wie Interreligiösität und Interkulturalität gelingt lesen.
Bericht | 24. Mai 2023

Den «authentischen Schlag» finden oder was ist spirituelle Begleitung?

von: Adrian Marbacher
Filme sind Fiktion. Und doch zeigen sie die Realität oftmals anschaulicher als die Realität selber. Sie reduzieren die undurchsichtige Komplexität des Lebens und übersetzen sie in überschaubare Geschichten. Wenn sie auch symbolisch aufgeladen und übertrieben sein mögen, lösen sie etwas aus und machen auf verborgene Anteile in uns aufmerksam. Filme helfen, das Leben zu verstehen. Daher gebe ich oft ein Filmbeispiel, wenn ich etwas erklären möchte. So verweise ich bezüglich Spiritueller Begleitung gerne auf den Film: «Die Legende von Bagger Vance».

Der Film spielt in den 30er-Jahren in der USA, Savannah, und zeichnet die persönliche Entwicklung eines traumatisierten Kriegs-Veteranen und ehemaligen Golf-Champions Rannulph Junuh nach (gespielt von Matt Damon). Trotz seines selbst auferlegten Rückzuges soll er in einem Schauturnier gegen zwei legendäre Golfer antreten. Niemand glaubt an seinen Sieg, nicht mal er selber. Ausnahme bilden ein kleiner Junge, der rückblickend die Geschichte erzählt und der geheimnisvolle Bagger Vance (Will Smith), der ihm in der Rolle des Caddys als Art spiritueller Mentor dient. Im Verlauf des Turniers gewinnt Junuh seinen „authentischen Schlag“ zurück, den er für immer verloren glaubte.

Der sinnlich-poetische Film von Robert Redford führt uns in die Faszination des Golfsportes und begleitet den Zuschauer auf eine spirituelle Reise, die universelle Gültigkeit besitzt und einige Prinzipien von Spiritueller Begleitung aufzeigt. Dabei werden weniger die Herausforderungen und Schwierigkeiten der Begleitung aufgezeigt, als vielmehr das Ziel und das Ideal. In sokratischer Manier verhilft Bagger Vance dem Golfer Junuh sich selbst zu finden und seinen eigenen Weg zu gehen:

  1. Seinen «authentischen Schlag» finden

Vielleicht das Hauptthema des Filmes. Junuh hat seinen Schwung verloren. Sein Körper kennt noch den Ablauf für den Schlag. Er ist aber nicht mehr eins mit ihm. Im Krieg hat er sich selbst entfremdet. In der Begleitung geht es darum, wieder in Einklang mit seinem Innersten selbst zu kommen und in Einheit von Körper, Seele und Geist zu handeln. Die Beziehung zum Körper ist genauso wichtig, wie die Beziehung zur Seele oder zu Gott (oder dem Göttlichen). In der Einheit ist man auch gegenwärtig. Ich bin nicht definiert von der Vergangenheit oder der Zukunft her, sondern bin frei im Hier und Jetzt. Im Alltag erlebt man sich aber vielfach nicht in dieser Einheit. In der Begleitung zeige ich Möglichkeiten und Methoden, die es dir ermöglichen, immer einfacher dahin zu kommen und erneut deinen eigenen «authentischen Schlag» zu finden.

  1. Das «Feld» wahrnehmen

Kein geborenes Wesen ist unabhängig von Raum und Zeit. Mensch sein heisst, sich in konkrete Situationen einzulassen und in Beziehung zu sein. Seinen «authentischen Schlag» finden, heisst auch in Beziehung mit seiner Umwelt zu treten. Es ist ein Unterschied, ob ich Sozialarbeiter, Künstler oder Buchhalter bin. Es gelten andere Regeln und dennoch handelt es sich immer um den einen, deinen, «authentischen Schlag». Daher ist es wichtig das «Feld» zu spüren und zu verstehen, wie hier konkret der «authentische Schlag» geschlagen werden muss. In der Begleitung, werden die Herausforderungen des «Feldes» angeschaut und Möglichkeiten aufgezeigt, die dich unterstützen, zuzulassen, was du im Innersten spürst, deiner eigenen Intuition und Eingebung zu vertrauen und authentisch in Beziehung zu sein.

  1. Man kann das Spiel nicht gewinnen, nur spielen

Wir leben in einer Kultur, in der wir stets vergleichen: Lohn, Erfolg, Schönheit usw. Auch diejenigen, die meinen darüber zu stehen, müssen sich ehrlicherweise eingestehen, dass sie immer wieder darauf reinfallen. Den eigenen Weg zu gehen, ist keine Leistung, die man erbringen muss. Es gilt keinen Sieg zu holen, sondern sich aufs Leben einzulassen. So, wie es ist. «Man kann das Spiel nicht gewinnen, nur spielen». Es ist sinnvoll, sich Ziele zu setzen und zu manifestieren, wer ich sein möchte. Ob wir wollen oder nicht, wir realisieren, worauf wir unsere Aufmerksamkeit schenken. Das Spiel des Lebens zu spielen, heisst aber auch, sich als Teil eines grösseren Ganzen zu sehen und seine Grösse in Demut anzuerkennen und zu sein, was man ist: Einzigartig, geliebt und vollkommen.

Originaltitel: The Legend of Bagger Vance (2000, Regie: Robert Redford)

https://www.youtube.com/watch?v=EtDkgfF0QDE

#spiritualitaet  #spirituellebegleitung #meinweg

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Bericht | 16. Mai 2023

Mittagslaufgruppe OMG!

von: Mario Stankovic
Bei uns bekommst du nicht nur exzellenten Kaffee, sondern du findest auch professionelle Begleitung für deine körperliche Ertüchtigung.

Unsere Tanja Gmünder ist nicht nur unbezahlbar in der Schaltzentrale des OMG!s, sondern auch Lauftrainerin mit 18 Marathonläufen im Rucksack.
Auf den Bildern trotz Regen findet ihr die Teams des KREATE und arnis-club.ch, die sich auf den diesjährigen luzerner Marathon vorbereiten.

Gruss an TV Unterstrass Zürich und SwissCityMarathon – Lucerne!

#laufen #springen #marathon #bewegung #gesundheit #kirchekonkret #synode #synodal #kirche #zürich #omg #jugend #seelsorge #glauben #jugendarbeit #kirchlichejugendarbeit

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Bericht | 10. Mai 2023

Ökumenisches Bildungshaus und Katalysator für Gemeindeentwicklungen: Reuss Institut

von: Mario Stankovic
Die Jugendseelsorge Zürich war heute zu Besuch am Reuss Institut, ein Ökumenisches Bildungshaus und Katalysator für Gemeindeentwicklungen.

In der kirchlichen Arbeit begegnet uns oft Ratlosigkeit in Angesicht der kritischen Herausforderungen vor denen wir als Kirchen stehen. Das Reuss Institut geht neue Wege, bietet dabei Unterstützung und lernt gleichzeitig dabei. Es vermittelt Kenntnisse, um kirchliche Gemeinschaft in der heutigen Situation zu stärken und zu fördern. Grundlegend dafür ist ihnen das Verständnis einer geistlichen Gemeindebildung, die vom Wirken Gottes ausgeht und unsere Mitarbeit darauf auszurichten sucht.

Ein hoffnungsvolles Projekt in kritischen Zeiten!

www.reuss-institut.ch

#reussinstitut #luzern #jugendseelsorge #jugendarbeit #kirchlichejugendarbeit #offen #oekumene #katholisch #bistumchur #synodalekirche #zürich #zuerich #spiritualitaet #glauben #christ #kirche

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Bericht | 21. April 2023

Die kirchliche Gassenarbeit des Vereins "incontro" braucht deine Hilfe!

von: Mario Stankovic
Der Verein "incontro" ermöglicht konkrete Hilfe auf der Gasse, leistet unverzichtbare Arbeit und braucht deine Unterstützung.
Wie du helfen kannst, findest du auf ihrer Internetseite:
 
Auf dem Foto ist Pfarrer Ugo Rossi aus dem incontro Team mit Irene von Arb aus der Pfarrei Gossau ZH zu sehen. Die Pfarrei hat gestern 43 Lebensmitteltaschen organisiert und vorbei gebracht. Hut ab für den Einsatz!
 
#incontro #zürich #kirchlichegassenarbeit #katholisch #diakonie #seelsorge
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Best Practice | 18. April 2023

Ideen und Vorlagen für Spirituelle Animation im jubla.netz

von: Mario Stankovic
Hast du gewusst, dass du im neuen jubla.netz viele Ideen und Vorlagen für Spirituelle Animation findest? Egal ob du eine erfahrene Zelebrant*in, kirchliche Jugendarbeiterin* oder Präses bist. Die Materialkiste inspieriert und bietet gute Unterlagen.

Mit der Plattform jubla.netz sind nun alle Hilfsmittel, Inhalte und Umsetzungsideen der Jubla an einem Ort zugänglich. Mit den Such- und Filteroptionen kann nun einfach und schnell das gefunden, was weiterhilft. Dabei ist alles untereinander verlinkt.

Das jubla.netz ist grob in zwei Bereichen organisiert:
Der Wissensteil: Inhalte (z.B. alle schub Broschüren), Merkblätter, Hintergrundinfos etc.
Der Ideenteil: konkrete Umsetzungsideen, Vorlagen, Tipps und Tricks (wie eben alle Inhalte des Webpools Spirituelle Animation)

>Hier< findest du den direkten Link zum Bereich Spirituelle Animation.

#jugendarbeit #jugendseelsorge #kirche #glaubenleben

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Bericht | 12. April 2023

Barista-Kaffeekurs für unsere Crew!

von: Mario Stankovic
Am vergangenen Teamtag haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen: ein Barista-Kaffeekurs für unsere Crew stand auf dem Programm!

Der Kurs diente nicht nur der Auflockerung, sondern hat uns auch die essenzielle Fähigkeit vermittelt, unseren Gästen in Zukunft einen feinen Kaffee zu servieren. Wie wichtig ist die Gastgeberkompetenz in der Seelsorge?

Dank der professionellen Anleitung von Rentabarista.ch wurden unsere Teammitglieder in null Komma nichts zu echten Barista-Pros. Mit unserem neu erworbenen Know-how sind wir nun bestens gerüstet, um dich bei uns an der Birmensdorferstrasse 50 auf ein Kaffee einzuladen. Besuche uns und überzeuge dich selbst von der Qualität. Bis bald im OMG!

