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Bericht | 17. September 2026

Willkommen, lieber Peter!

von: Peter Januš

Dort sein, wo junge Menschen leben!

Was brauchen junge Menschen heute von Kirche?
Vielleicht nicht zuerst Antworten.
Vielleicht nicht zuerst Regeln.
Und vielleicht auch nicht zuerst einen Gottesdienst.

Vielleicht brauchen sie zuerst Menschen, die da sind. Die zuhören. Die an sie glauben. Und die bleiben. Genau darin sehe ich meine Berufung.

Ich bin Peter Januš, 42 Jahre alt, Theologe und Soziologe. Aufgewachsen bin ich in Maribor, Slowenien. Seit zehn Jahren lebe und arbeite ich in der Schweiz. Meine grosse Leidenschaft neben der Jugendseelsorge ist die Musik: Ich bin Sänger und Vocal-Coach. Seit August arbeite ich bei der Jugendseelsorge in Zürich.

Was mein Leben besonders erfüllt, ist; mit jungen Menschen unterwegs zu sein, denn Glaube beginnt mit Beziehung.
Mein eigener Glaube wurde vor allem durch Menschen geprägt. Durch meine Eltern und ganz besonders durch unseren Vikar in meiner Heimatpfarrei Don Bosco in Maribor.

Sie haben mir etwas gezeigt, das mich bis heute begleitet: Glaube wird dort lebendig, wo Menschen ihn authentisch leben. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb ich mich mit Herz und Seele der Spiritualität Don Boscos verbunden fühle. Don Bosco wollte nicht einfach für Jugendliche arbeiten. Er wollte mitten unter ihnen leben.
Er wollte ihre Welt kennen, ihre Sorgen verstehen, ihre Freude teilen und ihnen zeigen: Du bist wertvoll. Ich glaube an dich.

Einer seiner Gedanken begleitet mich deshalb besonders:
„Man erreicht mehr mit einem Blick voll Liebe, mit einem Wort der Ermunterung, das Vertrauen bewirkt, als mit vielen Vorwürfen.“
Was für eine Haltung! Nicht zuerst fragen: Was läuft bei dir falsch? Sondern: Was steckt in dir? Was begeistert dich? Was kannst du werden? Wie kann ich dir helfen, deinen Weg zu entdecken?

Ein zweiter Satz Don Boscos ist für mich fast wie ein Programm für die Jugendseelsorge:
„In jedem Jugendlichen, auch im unglücklichsten, gibt es einen Punkt, wo er für das Gute empfänglich ist.“

Diesen Punkt, das Gute im Menschen möchte ich suchen. Auch bei einem Jugendlichen, der schwierig erscheint. Bei jemandem, der provoziert. Der zweifelt. Der mit Kirche nichts anfangen kann. Oder der vielleicht selbst nicht mehr daran glaubt, dass etwas Gutes in ihm steckt. Ich möchte trotzdem an ihn glauben. Denn manchmal braucht ein junger Mensch nur einen Menschen, der ihn anders anschaut als alle anderen. Einen Menschen, der sagt: Ich sehe dich. Ich höre dir zu. Ich nehme dich ernst.

Kirche muss dorthin gehen, wo Jugendliche sind, deshalb bedeutet Jugendseelsorge für mich nicht, darauf zu warten, dass Jugendliche zu uns kommen. Wir müssen zu ihnen gehen. Dorthin, wo ihr Leben stattfindet. Zum gemeinsamen Essen. Zur Musik. Zum Sport. In den Jugendtreff. Auf Reisen. Zu einem Konzert. Zu einem Spieleabend. In ein persönliches Gespräch. Und natürlich auch zum gemeinsamen Gebet und Gottesdienst.

Manchmal reden wir dabei über Gott. Manchmal reden wir über Liebe, Zukunft, Schule, Familie, Freundschaft, Angst oder Träume. Und manchmal lachen wir einfach miteinander. Auch das ist für mich Seelsorge. Denn ich glaube: Gott ist längst im Leben junger Menschen gegenwärtig, bevor wir anfangen, mit ihnen über Gott zu sprechen.

Unsere Aufgabe ist vielleicht weniger, Gott zu ihnen zu bringen, als gemeinsam mit ihnen zu entdecken, wo Gott in ihrem Leben schon da ist.

