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Bericht | 09. Juli 2026

Alles ist miteinander verbunden

von: Mario Stanković
Eine Woche im Bergwald. Schöpfung schützen, Glauben spüren, Gemeinschaft erleben.

In Laudato si‘ erinnert uns Papst Franziskus daran, dass alles in dieser Welt miteinander verbunden ist. Der Mensch, der Wald, das Wasser, der Boden und jede Beziehung, die uns trägt. Genau diese Verbundenheit wird beim Bergwaldprojekt nicht bloss besprochen, sondern körperlich und geistlich erfahrbar. Vom 25. April bis 1. Mai 2027 laden wir Jugendliche aus dem ganzen Kanton ein, eine Woche lang im Schweizer Bergwald mitzuarbeiten, zur Ruhe zu kommen und den grossen Fragen des Lebens Raum zu geben.

Was in dieser Woche geschieht

Tagsüber packen die Jugendlichen unter fachkundiger forstlicher Anleitung mit an. Sie pflanzen, pflegen und schützen den Bergwald, der für das Leben im Tal und in den Bergen unverzichtbar ist. Diese Arbeit ist ehrlich, sie ermüdet und sie erfüllt. Am Abend versammelt sich die Gruppe am Feuer, teilt das Erlebte und findet in Gesprächen, Stille und Gebet zu einer Tiefe, die im Alltag oft verloren geht.

So entsteht ein Dreiklang, der diese Woche prägt. Wir schützen die Schöpfung, weil sie uns anvertraut ist. Wir spüren den Glauben, weil die Begegnung mit der Natur das Herz für Gott öffnet. Und wir erleben Gemeinschaft, weil gemeinsame Arbeit und gemeinsames Beten Menschen auf eine Weise verbinden, die bleibt.

Getragen von einem starken Netzwerk

Durchgeführt wird die Woche vom Bergwaldprojekt, das seit Jahren hochwertige Naturschutzeinsätze in der ganzen Schweiz begleitet. Inhaltlich arbeiten wir mit der Fachstelle für Nachhaltigkeit der Katholischen Kirche im Kanton Zürich zusammen, und das Angebot ist Teil unseres Engagements auf der Laudato si‘ Action Platform.

Jetzt anmelden

Die Plätze sind begrenzt, und eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich. Alle Informationen finden sich auf unserer Agenda unter dem Bergwaldprojekt 2027: ////HIER////

Wir freuen uns darauf, mit euren Jugendlichen eine Woche zu erleben, in der spürbar wird, was Laudato si‘ meint, wenn es heisst, dass alles miteinander verbunden ist.

Kompletten Artikel über Alles ist miteinander verbunden lesen.
Bericht | 30. Juni 2026

Nach fast 13 Jahren Abschied

von: Tanja Gmünder
Nach 12.5 Jahren bei der Jugendseelsorge Zürich ist es Zeit weiter zu ziehen!

Seit 2013 durfte ich hier tätig sein – was für eine lange Zeit!

Die Jugendseelsorge hat sich stark verändert in diesen 13 Jahren – sei es eine Veränderung des Angebots (weg von der direkten Jugendberatung zu den AKJ’s = regionalen Aussenstellen)  sei es eine Veränderung des Ortes (Von „Auf der Mauer“ zum „OMG! in der Birmensdorferstrasse“).

Nun ist es auch für mich Zeit weiter zu ziehen!

Ich gehe zurück zur Stadt Zürich, wo ich anno dazumal die kaufmännische Lehre absolviert hatte. Dort werde ich in einem «Gesundheitszentrum für’s Alter» als Assistentin der Betriebsleitung tätig sein.

Für die Zusammenarbeit und die tollen Begegnungen hier im Haus danke ich euch allen von Herzen!

Und da man sich bekanntlich immer zweimal im Leben sieht – freue mich bereits heute auf die nächsten Begegnungen!

 

Kompletten Artikel über Nach fast 13 Jahren Abschied lesen.
Bericht | 30. Juni 2026

Rückblick auf eine prägende Zeit

von: Adrian Marbacher
Vor fast 13 Jahren am 1. Dezember 2013 hatte ich gemeinsam mit Tanja Gmünder meinen ersten Arbeitstag bei der Jugendseelsorge Zürich. Mit offenen und neugierigen Augen tauchte ich in diese neue Aufgabe ein und versuchte herauszufinden, wie hier alles funktioniert und wo mein Platz sein würde.