#kaffee #coffee #kirchekonkret #synode #synodal #kirche #zürich #omg #jugend #seelsorge #glauben #jugendarbeit #kirchlichejugendarbeit #mittendrin_life

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Bericht | 01. April 2023

IN-Spire «Ist das nicht ein Fasten, wie ich es wünsche…» Jes 58,6

von: Andrew Andes
“Dass Gott gar nicht möchte, dass wir leiden… daran habe ich nie gedacht”, sagte eine Teilnehmerin aus meinem Bibelworkshop. Es gibt nämlich ein Fasten, das Gott gefällt, und dementsprechend ein Fasten, das Gott nicht gefällt.

Passend zur Fastenzeit lasen wir im Buch Jesaja, Kapitel 58, die Verse rund ums Fasten. Warum fasten wir eigentlich?

Sie suchen mich Tag für Tag und haben daran Gefallen, meine Wege zu erkennen. Wie eine Nation, die Gerechtigkeit übt und vom Recht ihres Gottes nicht ablässt, so fordern sie von mir gerechte Entscheide und haben an Gottes Nähe Gefallen. (Vers 2)

Menschen suchen Gott und wollen wissen wie weiter… Die Motivation dabei scheint u.a. diejenige zu sein, dass Menschen sich im Recht sehen etwas von Gott zu fordern.

Warum fasten wir und du siehst es nicht? Warum haben wir uns gedemütigt und du weißt es nicht? […] (Vers 3)

Und obwohl wir fasten und mit Leid und Schmerz ernsthaft suchen, scheint Gott manchmal weit weg zu sein.

Seht, ihr fastet und es gibt Streit und Zank und ihr schlagt zu mit roher Gewalt. So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör. Ist das ein Fasten, wie ich es wünsche, ein Tag, an dem sich der Mensch demütigt: wenn man den Kopf hängen lässt wie eine Binse, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten und einen Tag, der dem HERRN gefällt? (Verse 4-5)

Wie sollte es denn sein?

Ist nicht das ein Fasten, wie ich es wünsche: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, Unterdrückte freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen? Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen, obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen? Dann wird dein Licht hervorbrechen wie das Morgenrot und deine Heilung wird schnell gedeihen. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des HERRN folgt dir nach. Wenn du dann rufst, wird der HERR dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich. Wenn du Unterjochung aus deiner Mitte entfernst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemandem übel nachredest, den Hungrigen stärkst und den Gebeugten satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag. (Verse 6-10)

WOW! Es geht darum in Liebe einen Beitrag leisten, um das Leben von Menschen zu erleichtern. Auch ich erkenne darin Gott immer wieder neu als einen liebenden Gott, der das Wohl der Menschen sucht.

Ich habe mir daraus folgende Challenges gestellt:

Ich möchte einem guten Freund von mir bei seiner Alltagsbewältigung etwas helfen und habe mich entschlossen, ihm bei der Planung zu unterstützen.

Gerne möchte ich auch mit wildfremden Menschen reden, mehr nachfragen und ihre Anliegen hören.

Wenn diese Menschen wollen, werde ich gleich mit ihnen für sie beten.

Meine Erkenntnis war also die persönliche Begegnung mit Menschen und das Anbieten praktischer Hilfe. Die Begegnung schafft Raum für Gespräche über persönliche Ansichten und aktuellen Herausforderungen im Alltag. Das Anbieten praktischer Hilfe ermöglicht beim Verzicht eine sinnvolle Alternative um freigewordene Ressourcen wie Zeit und Geld in Nächstenliebe zu investieren.

Nun möchte ich dich ermutigen, mit mir diese Verse im Alltag auch nur mit kleinen Schritten zu entdecken:

Frage bei Gesprächen nach, wie es der Person wirklich geht. Höre einfach zu. Versuche vielleicht etwas aufmunterndes oder bestärkendes dazu zu sagen.

Wenn du beim Fasten Geld sparst, warum nicht in eine gute Sache spenden?

Wenn du beim Fasten mehr Zeit zur Verfügung hast (z.B. weil du zu Mittag nicht isst), warum nicht eine Person bei irgendeiner Arbeit unterstützen?

Das Gespräch (z.B. auch per Telefon) mit Personen aus der Familie, der Verwandschaft, der Nachbarschaft oder des Bekanntenkreises suchen. Nur um zu sagen, dass du an sie denkst und dich wunderst, wie es ihnen geht?

Ich wünsche uns allen viel Spass und Freude dabei, denn was damit einhergeht, ist vielsprechend für die Zukunft unserer Kirche:

Der HERR wird dich immer führen, auch im dürren Land macht er dich satt und stärkt deine Glieder. Du gleichst einem bewässerten Garten, einer Quelle, deren Wasser nicht trügt. Die Deinen bauen uralte Trümmerstätten wieder auf, die Grundmauern vergangener Generationen stellst du wieder her. Man nennt dich Maurer, der Risse schließt, der Pfade zum Bleiben wiederherstellt. (Verse 11-12)

Bild: Aamir Suhail, unsplash

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Bericht | 28. März 2023

"Kirche konkret!" dank Partizipation

von: Mario Stankovic
Letzten Donnerstag lud die Jugendseelsorge Zürich zu einem anregenden Mittagessen unter dem Titel «Kirche konkret!».

Die Veranstaltung brachte eine vielfältige Gruppe von kirchlichen Mitarbeiter*innen zusammen, um bei einem köstlichen Essen über die Bedeutung der partizipativen Beteiligung in Kirchengemeinden zu diskutieren.

Das Gespräch wurde gestartet mit treffenden Fragen auf den Tischsets von pastatalk.ch und inspiriert durch zwei interessante Referate zum Thema Partizipation.

Martin Biebricher Studiengangleiter für Soziale Arbeit an der ZHAW lieferte spannende Überlegungen zu «Kinder- und Jugendpartizipation als Chance für Pfarreien». Livia Lustenberger Leiterin der okaj Zürich berichtete über 9 Gemeinden im Kanton die mit dem Projekt «PartiZHipation» die Gemeindemitglieder aktivieren und beteiligen.

«Kirche konkret!» bringt in den kommenden zwei Jahren jene Menschen aus der Kirche im Kanton zusammen, die eine synodale Kirche durch eine partizipative Pastoral leben.

#kirchekonkret #synode #synodal #kirche #katholisch #partizipation #pastoral #pfarrei #gemeinde #sozial #diakonie #zürich #omg #jugend #seelsorge #glauben #jesus #christus

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Spiritualität | 24. März 2023

IN-Spire «7 Tage ohne»

von: Natascha Rüede
Timo Rüede organisierte und betreute eine Fastengruppe an der pädagogischen Hochschule Zürich. Die Gruppe ging der Frage nach, wie bewusst konsumiere ich überhaupt?

Losgelöst von religiösen Vorstellungen hat sich die Gruppe im Kontext des Themas Nachhaltigkeit mit dem Fasten auseinandergesetzt. Was brauche ich wirklich im Leben? Ist weniger mehr? Finde ein ungestörten Platz und gönne dir den fünfminütigen Hörimpuls von Timo.

#fasten #lent #jugendseelsorge #jugendarbeit #kirchlichejugendarbeit #offen #katholisch #bistumchur #synodalekirche #zürich #zuerich #spiritualitaet #glauben #christ #kirche #mittendrin_life

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Bericht | 13. März 2023

IN-Spire «Katholisches Mami unterwegs in der Fastenzeit»

von: Anja Beroud
Finde einen gemütlichen Platz und lass dich inspirieren mit diesem zweiminütigen Hörimpuls.

In diesem IN-Spire Fastenimpuls spricht Anja Beroud Leiterin der Fachstelle Dekanat Winterthur über ihr Fastenzeit als katholisches Mami.

#Fastenzeit #Kinder #Süsses #Essen #Spiele #Biblische #Geschichte #Abendgebet #Fastenmalanders
#Geschenke #Gottes #wahrnehmen #Danke #sagen #Füreinander #dasein #Jesus #erzählen #Etwas #süsses #weniger #Familienzeit #bewusster #leben #AlsFamiliezusammenZeitverbringen #AlsFamiliemaleinen #Kindergottesdienstbesuchen

Kompletten Artikel über IN-Spire «Katholisches Mami unterwegs in der Fastenzeit» lesen.
Bericht | 06. März 2023

Madlen Portmann ist Gewinnerin unseres Wettbewerbs!

von: Mario Stankovic
Herzliche Gratulation zum Wellnessgutschein im Stadtbad des Volkshauses Zürich!

Madlen Portmann aus Basel hat beim Wettbewerb zu unserem neuen Internetauftritt gewonnen. Auf sie wartet ein Wellnessgutschein im Stadtbad des Volkshauses Zürich!

Sie ist seit mehreren Jahren Leiterin der Fachstelle Voyage-Partage. Wir wünschen viel Erholung und Freude mit dem Preis. Sende uns einenen Gruss vom wellnessen und fühl dich eingeladen auf ein Kaffee in unseren neuen Räumlichkeiten an der Birmensdorferstrasse 50.

Kompletten Artikel über Madlen Portmann ist Gewinnerin unseres Wettbewerbs! lesen.
Bericht | 05. März 2023

IN-Spire "Dopamin-Detox" Was gibt dem Wertvollen einen Wert?

von: Mario Stankovic
In diesem IN-Spire Impuls geht es darum, wie zwanghafter übermässiger Konsum unser Leben regieren kann und was auf uns wartet, wenn wir uns davon befreien. Dank dem Fasten kann alltägliches und unscheinbares wieder in neuen Farben erblühen.

Beim Fasten geht es nicht darum, ein neurotischer Kontrollfreak zu werden, sondern sich an den Erfolgen zu freuen und die Versuche zu feiern. Einfacher geht das Fasten in einer vertrauten Gruppe, in der wir uns gegenseitig liebevoll in die Pflicht nehmen. Die dabei hilft, uns nicht zu verurteilen und uns unterstützt.

Ich hoffe, dass du mit diesem Fastenimpuls einen ersten Einblick in drei spannende körperliche Prozesse bekommst, die dich inspirieren tiefer in die Thematik einzutauchen.

Den Podcast findest du hier schriftlich zum nachlesen

Weitere Beiträge zur Fastenzeit 2023

Kompletten Artikel über IN-Spire "Dopamin-Detox" Was gibt dem Wertvollen einen Wert? lesen.
Bericht | 25. Februar 2023

IN-Spire Challenge "Versuchung" - 1. Fastensonntag 2023

von: Marco Martina
1. Fastensonntag - Challenge "Versuchung"

Hast du Lust auf eine Fasten-Challenge für die nächsten 7 Tage? Das heutige Sonntagsevangelium bietet eine coole Inspiration dafür. Wie – erfährst du im Video von Marco. Schreibe uns wie es dir dabei geht auf Facebook oder Instagram.