Und dann ist da die Musik … Musik gehört zu meinem Leben. Als Sänger und Vocal-Coach erlebe ich immer wieder, dass Musik etwas schafft, was Worte manchmal nicht können. Sie öffnet Herzen. Ein Lied kann Hoffnung geben. Eine Melodie kann Erinnerungen wecken. Gemeinsames Singen kann Menschen verbinden, die vorher kaum miteinander gesprochen haben. Deshalb gehören für mich Musik, Gemeinschaft, Jugend und Glaube zusammen. Vielleicht muss Kirche manchmal auch wieder lernen, die Sprache, die Melodie des Herzens zu sprechen.

Meine Vorstellung von Jugendseelsorge? Eigentlich ist sie ganz einfach: Da sein. Nicht nur dann, wenn alles gut läuft. Auch dann, wenn jemand zweifelt. Wenn jemand einen Fehler gemacht hat. Wenn jemand enttäuscht ist. Wenn ein junger Mensch Gott gerade nicht versteht oder von Kirche nichts wissen möchte. Gerade dann.

Ich möchte Jugendliche nicht zu einem fertigen Glauben führen. Ich möchte mit ihnen unterwegs sein. Sie dürfen fragen. Sie dürfen suchen. Sie dürfen zweifeln. Sie dürfen lachen. Sie dürfen ausprobieren. Und sie dürfen ihren eigenen Weg mit Gott entdecken. Denn am Ende möchte ich ihnen nicht nur erzählen, dass Gott sie liebt. Ich möchte ihnen so begegnen, dass sie etwas von dieser Liebe spüren können.

Das ist für mich Jugendseelsorge. Das ist meine Leidenschaft, das ist meine Berufung.

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Bericht | 17. September 2026

Willkommen unserem neuen Praktikant

von: Don Kizhakkeveetil

Wer ich bin: Don Kizhakkeveetil
Ich bin einer, der selten stillsteht. Einer der immer etwas erleben möchte und neugierig auf das ist, was hinter der nächsten Ecke wartet. Ich liebe die Energie von Menschenmassen, das Gewusel, das Leben mittendrin. Und genauso geniesse ich die Momente, in denen ich einfach nur für mich bin. Zwischen dieser Dynamik und der Stille liege ich.

Meine Wurzeln führen nach Kerala im Südwesten Indiens, an einen Ort, an dem der katholische Glaube kein europäischer Import ist, sondern bis ins Jahr 52 n. Chr. zurückreicht. Nach der Überlieferung war es der Apostel Thomas selbst, der dort an Land ging und die ersten christlichen Gemeinschaften gründete. Diese jahrtausendealte Tradition verbindet tiefe indische Kultur mit dem Glauben: Eine Geschichte von Aufbruch, Begegnung und Wandel, die ich bis heute spüre.

Glaube war für mich schon immer ein fester Bestandteil meines Lebens. Von klein auf war es für mich natürlich, sonntags gemeinsam mit der Familie die Messe zu besuchen.

Ich denke an die Sonntagmorgen in Kerala: Wir laufen als Familie den Kilometer zur Kirche, die Männer im Sonntagshemd, die Frauen in farbenfrohen Churidaren, über Kies und unebenen Boden. Schon von weitem dröhnt die Musik aus den Lautsprechern. Die Treppe ist steil, die Luftfeuchtigkeit hoch, und die frisch geputzten Schuhe sind staubig, bevor man überhaupt angekommen ist. Man zieht sie vor der Tür aus, während drinnen die Deckenventilatoren surren und die Türen weit offenstehen, um der prall gefüllten Kirche Luft zu schenken.

Als Praktikant in der Jugendseelsorge werde ich heute in verschiedene Pfarreien geschickt: Ich unterstütze bei der Firmvorbereitung, der Katechese, packe bei administrativen Aufgaben an und plane Events. Ich möchte mit jungen Menschen unterwegs sein, Fragen stellen und Glaube erlebbar machen.

Was bringt dich auf deinem Weg in Bewegung?

 

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Bericht | 17. September 2026

Kirche auf Zukunftskurs: Wir sind an Bord!

von: John Pinzon
Letzten Freitag haben wir unser Büro gegen die Paulus Akademie getauscht. Thema des Tages: die Zukunft der Kirche im Kanton Zürich. Also ein eher kleines Thema.