Ein neues Kapitel startet

Ich kam damals aus einer Zeit des Umbruchs. Kurz zuvor hatte ich mein Filmstudium abgeschlossen, war aus dem Jesuitenorden ausgetreten und hatte fünf Jahre in der Hochschulseelsorge am aki Zürich gearbeitet. Entsprechend kam ich mit einem grossem Erfahrungsreichtum – und gleichzeitig mit vielen Fragen und einer Neufindung meiner Selbst. Es war der Beginn eines neuen Kapitels, von dem ich damals noch nicht ahnte, wie prägend es werden würde. Es sollte ja nur eine Übergangslösung sein…

 

Zeiten des Wandels

Wenn ich heute zurückblicke, staune ich, wie stark sich die Jugendseelsorge in diesen Jahren verändert hat. Damals arbeiteten wir noch mitten in Zürich, im altehrwürdigen Haus Auf der Mauerdas mit einer eigenen Kapelle ausgestattet war. Es gab keine AKJ‘s, d. h. regionalen Aussenstellen, dafür eine Jugendberatung und eine Lernhilfestelle, die viele junge Menschen unterstützten. Heute arbeiten wir im OMG! In Wiedikon, gemeinsam mit der Caritas und weiteren Organisationen, die mit jungen Menschen arbeiten.

In all diesen Veränderungen blieb für mich eine Frage immer dieselbe: Wie können wir junge Menschen und die Menschen, die sich für sie engagieren, bestmöglich begleiten? Diese Frage war für mich wichtiger als Strukturen oder Organigramme. Sie war der Kompass durch all die Veränderungen.

 

Wichtige Meilensteine

Besonders dankbar bin ich für die vielen Projekte, die ich  mit entwickeln und ausprobieren durfte. Das Geistlabor, gemeinsam mit jenseits im Viadukt , war ein Ort des Experimentierens. Wir machten Spiritualität erfahrbar und entdeckten neue Formen, wie suchende Menschen mit ihrer eigenen Spiritualität in Berührung kommen können, indem sie andere Formen ausprobierten und darüber reflektierten.

Mit „Sag’s dem Papst“ waren wir in einem alten VW-Bus unterwegs und fragten junge Menschen, was sie der Kirche und dem Papst sagen würden.

Auch digitale Spiritualität beschäftigte uns früh. Mit dem SpiritChat entstand ein Gottesdienst auf WhatsApp – damals ein mutiges Experiment. Heute wirken solche Formate selbstverständlich, damals waren sie Neuland.

Ein weiteres Herzensprojekt wurde das Friedenslicht. Vor ca. fünf Jahren durften wir den Hauptstützpunkt Zürich übernehmen und diesen Anlass weiterentwickeln. Das Friedenslicht verbindet für mich vieles, was Kirche sein kann: Hoffnung schenken, Gemeinschaft ermöglichen und mit einem einfachen Zeichen Menschen berühren.

Ein grosser Einschnitt war die Covid-Pandemie. Plötzlich mussten Begegnungen neu gedacht werden. Homeoffice, digitale Angebote und neue Formen der Begleitung wurden Teil unseres Alltags. Gleichzeitig wurde sichtbarer denn je, wie viele Jugendliche psychisch belastet sind. Daraus entstand der Wunsch, Seelsorge wieder stärker als Begleitung für junge Menschen in Krisen zu etablieren. Dieses Anliegen konnte leider nicht weiterverfolgt werden. Rückblickend stellt sich mir die Frage, ob es richtig war, gewisse Beratungsangebote abzuschaffen, wenn es, v. a. nach Covid überall an Beratungsangeboten für jungen Menschen fehlt.

Neben all den Projekten gab es auch viele organisatorische Veränderungen: neue Strukturen, neue Teams, ein neuer Standort. Die Jugendseelsorge hat sich immer wieder neu erfunden und sich den gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst.

 

Intensive wertvolle Entwicklungen

Ich durfte diese Veränderungen nicht nur miterleben, sondern an vielen Stellen auch mitgestalten. 