Das Angebot «IN-Spire» der Jugendseelsorge begleitet dich während der Fastenzeit auf diesem Weg und unterstützt dich darin, neue Zugänge für ein spirituelles Leben, deinen Alltag und dein Arbeit zu finden. Die Beiträge stammen von den Mitarbeitenden der Jugendseelsorge und spiegeln ihre persönliche Erfahrung und Auseinandersetzung mit der Fastenzeit.

Weitere Beiträge zur Fastenzeit 2023

Kompletten Artikel über IN-Spire Challenge "Versuchung" - 1. Fastensonntag 2023 lesen.
Bericht | 21. Februar 2023

IN-Spire «40 Tage Fasten… Why» - Aschermittwoch 2023

von: Marco Martina
Aschermittwoch – «40 Tage Fasten… Why»

Warst du dieses Jahr schon im Service? Heute beginnt die Fastenzeit. Man könnte diese Tatsächlich mit einem „seelischen Service“ vergleichen. Im Video teilt Marco seinen Bezug zur Fastenzeit mit und wie er die Fastenzeit in den letzten Jahren erlebt hat und auch dieses Jahr gerne angehen möchte. Dementsprechend geht er auf das „Why“ ein – also warum die Fastenzeit überhaupt Sinn macht. Evtl. eine Inspiration auch für dich?

Das Angebot «IN-Spire» der Jugendseelsorge begleitet dich während der Fastenzeit auf diesem Weg und unterstützt dich darin, neue Zugänge für ein spirituelles Leben, deinen Alltag und dein Arbeit zu finden. Die Beiträge stammen von den Mitarbeitenden der Jugendseelsorge und spiegeln ihre persönliche Erfahrung und Auseinandersetzung mit der Fastenzeit.

Weitere Beiträge zur Fastenzeit 2023

Kompletten Artikel über IN-Spire «40 Tage Fasten… Why» - Aschermittwoch 2023 lesen.
Bericht | 06. Februar 2023

Neue Gesichter für die Jugendseelsorge

von: Mario Stankovic
Hier erfährt ihr kurz und pregnant wer die beiden neuen Gesichter im Team sind. Wir freuen uns dich persönlich kennen zu lernen.

Sarina Voser, Praktikantin Administration

Mit meiner Familie wohne ich bereits mein ganzes Leben in Mettmenstetten. Ich habe eine Lehre als Augenoptikerin abgeschlossen, der Kontakt mit den Kunden in verschiedenen Altersgruppen sagte mir sehr zu. Gerne würde ich im sozialen Bereich tätig werden und habe deshalb ein Praktikum in einer Kinderkrippe gemacht. Durch mein Hobby dem Ministrieren bin ich bereits früh in das Kirchenleben eingeführt worden. In meiner Freizeit bin ich gerne Kreativ und verbringe Zeit mit meinen Freunden und Familie. Ich freue mich sehr auf meine neuen Herausforderungen, meine Arbeit und mein Team.

Mario Stankovic, Offene Kirchliche Jugendarbeit

Mit Ehrenamt bin ich bereits seit 23 Jahren für die katholische Kirche im Einsatz. In den letzten sechs Jahren trug ich die Fachverantwortung für die Jugendpastoral in der Landeskirche des Kantons Luzern. Davor arbeitete ich fast ein Jahrzehnt als kirchlicher Jugendarbeiter und Katechet auf der Oberstufe in verschiedenen Pfarreien.

Der christliche Glaube trägt eine zentrale Bedeutung in meinem Leben und es erfüllt mich mit Freude diese Zuversicht und Hoffnung auch in meiner Arbeit zu erfahren. Die Jugendseelsorge Zürich ist ein vielseitiges Team mit einer berührbaren Spiritualität und ich bin gespannt, welche neuen Wege und Abenteuer Gott mit uns erleben möchte.

Im Team trage ich die Fachverantwortungen für die Offene Kirchliche Jugendarbeit, Marketing und Public Relations.

Kompletten Artikel über Neue Gesichter für die Jugendseelsorge lesen.
Bericht | 02. Februar 2023

Die Jugendseelsorge im Magazin der katholischen Kirche Zürich

von: Mario Stankovic
Die Jugendseelsorge ist Schwerpunktthema in der neuen Ausgabe des kantonalen Pfarreiblattes. Schau ins Postfach oder hier der Link zum digitalen Artikel!

Die Jugendseelsorge im Kanton Zürich hat ein neues Zentrum. Sein Name «OMG!» ist Programm und Provokation zugleich: Oh my God! Rückschau und Ausblick zum Neustart.

Möchtest du uns lieber persönlich kennen lernen, dann komm am 23. März zum z’Mittag ins OMG!. Der Austausch ist Startschuss für unser zweijähriges Schwerpunktthema Partizipation. Mehr zur Matinee Veranstaltung findest du >hier<.

Kompletten Artikel über Die Jugendseelsorge im Magazin der katholischen Kirche Zürich lesen.
Bericht | 19. Januar 2023

Mama-Blog #2

von: Blanka Lorenzen
Mein Alltag als Mami ist chaotisch, bunt und voller Liebe. Als Mami werde ich wieder zu einem Kind und erlebe mit meiner Tochter viele positive Dinge die ich lange so nicht mehr wargenommen habe. Mit der Teilzeitarbeit lässt sich mein Altag und Familie gut kombinieren.

Chaos wird Struktur und Struktur wird Chaos.

Mutter sein und arbeiten erfüllt mich sehr und macht mich glücklich.

Mein spielender Alltag zu Hause

verbunden mit dynamischer Arbeit im Büro.

 

passt doch 🙂

Lg
Blanka

Kompletten Artikel über Mama-Blog #2 lesen.
Bericht | 15. Dezember 2022

Friedenslicht 2022

von: Adrian Marbacher
Filmische Impressionen zum Friedenslicht 2022 von Benedikt Andgern

Das ORF war am 11.12.2022 in Zürich und hat die Ankunft des Friedenslichtes gefilmt. Hier siehst du den Beitrag:

Wie das Friedenslicht von Bethlehem nach Wien gekommen ist, kannst du hier entnehmen:

Kompletten Artikel über Friedenslicht 2022 lesen.
Spiritualität | 07. Dezember 2022

Sünde als Schatten? - Ein orthodoxer Impuls

von: Adrian Marbacher
Stefanos Athanasiou vergleicht die Sünde mit dem Schatten anhand von Sonne und Mond. Ein spannender Impuls aus der orthodoxen Kirche für ein neues Verständnis...

Über das Thema „Sünde“ zu sprechen, fällt oftmals nicht leicht und löst bei vielen Menschen eine Abwehrreaktion aus. Zu oft wurde der Begriff in der Vergangenheit verzweckt und dazu benutzt, Menschen zu Furcht einzuflössen. Umso spannender ist darum der Vergleich der Sünde mit dem Schatten, den der orthodoxe Theologe Stefanos Athanasiou in seiner Erklärung zieht.

Kompletten Artikel über Sünde als Schatten? - Ein orthodoxer Impuls lesen.
Bericht | 22. November 2022

Neues Jahresprogramm: Jetzt individuell zusammenstellbar!

von: Fabian Pfaff
Erfahre im Video wie du dir dein eigenes Jahresprogramm zusammenstellen kannst.

Jugendseelsorge goes digital. Im Rahmen unseres Neuauftritts verzichten wir auf das Versenden eines physischen Jahresprogramms. Stattdessen kannst du dir neu das Jahresprogramm selbst zusammstellen. – Ganz auf deine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten.

Wie dies genau funktioniert kannst du im obigen Video nachsehen.

Kompletten Artikel über Neues Jahresprogramm: Jetzt individuell zusammenstellbar! lesen.
Bericht | 22. November 2022

Wettbewerb zu unserem Neuauftritt

von: Mario Stankovic
So viel Neues nehmen wir zum Anlass und veranstalten einen Wettbewerb mit tollen Preisen. Falls du die sechs Fragen richtig beantwortest, nimmst du an der Verlosung teil. - Mache jetzt mit!

Wir sind umgezogen und haben auch ein neues Gesicht im Netz. Seit Anfang November sind wir an der Birmensdorferstrasse 50 im Stadtteil Wiedikon zuhause. Zusammen mit der Pfadi, Jubla, Roundabout und dem Secondhandladen der Caritas beleben wir das neue Gebäude mit dem treffenden Namen OMG! In unserem jungen und attraktiven Quartier findest du verschiedensten kulinarische Leckerbissen, viele Begegnungsorte und Wellnessangebote. Eindrücke zum Umzug findest du in diesem Blogbeitrag.

Auch unser Newsletter hat ein neues Kleid. So viel Neues nehmen wir zum Anlass und veranstalten einen Wettbewerb mit wertvollen Preisen. Falls du die sechs Fragen richtig beantwortest, nimmst du an der Verlosung teil und es warten folgende Gewinne auf dich.

  1. Preis Wellnessgutschein Stadtbad Volkshaus Zürich im Wert von 175.-
  2. Preis Gutschein Caritas Secondhand im Wert von 100.-
  3. Preis Fondueplausch mit deinem Team und mit uns im OMG!

Alles was du dazu brauchst findest du auf der neuen Internetpräsenz „jugendseelsorge.ch“ der Fachstelle Jugendarbeit Zürich. Sende deine Antworten mit Betreff „Wettbewerb Jugendseelsorge.ch“ bis am 12. Dezember 2022 an info@jugendseelsorge.ch.

Also aufgepasst, kannst du folgende Wettbewerbsfragen richtig beantworten?

  1. Wofür stehen die drei Buchstaben „OMG!“ unseres neuen Gebäudenamens an der Birmensdorferstrasse 50?
  2. Wer aus unserem Team flog höchst persönlich zur Geburtsgrotte in Bethlehem nach Israel und brachte das Friedenslicht in die Schweiz mit?
  3. Welche Pfarrei hat an der diesjährigen „Mini-Tschällensch“ den ersten Platz gemacht?
  4. In welchem Format erscheint das neue Jahresprogramm der Fachstelle Jugendarbeit Zürich und wo findet man es?
  5. Auf welchen bekannten Religionspädagogen und evangelischen Theologen wird im Gastbeitrag von Viktor Diethelm (OKJ) wiederholt verwiesen?
  6. Aus wie vielen Personen setzt sich das gegenwärtige Team der Jugendseelsorge Zürich zusammen?