Der Tag in Kurzform

Ein starkes Referat von Prof. Dr. Bernhard Spielberg, ein Update der Kommission Kirchenentwicklung, fünf spannende Workshops und ein Plenum voller Ideen. Kleiner Haken: Man durfte nur einen Workshop besuchen. Zum Glück haben wir uns aufgeteilt, und so war die Jugendseelsorge gleich mehrfach vertreten. So geht Teamwork!

Was hängen bleibt

Inputs. Sehr viele Inputs. Unsere Notizbücher schieben seit Freitag Überstunden. Und ein Workshoptitel hat uns besonders gefallen: «Ausprobieren erwünscht». Klingt verdächtig nach unserem Arbeitsalltag.

«Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet.» Alan Kay

Genau das haben wir vor. Wir freuen uns riesig, Teil dieses Prozesses zu sein.

Danke an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben. Die nächste Etappe kann kommen!

Jugendseelsorge Zürich

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Bericht | 15. September 2026

Benefiz-Winterfest mit Boodle Fight

von: John Pinzon
Es ist wahr, was in der Gerüchteküche gemunkelt wird: Die Jugendseelsorge Zürich lädt zum Winterfest ein! Ein weiteres Jahr Jugendseelsorge im "OMG!" – das möchten wir feiern. Mit dir zusammen.

Beim Benefiz-Winterfest mit philippinischem Boodle Fight erwartet dich ein Abend mit kulinarischem Fokus aus den Philippinen, echte Gemeinschaft, Tanz und weitere Programmpunkte zum Amüsements. Neben diesem einmaligen Erlebnis geht es vor allem um eines: gute Stimmung und Zusammensein.

Wann und wo?

Freitag, 20. November 2026
17:45 – 23:30 Uhr

Jugendseelsorge Zürich
Birmensdorferstrasse 50
Zürich

Programm

  • 17:45 Uhr: Türöffnung
  • 18:15 Uhr: Begrüssung
  • 19:00 Uhr: Abendessen als Boodle Fight
  • Anschliessend bis 23.30 Uhr: Disco & Unterhaltung

Was ist eigentlich ein Boodle Fight?

Kein Besteck, keine Teller. Das Essen kommt auf Bananenblättern, gegessen wird mit blossen Händen. Das ist philippinische Tradition, echtes Gemeinschaftserlebnis. Essen ohne Umschweife, dafür mit voller Präsenz füreinander.

Wir sammeln für das Schlupfhuus Zürich

Wenn Jugendliche nicht mehr weiterwissen. Wenn Zuhause nicht mehr geht: Das Schlupfhuus ist die Anlaufstelle, die zuhört. Sie nehmen junge Menschen ernst, suchen gemeinsam nach Lösungen, bieten notfalls auch Unterkunft.

www.schlupfhuus.ch

Anmeldung gerne hier

Wir freuen uns auf dich!

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Bericht | 10. September 2026

Unsere neue Lernende stellt sich vor

von: Renata Correia
Mein Name ist Renata und ich bin aktuell in meinem letzten Ausbildungsjahr im KV. Meine Lehre mache ich beim BVZ.

Das BVZ ist eine Stiftung, die mit verschiedenen Partnerlehrbetrieben zusammenarbeitet. Das Spannende daran ist, dass man während der Ausbildung jedes Jahr in einem anderen Betrieb tätig ist und dadurch viele verschiedene Einblicke erhält. Mein erstes Ausbildungsjahr habe ich in einem Treuhandbüro verbracht. Im darauffolgenden Jahr war ich bei einer ISO-Zertifizierungsstelle tätig und nun darf ich mein letztes Ausbildungsjahr in der Jugendseelsorge Zürich, einer Fachstelle der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, absolvieren und werde meine Lehre im Sommer 2027 abschliessen. Zu Beginn war ich etwas unsicher, da ich vorher in ganz anderen Bereichen gearbeitet hatte und nicht genau wusste, was mich hier erwarten würde. Doch ich würde sagen, dass Gott mein Herz berührt und mir gezeigt hat, dass ich diesen Weg ohne Angst gehen soll.

Aber genug von der Arbeit  – wer bin ich eigentlich?