Wir drücken euch die Daumen und freuen uns auf eure Einsendungen und Rückmeldungen zum neuen Auftritt.

Kompletten Artikel über Wettbewerb zu unserem Neuauftritt lesen.
Bericht | 22. November 2022

Mission Friedenslicht: Adrian in Israel

von: Adrian Marbacher
Adrian reist für uns in das Heilige Land, um das Friedenslicht in die Schweiz zu bringen. Hier berichtet er über seine Erlebnisse:

 

1. Tag – Die Reise beginnt

Gerade sind wir mit der Jugendseelsorge in ein neues Haus und ein neues Quartier umgezogen. Ich bin noch kaum angekommen und bereits geht’s wieder weiter für mich. Ich reise für ein paar Tage nach Israel und darf mit dem Verein Friedenslicht und dem ORF das Licht in Bethlehem entgegennehmen.

Meine Reise beginnt in Wipkingen per Zug, von dort aus geht es dann weiter mit dem Flugzeug nach Tel Aviv. Unterwegs schweife ich mit meinen Gedanken immer wieder ab und überlege mir, was es heisst, dass wir als Jugendseelsorge nun in ein neues Haus gezogen sind. Ich realisiere, dass in Zukunft die Jugendseelsorge wohl nicht mehr mit „Haus Auf der Mauer 13“ identifiziert werden wird. Vielleicht wird sich der offizielle Name OMG! («Oh my God!») etablieren. Oder es wird sich ein anderer Name durchsetzen, z. B. Caritas-Haus oder Birmi, oder sonst ein eingängiger Name… Mit was wird man uns in Verbindung bringen? Jetzt ist noch alles offen. Das finde ich spannend, denn ich kann mir die Zukunft selber ausmalen, jedes Szenario könnte eintreten, ohne Einschränkung.

Doch diese Zukunft ist nun noch nicht. Zuerst reise ich heute also ins Heilige Land. Der Sehnsuchtsort so vieler Gläubiger – das Gelobte Land. Aber ist es das denn noch? Es scheint ein Land zu sein, wo Unruhe gegenüber dem Frieden dominiert. Seit jeher. Kann dieses Land das «Gelobte» sein? Und was ist es für mich? – Diese Frage zwingt mich dazu, einen Vorsatz zu fassen: Ich versuche offen zu sein, für die kleinen Geschenke, die mir zufallen auf dieser Reise, ohne Annahme und ohne Vorstellung. Einfach wahrnehmen, was ist und mich überraschen lassen.

Unser Guide Abraham, der uns von Tel Aviv aus abgeholt hat, beeindruckt mich sowohl mit seinem grossen und persönlich geprägten Wissen zum Land als auch mit seinem Humor. Gleich zu Beginn der Fahrt ins Hotel erwähnt er, dass wir auf einer Pilgerreise sind und wir somit mit einem Gebet beginnen können. Genau – wir sind auf einer Pilgerreise! Und mir wird bewusst, dass dies meine erste Pilgerreise in einer geführten Gruppe ist und ich mich dabei frage, inwieweit sich diese Reise von einer Touristenreise unterscheidet, ausser natürlich den eingefügten Gebetszeiten. Eine Teilnehmerin erhofft sich Heilung von ihren körperlichen Gebrechen. Ehrlich gesagt, habe ich mir bis jetzt keine Gedanken darüber gemacht, ob ich ein Anliegen für diese Reise habe. Vielleicht erhoffe ich mir, meinen Glauben neu zu entdecken. Oder möchte ich eine spezielle Gotteserfahrung machen?  Oder habe ich nicht auch Angst davor? Ich möchte offenbleiben, auf das was sich mir zeigt…

 

 

2. Tag – Von der Verkündigung zur Gottesgeburt

Abrahams Herberge ist in den kommenden Tagen unser Zuhause. Das von den Lutheranern geführte Haus besitzt eine eigene Kirche, sowie einen eigenen Kaplan und befindet sich in Beit Jala (zu Deutsch: «Haus der Wellen», weil die Häuser von weitem wie eine Welle aussehen). Überraschend für mich ist, dass in Beit Jala ca. 80 % der Bevölkerung Christen sind – ein Dorf, das in einem palästinensischen Unabhängigkeitsgebiet mehrheitlich von arabischen Christen bewohnt wird! Auch das gibt’s im Gelobten Land. Wie im nahegelegten Bethlehem leben auch hier die meisten Menschen vom Tourismus und den Einnahmen durch die Pilger.

Wir brechen nach dem Frühstück auf und gehen weiter nach Bethlehem. Hier soll also Jesus Christus geboren worden sein. Ich bin gespannt, was mich erwartet, welche Energie mir begegnen wird. Doch zuerst geht’s zum sogenannten Hirtenfeld, einem von drei Orten, wo vermutet wird, dass hier der Engel den Hirten erschienen ist und ihnen die Geburt Christi verkündet hat. Während den Erzählungen unseres Tourguides Abraham wird mir wieder bewusst, wie revolutionär die biblischen Erzählungen doch sind. Nicht die religiöse oder die politische Elite, nicht weise Könige aus der Ferne oder irgendwelche Magier (das bibelgriechische Wort für die drei Könige ist «magoi»), auch nicht Astrologen oder spirituell Erleuchtete waren die ersten, die an dieser Gotteserfahrung im Gelobten Land teilhaben durften. – Nein, es waren die einfachen, armen und wohl stinkenden Hirten. Einfache Menschen als Erstadressaten der göttlichen Botschaft. Ich bemerkte, dass mich dieser Gedanke gleichzeitig beschämt und fasziniert. Er zwingt zur Demut. Nun, heute sieht man auf dem Hirtenfeld anstatt Hirten überall Gruppen, die oft mit Gottesdienst oder Gebet beschäftigt sind oder einfach Fotos machen.

Weiter geht die Reise zur Geburtsgrotte. Mir graut es, als ich die lange Menschenschlange sehe, die in die Kirche zur Grotte führt. Lohnt sich dieses stundenlange Anstehen für ein paar Minuten Begegnung mit einem ausgehöhlten Felsen? Ich hadere, nerve und langweile mich beim Warten und doch realisiere ich mehr und mehr… Es ist wie bei uns – die Geburt Gottes in mir passiert nicht auf Kommando und es ist auch nicht das Resultat einer Eigenleistung. Es ist vor allem eins: Warten. Stundenlang, tagelang,… vielleicht sogar jahrelang. Warten und dabei in kleinen Schritten dem entgegen gehen, was auf uns zukommen will und doch bereits schon in uns ist: Das göttliche Licht.

Dann endlich die Begegnung mit dem Ort der Geburt Christi. Kurz nur konnte ich mich hier niederlassen, denn zu viele wollten dasselbe tun. Dennoch meine ich, eine sehr spezielle Energie gespürt zu haben. Ein Kraftort, auf jeden Fall. Ich denke, es hat sich gelohnt, das Warten. Ich fühle mich motiviert, dem Warten auf die Gottesgeburt in mir mehr Sanftmut entgegen zu bringen.

Am Schluss musste ich unseren Guide noch mit der Frage konfrontieren, wie es den jetzt sei mit der historischen Echtheit des Ortes, schliesslich ist Bethlehem v. a. theologisch wichtig als Geburtsort Jesus, historisch kommt aber auch Nazareth in Frage. Wurde Jesus wirklich hier geboren, oder eben nicht? Ich musste feststellen, meine Frage einer Blasphemie glich, nur Ungläubige können eine solche Frage stellen. Ich liess dies auf sich beruhen. Bevor unsere Tagesreise zu Ende geht, sind wir noch durch die hübsche Altstadt von Bethlehem geschlendert, bis wir schliesslich wieder zur Herberge gebracht wurden.

 

 

3. Tag – Dem Heiligen begegnen

Unser Etappenziel heute ist der Sehnsuchtsort schlechthin: Jerusalem. Seit hunderten von Jahren kommen Menschen pilgernd, vertrauend und flehend hierher und hoffen, dass sich Gott ihnen wohlwollend zeigt. Eine Stadt aber auch, die wie kaum eine andere mit Krieg, Terror und Konflikt verbunden ist.

Bevor wir uns ins zehn Kilometer entlegene Jerusalem begeben (unglaublich, wie nahe alles hier ist!), statten wir dem Caritas-Kinderspital in Bethlehem einen kurzen Besuch ab. Das Spital, das einzige Kinderspital im palästinensischen Teil, wurde von Schweizern gegründet und steht darum in enger Verbundenheit mit der Schweizer Kirche. Das Spital wird zu mehr als 2/3 von Schweizer, deutschen und österreichischen Spendengeldern unterstützt. Täglich finden ca. 100 ambulante Besuche von besorgten Eltern statt, hinzu kommen noch die vielen stationären jungen Patienten. Seit Covid dürfen leider Besucher nicht mehr ins Spital seblst herein und so mussten wir uns selber mit unserer Vorstellungskraft ausmalen, wie es innen aussieht. Aber ich merke, dass ich mich glücklich fühle, dass unser Land ein solches Projekt trägt und unterstützt.

Und nun also die Stadt: Jerusalem. Bei der Ankunft werden wir herzlich von Stefanos Athanasios empfangen, einem griechisch-orthodoxen Priester, der in der Schweiz und Jerusalem lebt. Mit ihm bekommen wir eine Audienz beim Patriarchen von Jerusalem, Theophilos III., der uns viele interessante Information über die Geschichte der Kirche in Jerusalem mitteilt. Der Patriarch ist sozusagen der höchste Christ im Land und geht direkt zurück auf den ersten Bischof (Jakobus, der Herrenbruder). Beeindruckend, wie einfach es ist, dem Patriarchen von Jerusalem zu begegnen. Es war eine schöne Begegnung, die mit einem Schluck Likör endete.

Es folgt ein weiterer spiritueller Kraftort: die Grabeskirche. Auch hier ist es mir zu stressig, zu viele Leute, die kommen, um nur kurz zu beten oder die die Heiligen Stätten einfach nur berühren möchten. Bis jetzt war mir diese Art der Frömmigkeit eher fremd. Ich merke aber, der Einbezug des Körperlichen macht die Berührung mit dem Heiligen konkreter. Ich bin trotz allem fasziniert von diesem Ort.  V. a. war mir auch nicht bewusst, dass Golgotha und das Grab Jesu so nahe beieinander liegen und das alles zusammen in einer Kirche ist. Es gehört zu den Spezialitäten von Jerusalem, dass alles Heilige und Konfliktreiche so nahe beieinander liegt. Wir haben Glück und mit Hilfe Stefanos’ müssen wir beim Grab nicht anstehen sondern können gleich rein. Was viele, die die Grabeskirche nicht kennen, überrascht, ist die Tatsache, dass jeder Millimeter der Kirche in die verschiedenen Konfessionen aufgeteilt ist. Nicht daran partizipieren dürfen die Lutheraner. Dafür haben sie gleich daneben eine eigene Kirche, deren Kirchturm höher ist als, derjenige der Grabeskirche.

Und dann kam der Regen… Nachdem Mittagessen giesst es wie aus Kübeln. Stephanos unser Begleiter, meinte, einen solchen Regen habe er noch nie in Jerusalem erlebt. Ein Zeichen, dass sich der Klimawandel auch Jerusalem bemerkbar macht? Oder Vorbote einer neuen messianischen Zeit? In Jerusalem ist es gestattet, allen Dingen eine spirituelle Bedeutung zu geben. Es fällt schwer, der Versuchung zu widerstehen, alles hier spirituell einzubetten. Wie auch immer, die Via Dolores danach war dann eher eine feuchte Angelegenheit. Der Regen führte dazu, dass wir etwas schnell durch den Kreuzweg durcheilten. Das war dann wiederum eher unspirituell. Beeindruckend fand ich das Grab Marias, das unterhalb des Löwentors in einer Kirche liegt (einer von zwei möglichen Orten). Vielleicht weil ich eine spezielle Beziehung zu Maria habe, oder weil der Ort wirklich ein Kraftort ist. Auf jeden Fall fühlte ich mich gestärkt nach dem Besuch der Grabeskirche Mariens.

Mein Fazit von heute: Guter Kaffee ist im gelobten Land schwer aufzutreiben und Jerusalem ist chaotisch, unberechenbar und anstrengend, dennoch gibt es immer wieder Orte und Momente, die mich kurz innehalten und das Heilige einatmen lassen.

 

 

4. Tag – Das Licht des Friedens

Heute ist der Tag – der Grund unserer Reise: Das Friedenslicht wird in der Geburtsgrotte empfangen. Auf der Fahrt dahin fällt uns auf, dass die meisten Läden geschlossen sind. Der Anlass ist verblüffend: Jedes Jahr am 15. November feiern die Palästinenser ihren Unabhängigkeitstag. Sie feiern einen historischen Tag, den es gar nicht gibt, da die Palästinenser offiziell noch keinen eigenen Staat haben. Ich staune ab dieser Zuversicht und Beharrlichkeit.

Wir kommen früh an und haben noch genug Zeit, um die Milchgrotte um die Ecke zu besichtigen. Diese Kirche ist gebaut worden, weil es eine Tradition gibt, die besagt, dass der Marmor von der Muttermilch Jesu weiss gefärbt wurde. Ein paar Tropfen fielen eben zu Boden und alles wurde weiss. Zumindest sehen wir in der Kirche eine ungewöhnliche Marienikone: Maria stillt Jesus mit nackter Brust. Ich frage mich, warum später die sakrale Malerei prüde geworden ist, scheinbar war sie nicht immer so.

Vor der Geburtskirche treffen wir auf die österreichische Delegation. Leute vom ORF, verschiedene Regierungsmitglieder, Presse, Pfadfinder und natürlich das Friedenslichtkind Sarah. Sarah wurde ausgewählt, weil sie sich schon in ihrem jungen Alter für ukrainische Flüchtlinge einsetzt. Freundlich werden wir von der Delegation wie ihresgleichen begrüsst. Wie in einer Prozession gehen wir alle gemeinsam durch die Kirche, an der wartenden Schlange vorbei und haben nun für die nächste halbe Stunde die Geburtsgrotte für uns alleine. Zwischen all den Kameras und eng zusammengepferchten Delegierten empfängt Sarah schliesslich vom orthodoxen Priester das Licht aus der Grotte. Jetzt geht das Friedenslicht in die Welt hinaus und kann offiziell am 11.12.2022 zu uns kommen. Während alle noch ein Foto mit dem Friedenslichtkind machen möchten, nutze ich den Moment und nehme mir diesmal ein paar Minuten mehr, um an der Geburtsstelle Jesu etwas zu meditieren. Sonst hat man höchsten ein paar Sekunden, da so viele Menschen anstehen. Ich bin dankbar diesen Moment zu haben.

In den christlichen Souvenirläden kann man viele orthodoxe Ikonen kaufen, die eine so andere Ästhetik haben, als unsere Heiligenbilder. Dass die traditionellen orthodoxen Ikonen auf uns ent-fremdend wirken, hat einen guten Grund. Wir im Westen sind uns gewohnt im Bild das Objekt zu betrachten. Im Osten betrachtet man das Subjekt, d. h. der Betrachter wird betrachtet. Spirituell gedeutet heisst das: Ich werde in der Ikone vom Dargestellten, also Gott angeschaut. Nicht ich betrachte Gott, sondern werde vom Ihm angeschaut und gesehen. Spannender Perspektivenwechsel!

Auf der Rückfahrt fällt mir auf, wie viele Banksy-Bilder man auf der Strasse sehen kann. Bethlehem ist ein richtiges Banksy-Mekka. Am Schluss des Tages habe ich noch eine weitere Erkenntnis: Der Kaffee ist gut, wenn man nicht die westliche, sondern die arabische Variante versucht…

 

 

5. Tag – Auf die andere Seite

Jallah! …ein arabisches Wort, das man auf Deutsch mit «Auf geht’s!» übersetzen kann. Mit diesem Wort treibt uns unsere Guide Abraham immer wieder an, weiter zu gehen. Unser Programm ist eng getaktet, viele Punkte in kurzer Zeit. Gleichwohl müssen wir täglich das Programm anpassen und ändern, das ist üblich hier. Abraham möchte, dass wir alle wichtigen Orte der Christenheit mitbekommen und dadurch unseren Glauben vertiefen können. Er führt uns daher straff. Dabei muss er mich mit meinem Bedürfnis nach individueller Selbsterforschung immer wieder in die Gruppe zurückholen. Dass wir nicht zu viel Zeit verlieren, ist aber nur ein Grund, wofür ich immer wieder zurückgepfiffen werde. Ich bekomme den Eindruck, es gibt noch einen anderen Grund. In diesem Land hat die Individualität nicht denselben Stellenwert, wie bei uns (vielleicht mit Ausnahme von Tel Aviv). Hier gehört man einer Gruppe an: Israeli, Palästinenser, Juden, Moslem, Katholiken, Orthodoxe usw. und befolgt deren Regeln. Mit meiner individuell geprägten Spiritualität wird man nicht wirklich wahrgenommen. Es hat keinen Platz dafür. Daher meine ich, dass Religion hier wichtiger ist als Spiritualität. Im Besten Fall fällt es zusammen. Bei uns läuft die Tendenz andersrum.

Wir ziehen weiter, verlassen Beit Jala und werden die nächsten drei Nächte auf dem Berg der Seligpreisungen am See Genezareth übernachten. Dem Jordan folgend, kommen wir an die Stelle, wo (mit grosser Wahrscheinlichkeit) Jesus getauft wurde. Das Gebiet bildet die Grenze zu Jordanien. Wir treffen einen kleinen, braunen Fluss an, kaum grösser als ein Bach. Es ist ein idyllischer Ort. Kaum vorstellbar, dass dies die Grenze zweier verfeindeter Nationen ist. In Israel sieht man sonst nur Mauern und bewaffnete Grenzposten. Hier hat laut der biblischen Überlieferung Gott Jesus zugerufen: «Du, bist mein geliebter Sohn!». Ich verstehe auch, warum an diesem Ort die Menschen bei der Taufe ganz untergetaucht wurden. Der Jordan ist nicht nur die Grenze zu Jordanien, sondern bildet nach biblischer Überlieferung die Grenze zum Gelobten Land. Hier sollen die Juden nach der Flucht von Ägypten über die Grenze zu ihrem Sehnsuchtsort gekommen sein. Wenn man also in der Taufe im Jordan untertaucht und wieder auftaucht, bedeutet das biblisch auch, dass man jetzt auf der anderen Seite, im Gelobten Land ist. Ich tauche in der Gefangenschaft unter und komme in Freiheit wieder raus. Genau das bedeutet die Taufe für die Christen. Politisch sieht es wohl anders aus. Inwieweit das Gebiet Israel/Palästina heute noch das Gelobte Land ist, muss wohl jede Reisende und jeder Pilger selber herausfinden und für sich klären.

In Taybeh kommen wir in ein biblisches Dorf, das fast vollständig christlich ist. Drei Konfession leben friedlich nebeneinander, ja feiern sogar gemeinsam Ostern, obwohl die Katholiken und die Orthodoxen unterschiedliche liturgische Kalender haben. – Eigentlich. Hier ist es anders. Der katholische Priester ist hier auch nicht nur für die Liturgie und Pfarreileitung zuständig, sondern sorgt sich stark um das soziale Leben der Einwohner im Dorf. Priestersein ist hier eine existentielle Aufgabe für das ganze Dorf. In Taybeh wird auch das einzige palästinensische Bier hergestellt. Es gibt sogar eine alkoholfreie Variante, die sehr süss ist, das diese aus Malz gewonnen wird. Passt eigentlich ganz gut, dass das einzige Bier hier gebraut wird, heisst doch der Ort Taybeh (deutsch: «schmackhaft»).