Ich bin 18 Jahre alt und mache sehr gerne Sport. Meine grösste Leidenschaft ist Fussball. Aktuell spiele ich beim FC Blue Stars. Ein besonders wichtiger Teil meines Lebens ist meine Familie. Bei ihr finde ich meinen Frieden und fühle mich zu Hause.

Auch mein christlicher Weg hat mit meiner Familie, insbesondere mit meiner Mutter, begonnen. Schon als Kind ging ich mit ihr in die Kirche und später besuchte ich den Religionsunterricht. Nach ungefähr sechs Jahren kam die Corona-Pandemie, wodurch vieles unterbrochen wurde und wir nicht mehr wie gewohnt teilnehmen konnten. Zwei Jahre später stellte unsere ehemalige Katechetin eine Gruppe von Jugendlichen zusammen. Diese Gruppe heisst «Ir Mais Além», was so viel bedeutet wie „weitergehen“. Der Name steht symbolisch dafür, dass wir in unserem Glauben immer weiterentwickeln. Bis heute sind wir aktiv in der Kirche engagiert.

Da ich Portugiesin bin, gehöre ich zudem zur portugiesischen Mission. Ein besonderes Erlebnis mit dieser Gruppe war für mich der Weltjugendtag 2023 in Lissabon. Gemeinsam mit der Gruppe durfte ich daran teilnehmen und Jugendliche aus der ganzen Welt treffen, die denselben Glauben teilen. Diese Erfahrung war für mich etwas ganz Besonderes und hat meinen Glauben nochmals auf eine neue Art gestärkt.

Durch die Gruppe, die gemeinsamen Erlebnisse und besonders auch den Weltjugendtag durfte ich meinen Glauben neu entdecken und meinen persönlichen Weg mit Gott weitergehen.

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Bericht | 09. Juli 2026

Alles ist miteinander verbunden

von: Mario Stanković
Eine Woche im Bergwald. Schöpfung schützen, Glauben spüren, Gemeinschaft erleben.

In Laudato si‘ erinnert uns Papst Franziskus daran, dass alles in dieser Welt miteinander verbunden ist. Der Mensch, der Wald, das Wasser, der Boden und jede Beziehung, die uns trägt. Genau diese Verbundenheit wird beim Bergwaldprojekt nicht bloss besprochen, sondern körperlich und geistlich erfahrbar. Vom 25. April bis 1. Mai 2027 laden wir Jugendliche aus dem ganzen Kanton ein, eine Woche lang im Schweizer Bergwald mitzuarbeiten, zur Ruhe zu kommen und den grossen Fragen des Lebens Raum zu geben.

Was in dieser Woche geschieht

Tagsüber packen die Jugendlichen unter fachkundiger forstlicher Anleitung mit an. Sie pflanzen, pflegen und schützen den Bergwald, der für das Leben im Tal und in den Bergen unverzichtbar ist. Diese Arbeit ist ehrlich, sie ermüdet und sie erfüllt. Am Abend versammelt sich die Gruppe am Feuer, teilt das Erlebte und findet in Gesprächen, Stille und Gebet zu einer Tiefe, die im Alltag oft verloren geht.

So entsteht ein Dreiklang, der diese Woche prägt. Wir schützen die Schöpfung, weil sie uns anvertraut ist. Wir spüren den Glauben, weil die Begegnung mit der Natur das Herz für Gott öffnet. Und wir erleben Gemeinschaft, weil gemeinsame Arbeit und gemeinsames Beten Menschen auf eine Weise verbinden, die bleibt.

Getragen von einem starken Netzwerk

Durchgeführt wird die Woche vom Bergwaldprojekt, das seit Jahren hochwertige Naturschutzeinsätze in der ganzen Schweiz begleitet. Inhaltlich arbeiten wir mit der Fachstelle für Nachhaltigkeit der Katholischen Kirche im Kanton Zürich zusammen, und das Angebot ist Teil unseres Engagements auf der Laudato si‘ Action Platform.

Jetzt anmelden

Die Plätze sind begrenzt, und eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich. Alle Informationen finden sich auf unserer Agenda unter dem Bergwaldprojekt 2027: ////HIER////

Wir freuen uns darauf, mit euren Jugendlichen eine Woche zu erleben, in der spürbar wird, was Laudato si‘ meint, wenn es heisst, dass alles miteinander verbunden ist.

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Kirche schaut hin