Mit einem Zwischenhalt am Mittag in Jericho gehen wir über die palästinensisch-israelische Grenze nach Galiläa auf den Berg der Seligpreisung. Ich erinnere mich an meine erste Israelreise vor ein paar Jahren: auf dem Berg der Seligpreisung hatte unser Auto einen platten Reifen. Bin gespannt welche Seligpreisungen mich diese Mal erwarten…

 

 

6. Tag – Das Leben feiern

Die erste Seligpreisung am frühen Morgen ist ein greller Sirenenton. Jemand hat zwischen 5 und 6 Uhr im Zimmer geraucht und dadurch den Feueralarm ausgelöst. Auf einmal waren wir alle wach. Wachsein, wird mir hier wieder bewusst, ist eine wichtige Haltung in der christlichen Tradition. Wachsein und nicht schlafen. So auch bei unserer nächsten Etappe auf dem Berg der Verklärung. Wachsein, wenn das Nicht-mögliche passiert. Wachsein, wenn Gott unerwartet in das Leben einbricht. Hier kurz der biblische Kontext zur Geschichte von Jesu Verklärung: Jesus ging mit drei Aposteln auf den Berg Tabor (wahrscheinlich) und wurde plötzlich verklärt, daneben sahen die Jünger den Propheten Elia und Mose links und rechts von Jesus. Eine Erscheinung, die die Jünger völlig überforderte. Sie beteten und dann auf einmal kommt diese Erscheinung. Schwierig nachzuvollziehen in unserer Zeit. Wie kann man diese Verklärung heute verstehen? Ist das eine Art Heiligung? Erleuchtung? «Jesus wurde verwandelt und war auf einmal leuchtend weiss», steht da. Ich stelle es mir ein bisschen wie Gandalf im Film «Herr der Ringe» vor – wie Gandalf der Graue zu Gandalf der Weisse wird. Vielleicht war es auch viel unspektakulärer und die Jünger hatten eine mystische Erfahrung, die sich nicht weltlich erklären lässt.

Der Berg der Verklärung ist ein kleiner Berg etwa 600 m.ü.M., von wo man eine hübsche Aussicht auf das Tal hat. Zuoberst steht eine grosse Kirche. Ein Verbotsschild am Eingang, weist u. a. daraufhin, dass man hier nicht heiraten darf… Ich frage mich, warum dieses Schild da ist. Für eine Hochzeit braucht man sowieso eine Bewilligung. Man geht ja nicht einfach heiraten, wie man mit einem Hund spazieren geht…

Jallah! Nazareth ist unser nächstes Ziel. Die Verkündigung des Engel Gabriel an Maria, sowie die Kinder -und Jugendzeit Jesu spielten sich hier ab. Nazareth ist heute mit ca. 80’000 Einwohnern die grösste Gemeinde mit arabischen Israelis in Israel. «Kann denn aus Nazareth etwas Gutes kommen?» fragt Nathanael in der biblischen Überlieferung, als ihm von Jesus aus Nazareth erzählt wurde. Ich finde die Stadt hat durchaus einige schöne Plätze und Gässchen, also durchaus etwas Gutes zu bieten, ist aber grundsätzlich nicht eine traumhaft schöne Stadt.

Während des Mittagessens werden wir wieder überrascht. Es kommt wieder die Flut und der Regen strömt aus allen Löchern, so fest, dass sogar die Tische im Restaurant nass werden. Nein, einen solchen Regen habe er auch nie in Nazareth erlebt, meint unser Begleiter Stefanos Atanasiou.

Nach der Besichtigung der beeindruckenden Verkündigungsbasilika, reisen wir weiter nach Kana, zur letzten Etappe unserer heutigen Reise. Vor der katholischen Kirche stehen viele Christen und Christinnen aus den Philippinen, die paarweise dastehen und alle in weiss gekleidet sind. Es wird uns gesagt, dass sie ihre Ehegelübde in der Kirche erneuern. Ist nachvollziehbar, da es die Stadt ist, in der Jesus Wasser in Wein verwandelt und damit eine Hochzeit gerettet hat. Natürlich kann man diese biblische Geschichte spirituell noch weiterführen. Sie ist aber auch einfach eine Ermutigung, das Leben zu feiern. Auch das ist Teil dieser Kultur. Zum Schluss lassen wir uns erzählen, wie die Situation auf Hochzeiten damals historisch gewesen war und enden unsere Tour mit einem guten Schluck süssem Wein aus Kana.

 

 

 

7. Tag – Das Glück

Der Berg der Seligpreisungen ist nach biblischer Überlieferung der Ort, wo Jesus zu der Menschenmenge gesprochen hat. Heute würde man sagen: Wo er seine berühmte Rede gehalten hat. Natürlich hat er noch andere Reden gehalten, aber diese wird wohl seine eindrücklichste gewesen sein, da diese in der Bibel sehr viel Raum einnimmt. Der genaue Ort der Rede war vermutlich nicht oben bei der Kirche, sondern unten neben der Strasse. Interessanterweise beschreiben Matthäus und Lukas verschiedene Orte. Lukas schreibt von einem Feld, während Matthäus von einem Berg berichtet. Wenn man am Ort selbst ist, fällt etwas Spezielles auf: Schaut man hinauf, sieht es aus wie auf einem Berg, schaut man hinunter, sieht es aus wie auf einem Feld (wenn man sich dabei die Kirchen wegdenkt). Meine persönliche theologische Deutung ist, dass Matthäus eher die Gottgleichheit Jesu betont (Berg) und Lukas eher die Menschennähe (Feld).

Wir starten aber oben bei der Kirche mit einem Rundgang um den Berg der Seligpreisungen. Selig oder glücklich ist … so beginnen in Bibel die Seligpreisungen. Die Rede Jesus dreht die gängige Vorstellung von glücklich sein um und möchte auf eine tiefere Dimension hinweisen. Aber diesen Morgen fühle ich mich einfach glücklich, hier oben an diesem wunderschönen Ort zu sein und das erleben zu dürfen. Glücklich bin ich auch, weil die Teilnehmenden nun beginnen, ihre eigenen persönlichen spirituellen Erfahrungen zu teilen – sei es Gebetserfahrung, Nah-Tod Erlebnis, Erfahrung mit der geistigen Welt oder Heilung. Der Glaube würde viel lebendiger sein, wenn man mutiger wäre, zu teilen, was einem jeden und jeder widerfährt …
Wir fahren runter nach Tabgha, dem Ort der sogenannten Brotvermehrung. Nachdem uns unser Guide die biblische Geschichte erzählt hat, fangen auch einzelne Teilnehmende von ihren Erfahrungen von Teilen und Empfangen wiederzugeben. Es scheint, dass jeder und jede eine Geschichte hat, bei der er erfahren konnte, dass man durch Teilen mehr zurückbekommt, als man gegeben hat. Gleich daneben ist die Stelle, wo Jesus nach der Auferstehung den Jüngern am See begegnet sein könnte. Hier ist genau der Ort, wo ich meine Schuhe ausziehe und in den See Gennesaret hineinsteige und meine Füsse in den See tauche. Ich geniesse die Kühlung und stelle mir vor, wie Jesus hier übers Wasser marschiert ist.
Die archäologische Fundstelle Magdala zeigt Überreste der einstigen Fischerstadt, aus der die berühmte Maria stammte (Anmerkung: Fälschlicherweise wurde sie mit der «Sünderin» gleichgesetzt, was offiziell aber nicht mehr gilt). Seit 2016 ist Maria von Magdala auch «Apostelin der Apostel». Was schön ist, aber auch befremdet, da Frauen weder Bischof noch Priester sein können. Die Bischöfe sind ja die direkten Nachfolger der Apostel. Heute ist Magdala eine Art Ferienressort. Beeindruckend ist die Kirche mit ihrem Altar, der ein Fischerboot darstellt und sowie viele Seitenkapellen darin enthält. Ein Ort, an dem man gerne Ferien macht.
Dieser Tag war ein seliger Tag, nicht nur der vielen Eindrücke wegen, sondern weil ich mich beschenkt fühle, diese Orte als Teil meiner Glaubenserfahrung erleben zu dürfen.

 

8. Tag – Zurück im Alltag

Das letzte Mal werde ich von den Sonnenstrahlen auf dem Berg der Seligpreisungen geweckt. Es ist der letzte Morgen unserer Pilgereise. Ich empfinde eine leichte Fröhlichkeit. Ich bin dankbar für die gemachten Erfahrungen. Aber auch die Vorfreude wieder nach Hause zurückzukehren, erfüllt mich. Nach dem Frühstück beenden wir die offizielle Pilgereise mit einem Gottesdienst, der sich Artoklasia nennt. Stefanos erklärt uns, das Artoklasia eine Segnungsfeier der alten Kirche ist, die früher vor der Eucharistie gefeiert wurde. Sozusagen ein gesegnetes Gemeinschaftsmahl.  Mit der Zeit wurde sie dann weggelassen. Heute wird sie noch in der orthodoxen Kirche und manchmal bei ökumenischen Gottesdiensten eingesetzt, z.B. bei Kirchentagen. Ein würdiger Abschluss für unsere Reise. Danach geniesse ich es noch ein letztes Mal, einen stillen Moment für mich zu haben und den Ort in Ruhe zu geniessen.

Unterwegs halten wir in Cäsarea für das Mittagessen. Viele Menschen erfreuen sich an dem freien Tag am Strand. Am Schabat ist eigentlich alles geschlossen und Aktivitäten nicht erlaubt. Aber auch das ist Israel: Modern und säkular. Auf dieser Seite des Landes wirkt das Land wie eine typische Mittelmeerküste mit Badestränden und beinahe europäischen Städten. Die Gepäckkontrolle am Flughafen war weniger schlimm als befürchtet und wir flogen ohne weitere Überraschungen zurück in die Schweiz.

Was bleibt mir von der Reise? An diesen historischen Orten ist mir eines bewusst geworden: Jesu Art von Gott zu erzählen ist stark aus der Alltagserfahrung der Menschen im Lande geprägt. Seine Erzählungen sind keine abstrakten Theorien. Viele Details aus den biblischen Texten, die für uns fremd sind, machen Sinn, wenn man die Orte sieht. Die Geschichten gehen dann tiefer. Es ermutigt mich dazu, die Alltagsrealität meiner eigenen Kultur  ernster zu nehmen und von da aus zu staunen, wie Gott wirkt. Die Erzählung von Gott darf nah und konkret werden. Auch ich lebe im „Gelobten Land“, nicht nur materiell, sondern auch spirituell. Die Erfahrung des Heiligen kann auch bei uns im Alltag gemacht werden. Die Art und Weise wie Jesus mit den Menschen umgegangen ist, ermutigt zu einer anderen Sichtweise: Meine Lebenserfahrung ist der Ort, wo das Heilige zu finden ist. Dafür brauche ich nicht die grosse Erleuchtung. Dafür muss ich auch nicht ins Heilige Land reisen. Aber mir hat es geholfen, dieses tiefer zu verstehen.

Kompletten Artikel über Mission Friedenslicht: Adrian in Israel lesen.
OKJ | 22. November 2022

Save the Date: Fachtagung "Partizipation konkret!"

von: Mario Stankovic
Wie lässt sich echte Partizipation konkret in der Jugendarbeit umsetzen? Welche neuen Entwicklungen müssen wir dafür einbeziehen? – Im Rahmen der Veranstaltung „Partizipation konkret!“ befassen wir uns mit aktuellen Fragen rund um das Thema Partizipation.

Save the date:
Fachtagung „Partizipation konkret!“

Donnerstag, 16. März 2023, 09.00 – 14.00 Uhr
Birmensdorferstrasse 50, Zürich

 

Wir haben einen neuen Jugendrat im Bistum Chur. Junge Menschen treffen sich zu Dialogrunden für die Synode 23 und der Weg mit dem Synodalen Prozess entwickelt sich weiter.

Partizipation ist eine unserer Grundhaltungen in der Jugendpastoral. Die Jugendseelsorge Zürich schreibt sich diese zentrale Arbeitsweise für die kommenden zwei Jahre als Themenschwerpunkt auf die Fahne. Unter anderem hat die Fachstelle Jugend dazu das Ressort Offene Kirchliche Jugendarbeit eröffnet.

Wir freuen uns mit euch an der kommenden Fachtagung „Partizipation Konkret!“ zusammen zu arbeiten. Weitere Informationen zum genauen Inhalt und der gewählten Form werden folgen.

Klicke hier, um dich für die Fachtagung anzumelden.

 

Kompletten Artikel über Save the Date: Fachtagung "Partizipation konkret!" lesen.
Bericht | 21. November 2022

Verabschiedung Pascale & Fabian

von: Pascale Loye & Fabian Pfaff
Nach einer lehrreichen & spannenden Zeit auf der Jugendseelsorge geht unsere Reise weiter.

Wir verlassen die Jugendseelsorge per Ende Jahr. An dieser Stelle verabschieden wir uns in eigenen Worten:

Pascale Loye

„Ab dem 18. Januar 2021 – zwei Wochen nach meinem ersten Arbeitstag – prägte die Home-Office-Pflicht wieder den Arbeitsalltag. Während dieser Zeit habe ich viele Menschen erstmal digital kennenlernen dürfen. Dies blieb zum Glück nicht lange bestehen. Besonders gut in Erinnerung bleiben mir alle Begegnungen in der Region Winterthur oder an kantonalen Anlässen. Nach nun zwei intensiven und spannenden Jahren zieht es mich weiter. Ich bin dankbar für alle Austausch-Treffen, Workshops, Projekte und Fachtagungen. Dem Team danke ich ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit und wünsche allen einen guten Start am neuen Standort der Jugendseelsorge Zürich.“

 

Fabian Pfaff

„Ein spannendes und ereignisreiches Kapitel geht für mich zu Ende. Die Zeit auf der Jugendseelsorge Zürich war für mich geprägt von lehrreichen Erfahrungen und zahllosen Begegnungen mit inspirierenden Personen. Zu den Highlights zählte für mich der Aufbau der Taizé-Reise für junge Erwachsene und damit zusammenhängend die Etablierung eines Taizé-Gebets für junge Menschen im jenseits im Viadukt. Dieses Gebet wird im nächsten Jahr monatlich stattfinden. Aus meiner Sicht gibt es nichts schöneres als die selbst gemachten Glaubenserfahrungen auf diese Weise mit anderen teilen zu können. Aus diesem Grund freue ich mich auch auf die Aufgabe, welche mich im nächsten Jahr in meiner Heimat Luzern erwartet: Die Hochschulseelsorge für den Campus Luzern.“

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Spiritualität | 17. November 2022

Taizé-Gebete für junge Erwachsene im jenseits - ein Bericht

von: Fabian Pfaff
Nimm beim nächsten Mal auch Teil: Taizé-Gebete für junge Erwachsene im jenseits im Viadukt.

Gemeinsam mit einer Gruppe von engagierten jungen Erwachsenen wagen wir den Versuch, mehr junge Menschen zu ermöglichen, die Taizé-Spiritualität zu leben und zu erleben. Bisher hatten wir uns auf Taizé-Reisen beschränkt, welche wir in Kooperation mit reformierten und katholischen Pfarreien angeboten haben.

Das Angebot ist organisch gewachsen und aus der Taizé-Reise im Oktober 2021 hervorgegangen. Bei den jungen Erwachsenen, welche an der Reise teilgenommen hatten, kam der Wunsch auf, sich auch nach der Reise vermehrt zu sehen und die gemeinsam gemachte Glaubens- und Gemeinschaftserfahrung daheim weiterzuleben.

Bis zur Taizé-Reise für junge Erwachsene  im Sommer diesen Jahres trafen wir uns im kleinen Rahmen mit der Gruppe und gestalteten gemeinsam kleine Taizé-Gebete in einer Pfarrei und kochten danach jeweils gemeinsam Abendessen. Im Nachgang zur Reise entschloss sich die Gruppe, das Gebet ins jenseits im Viadukt zu verlegen, welches rasch und wohlwollend auf diesen Wunsch reagierte.

Beim ersten Taizé-Gebet konnten wir 15 Besucherinnen und Besucher verzeichnen. Beim Gebet darauf hat sich die Zahl bereits mehr als verdoppelt. Das nächste Gebet findet am 2. Dezember 2022 statt. Damit wir dieses Vorbereiten können haben wir mit der Bildung eines OK aus jungen Erwachsenen begonnen, welches sich gestern Abend zum ersten Mal getroffen hat.

Kompletten Artikel über Taizé-Gebete für junge Erwachsene im jenseits - ein Bericht lesen.
Bericht | 16. November 2022

Das Recht auf Religion

von: Viktor Diethelm, Leiter Fachstelle OKJ
... in einer Gesellschaft, die jungen Menschen immer weniger Material zur Verfügung stellt

Im Leben eines Kindes / Jugendlichen kommen «unvermeidlich Fragen auf, die automatisch nach einer potenziell religiösen Antwort verlangen» (Friedrich Schweitzer). Durch Konfrontation mit dem Tod, der Begegnung mit Menschen (die erkenntlich einer Religion zugehören), über Geschichten von Gott und Götterwesen, Sinnfragen des Lebens oder die schlichte Begründung des Vertrauens in das Leben und Welt – Fragen, welche nicht abschliessend beantwortet werden können und so auf die Transzendenz verweisen.

 

Wo erhalten Kinder und Jugendliche kompetente Antworten, die sie in diesen Orientierungsfragen vorwärtsbringen?

Und dabei habe ich gerade jene Kinder und Jugendlichen im Blick, die nicht in religiösen Gemeinschaften Sozialisation in solchen Lebensbelangen erhalten.

 

Ein Recht des Kindes auf Religion zeigt Friedrich Schweitzer auch aufgrund der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der UN-Kinderrechtskonvention. Dabei bieten die Artikel zu Bildung und Religionsfreiheit einiges für ein argumentatives Fundament. Z. B. kann das Bildungsziel bei den Allgemeinen Menschenrechten nur erreicht werden, wenn junge Menschen auch genügend Material haben, um ihres zum «Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen» beitragen zu können. Da reicht es nicht, in der Schule ein paar Fakten zu einer Religion gelernt zu haben – da benötigt es Räume mit Menschen, die bereit sind, ihre Vorstellungen zu teilen, Suchbewegungen zu begleiten und Einblicke zu geben, was ihr persönlicher Glaube mit ihrer Identität gemacht hat bzw. macht.

 

Das Recht auf Religion fordert alle in der Kinder- und Jugendförderung Involvierten dazu auf, das Thema Religion nicht einfach an Kirchen und religiöse Gemeinschaft zu delegieren. Es gilt Wege und Möglichkeiten zu suchen, wie in Kooperation mit Vertreter:innen verschiedener Religionen junge Menschen zu wertvollem Material kommen, mit dem sie in ihren Fragen und Orientierungsbedürfnissen weiterkommen.

 

Der Profit religiöser Bildung und Begleitung für junge Menschen ist nachweislich da!

 

Viktor Diethelm

Leiter Fachstelle OKJ

 

Quellen

 

Kompletten Artikel über Das Recht auf Religion lesen.
Bericht | 14. November 2022

#1 Mama-Blog

von: Tanja Gmünder
Seit ich vor einen Jahr Mutter geworden bin, versuche ich zuhause möglichst effizient unterwegs zu sein. So bin ich mittlerweile...

Von der Effizienz

Seit ich vor einen Jahr Mutter geworden bin, versuche ich zuhause möglichst effizient unterwegs zu sein. So bin ich mittlerweile Profi geworden innerhalb von 2 Minuten zu Duschen oder kann parallel mit der einen Hand meinen Cappuccino trinken und mit der anderen Hand Bananen-Joghurt-Brei machen.

An unserem neuen Büro-Standort ist Effizienz gerade das Wort der Stunde geworden. Unser grosser Multifunktionaler Drucker – Kopierer – Scanner – steht nämlich im Keller. Und so stehen aktuell tagaus tagein die Mitarbeiter vor der Sekretariats-Türe rum, warten auf den Lift und murmeln leicht genervt etwas von Effizienz und Keller und Drucker.

Kompletten Artikel über #1 Mama-Blog lesen.
Trends | 11. November 2022

Wohin entwickelt sich die Religion in Zukunft?

von: Adrian Marbacher
Wohin entwickelt sich die Religion in Zukunft? - Die neue Studie des SPI gibt Antwort.
 
Nimmt die Religion in der Schweiz tatsächlich ab, oder gibt es neue Trends, die in eine andere Richtung gehen? Alle paar Jahre untersucht das schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) in St. Gallen die neuesten Trends zur Religiosität in der Schweiz. Vor ein paar Wochen ist die neueste Studie dazu erschienen (mehr Informationen dazu hier).

Wie entwickelt sich nun die Religiösität in der Schweiz? Die wichtigsten Befunde sind folgende:

  • Die christliche Religiösität nimmt weiter ab
  • Die offene, holistische Spiritualität bleibt relativ konstant
  • Frappante Unterschiede ergeben sich bezüglich Religiösität v. a. zwischen den Generationen
  • Die «spirituelle» Revolution bleibt aus, d.h. der Prozess der Säkularisierung wird nicht zwingend durch eine neue, ungebundene Spiritualität ersetzt.

Die Ergebnisse sind nicht wirklich überraschend. Die Bedeutung der institutionalisierten Religion nimmt ab, zumindest bezogen auf die beiden traditionellen Schweizer Kirchen (katholisch und reformiert), während die Zahl der Menschen, die sich als nicht religiös, aber spirituell bezeichnen, in der jüngeren Generation stabil bleibt oder gar leicht zunimmt.

Das Wort «religiös» ist nicht mehr im Trend, vor allem nicht bei den jüngeren Generationen, die dieses als veraltet ansehen und oft negativ in Zusammenhang mit institutionalisierter, strenger, konservativer Tradition bringen. Es ist also nicht mehr der Begriff «spirituell», der negativ besetzt ist, sondern eher der Begriff «religiös», wenn auch sprachlich differenziert. Die Identifikation mit Spiritualität ermöglicht es jüngeren Menschen, sich von früheren Generationen und deren geschlechtsspezifischen Vorurteilen abzusetzen und eine Reihe von neuen Ideen in Bezug auf transzendenzbezogene Vorstellungen des menschlichen Lebens vorzubringen. Diese Vorstellung ist nicht nur das Ergebnis einer «narzisstischen» und konsumorientierten Sichtweise, die seit langem mit der zeitgenössischen Spiritualität verbunden wird. Die exklusiv «Spirituellen» sind zum Beispiel am offensten dafür ist, dass jemand einer andern Religion angehört oder jemand zu heiraten, der ganz anderen religiösen Ansichten hat, als jene der eigenen Familie.

Für uns in der Jugendarbeit Tätige stellt sich die Frage, wie wir junge Menschen mit ihrem spirituellem Bedürfnis abholen, wenn sie sich nicht mehr in ein religiöses System wie die Kirche eingebunden fühlen. Welche neuen Ansätze müssen dazu entwickelt werden? Welche neuen Formen von Ritual und Besinnung braucht es?

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Gastbericht | 10. November 2022

Jugendkollekte - wichtiger denn je

Die Jugendkollekte unterstützt dank ihrer Kollekte Orte und Gemeinschaftserfahrungen für junge Menschen. - In unserer Zeit ist dies wichtiger denn je.

Die vergangenen Jahre waren durch grosse Herausforderungen für alle geprägt. Schon beinahe in ferner Vergangenheit scheinen die sozialen und kulturellen Einschränkungen zu liegen, welche die Massnahmen zur Eindämmung der Corona – Pandemie mit sich brachten. Im Winter soll nach Berichten in den Medien eine erneute Welle Corona – Erkrankungen auf uns zukommen. Doch aktuell beschäftigen der Krieg in der Ukraine und die drohende Energiekrise vordringlicher.

Wenig Beachtung erhalten die jungen Menschen, welche immer noch zu hohen Anteilen unter den Belastungen der Pandemie – Massnahmen leiden. Aber nicht nur die Auswirkungen der sozialen Distanz wirken auf die Befindlichkeit junger Menschen ein: Krieg, Energiekrise, Klimawandel und weitere Fakten trüben die Zukunftsaussichten.

Gemeinschaft erleben, Raum für die Auseinandersetzung der eigenen Betroffenheit und Solidarisierung mit Leidenden sowie Kraft schöpfen aus den Feiern des Glaubens – dies ist in der aktuellen Zeit wichtiger denn je.
Die Jugendkollekte unterstützt dank ihrer Kollekte solche Orte und Gemeinschaftserfahrungen für junge Menschen.

Auf der Webseite finden Sie Einblicke in die Projekte und viele weitere Informationen, wie zum Beispiel auch ein Plakat zum Download, welches direkt für den Schaukasten oder das Pfarreiblatt verwendet werden kann!

Im Namen der DOK dankt die Jugendkollekte für jede Unterstützung!

Kompletten Artikel über Jugendkollekte - wichtiger denn je lesen.
Ministrantenpastoral | 06. November 2022

Die zweite offizielle Mini-Tschällänsch

von: Silvana Bartels
75 Minis aus sieben verschiedenen Pfarreien sind einem Plausch-Turnier gegeneinander angetreten. Seid ihr nächstes Jahr auch dabei?

 

Am 05. November fand die zweite Mini-Tschällänsch des Dekanats Albis statt!

75 Minis aus sieben verschiedenen Pfarreien sind einem Plausch-Turnier gegeneinander angetreten.

Schöne Preise und ein Wanderpokal winkten den erfolgreichsten Teams. Da die Mini-Tschällänsch auch eine Strahlkraft über das Dekanat Albis hinaus hat, darf jeweils eine Gastpfarrei aus einem anderen Dekanat am Turnier teilnehmen. Dieses Jahr war die Pfarrei Herz Jesu aus Zürich-Wiedikon zu Gast. Und wie das manchmal so läuft: sie haben die Tschällänsch auch gleich gewonnen. Der Wanderpokal steht nun also für ein Jahr in der Sakristei der Pfarrei Herz Jesu in Zürich Wiedikon. Gratulation! Nächstes Jahr gilt es dann den Titel zu verteidigen.

Da nicht nur Geschicklichkeit und Glück honoriert werden sollten, sondern auch die Kreativität der Minis, wurde der Preis für das tollste Mannschafts-Tenue vergeben. Ein Bowling-Gutschein für das ganze Team im nahgelegenen Bowlingcenter. Es war nicht einfach aus allen toll gestalteten T-Shirts das kreativste Auszuwählen. Schlussendlich entschied sich die Jury für das Mini-Team aus Bonstetten-Wettswil. Herzlichen Glückwunsch!

Alle freuen sich bereits auf die nächste Austragung. Sie wird am Samstag, 11. November 2023 stattfinden.

Wenn ihr dabei sein wollt, egal ob als Minis aus dem Dekanat Albis oder als Gastpfarrei, könnt ihr euch sehr gerne melden! Je mehr Minis, desto grösser die Tschällänsch!

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Bericht | 06. November 2022

Der grosse Umzug 🚚: Auf der Mauer 13 nach Birmensdorferstrasse 50

von: Natascha Rüede
Wir sind umgezogen! 🚚 Schau mal rein, mach dir ein Bild, wie unsere Zügelei abgelaufen ist.

 

Dienstag, 1. November Ein bisschen Wehmut…

Mein schönes Büro ist bald Geschichte so wie auch die Ära der JuSeSo auf der Mauer 13… – morgen geht’s los mit packen in meinem Büro. Seit Wochen sind wir am Entsorgen, Ausrümpeln und Sortieren. Was sich nach über vierzig Jahren alles ansammelt!

 

Mittwoch, 2. November 2022 – ein letztes Mal „kleine Freiheit“!

Nach zwei Tagen haben wir es geschafft, alles ist eingepackt und beschriftet. Nun geht es ein letztes Mal in unser Stammlokal – die kleine Freiheit!

 

Donnerstag, 3. November

Die Zügelmänner sind hier! Jetzt geht es mit dem Zügeln los!

 

Mit dem Zügellift wird alles über Adrians Balkon zum bereitstehenden Lieferwagen transportiert.

 

Silvana hat gewonnen! Sie ist die Erste, ihr Büro ist bereits am Abend eingerichtet!

 

Montag, 7. November

Erster Arbeitstag am neuen Ort – passend dazu: Die Sonne lacht! Doch es gibt noch viel zu tun.

Montag, 14. November

Es werde Licht! – Der Elektriker hat die Lampe an der Decke montiert und auch die Maria aus unserer alten Kapelle hat in meinem Büro Asyl gefunden. 😊

 

Viel Blau – dies ist gewöhnungsbedürftig… Neu haben wir auch einen einladenden Co-Workingplatz. Vielleicht kommst auch du einmal bei uns vorbei. 😉

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OKJ | 03. November 2022

Unser Podcast LüchtCHRAFT: Freiwilligenarbeit sichtbar machen

von: Pascale Loye
Mit unserem Podcast LüchtCHRAFT machen wir die Freiwilligenarbeit von jungen Menschen sichtbar. Hör mal rein!

Die Jugendseelsorge Zürich veröffentlichte den Podcast LüchtCHRAFT. Ziel des Podcasts war, junge Menschen und ihre vielfältigen Engagements in der kirchlichen Jugendpastoral sichtbarer zu machen. Zu Gast waren deshalb Jublaner/-innen, Firmbegleiter/-innen, Ministrantenleiter/-innen, Lagerleiter/-innen und Personen aus kirchenpolitischen Gremien. Alle interviewten Personen verband hierbei die Leidenschaft und Freude zum Engagement.

Einen Blick in die Podcastanalyse zeigt auf, dass die Jugendseelsorge Zürich hierbei besonders junge Zuhörende gewinnen konnte. 75 Prozent aller Zuhörenden sind zwischen 18 und 34 Jahre alt und vier Prozent sind sogar jünger als 17. Die Zielgruppe wurde somit nicht nur interviewt, sondern auch beim Zuhören erreicht. So erhoffen wir uns, dass dieser Podcast manche Hörer/-innen dazu inspiriert hat, ihr eigenes Engagement im kirchlichen Kontext zu beginnen.

Der Podcast ist auf Spotify und Anchor verfügbar.

 

Redaktion und Moderation: Pascale Loye
Tontechnik: Fabian Pfaff und Adrian Marbacher
Mixing und Mastering: Fabian Fuhrimann
Grafik: Chantal Speiser von luova design
Distribution: Jugendseelsorge Zürich

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Firmung | 10. Oktober 2022

Neuer Leitfaden: Arbeit mit Firmbegleitenden für Firmverantwortliche

von: Fabian Pfaff
Was gilt es zu beachten, wenn man mit Firmbegleiterinnen & Firmbegleitern unterwegs ist? - Gemeinsam mit der Fachstelle für Religionspädagogik haben wir für dich das Wichtigste zusammengefasst.

Die Arbeit mit Firmbegleiterinnen und Firmbegleitern birgt ein grosses Potenzial für die Einbindung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Pfarrei. Doch immer wieder wurden wir in der Vergangenheit mit den unterschiedlichsten Fragen zum Thema Firmbegleitung konfrontiert.

Aus diesem Grund haben wir uns gemeinsam mit der FaRP dazu entschieden, Antworten auf die wichtigsten Fragen zu sammeln, welche an uns gestellt worden sind  und diese in Form des Leitfadens zu veröffentlichen. Dabei behandeln wir sowohl Fragen zu Rahmenbedingungen und Haltungen als auch Fragen zur konkreten Umsetzung auf dem Firmweg. In den Leitfaden eingeflossen sind Inputs und Erfahrungen von sechs Personen, die bereits seit vielen Jahren auf das Modell Firmbegleiter setzen. Nebst diesen praktischen Aspekten sind in der Publikation auch theoretische Grundlagen und Ausführungen zu finden.

Am besten machst du dir selbst ein Bild davon. Der Leitfaden für die Arbeit mit Firmbegleiterinnen und Firmbegleitern findest du unter unseren Publikationen.

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Kirche schaut hin