Vor allem aber haben mich diese Jahre persönlich geprägt. Ich durfte Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen, Neues wagen und aus Erfolgen wie auch aus Fehlern lernen. Als Team haben wir intensive Prozesse gemacht, vieles ausprobiert und einiges wieder verworfen. In dieser Zeit ist meine eigene Haltung weiter gereift – die Überzeugung, dass Spiritualität dort lebendig wird, wo Menschen sich ernst genommen fühlen, Fragen stellen dürfen und authentische Begleitung erleben. Oder anders gesagt, da, wo ein Raum entsteht, wo sich der Mensch, mit allem, was ihn ausmacht, gesehen wird und er oder sie sein darf, wie er oder sie ist.

 

Neubeginn näher bei den Menschen

Es war nur eine logische Konsequenz, dass je länger ich arbeitete, der Wunsch wieder näher bei den Menschen zu sein, stärker wurde – nicht in erster Linie in Projekten oder Konzepten, sondern in der direkten Begleitung. Dieser Wunsch führte mich schliesslich zur Spitalseelsorge.

So darf ich im Spital Limmattal Patientinnen, Patienten und Angehörige in oft herausfordernden Lebenssituationen begleiten. Ein neuer Anfang – und gleichzeitig wie eine Fortsetzung dessen, was mich all die Jahre getragen hat: Menschen in wichtigen Momenten ihres Lebens zur Seite zu stehen.

 

Danke für so vieles…

Ich schaue dankbar auf die letzten dreizehn Jahre zurück. Ich hätte mir sicherlich einige Entwicklungen anders gewünscht, weiss aber dass ich gerade dadurch mehr zu dem geworden bin, der ich heute bin. Es bleibt eine Dankbarkeit für die vielen Menschen, denen ich begegnen durfte. Für das Vertrauen, das mir geschenkt wurde. So endet ein prägendes Kapitel meines Lebens. Die Erfahrungen, Freundschaften und Erinnerungen nehme ich mit. Und ich freue mich auf alles, was nun vor mir liegt.

Euer Adrian 

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Bericht | 23. Juni 2026

Herzlich willkommen Monika

von: Monika Linggi
Hallo, mein Name ist Monika Linggi und ich bin neu im Sekretariat des OMG tätig.

Nach vielen Jahren im Suchtbereich möchte ich nun einer neuen, sinnstiftenden Aufgabe nachgehen. Schon länger habe ich mit einer Anstellung im kirchlichen Umfeld geliebäugelt, doch es brauchte Zeit, mich von meiner bisherigen Stelle zu lösen. Dass es nun mit einer Anstellung genau in der Jugendseelsorge geklappt hat, war eher Zufall. Es fühlt sich jedoch richtig und gut an – sogar richtig gut.

Mit meiner neuen Tätigkeit werden viele Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend wach. Wir waren damals im Dorf die ersten Mädchen, die ministrieren durften. Das war etwas Besonderes. Auch die Familiengottesdienste, die wir – nicht zuletzt musikalisch – mitgestalten durften, sind mir in bester Erinnerung geblieben. Oder die Rorate-Gottesdienste in der Adventszeit mit dem gemeinsamen Frühstück danach. Und natürlich die Jubla-Lager in den Sommer- und Herbstferien – sie waren einfach grossartig.

Für mich bedeutet Kirche bis heute Halt, Vertrauen, Verbundenheit und Gemeinschaft. Umso mehr freue ich mich, nun in diesem Umfeld mitarbeiten zu dürfen und Teil der Jugendseelsorge zu sein.

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Bericht | 18. Juni 2026

Jugendreise 2026 - Ein Abenteuer, das verbindet

von: Michael Zürcher
Salzburg, und jede Menge unvergessliche Momente. So war unsere Jugendreise. 60 Jugendliche und Begleitpersonen aus den verschiedensten Pfarreien: Erlöser, Heilig Kreuz, Herz Jesu, Maria-Hilf, Maria Krönung, St. Anton (alle Zürich-Stadt), St. Martin Seuzach, Missione Cattolica di Lingua Italiana

 

Von Dienstag bis Sonntag haben wir Salzburg von seiner schönsten Seite erlebt. Die Tage waren so gestaltet, dass wir pro Tag einen gemeinsamen Programmpunkt und Impuls hatten. Ausserdem konnten die Jugendlichen bei der Anmeldung Interessengruppen auswählen, um so noch mehr von der Stadt sehen und erfahren zu können. Ob eine Führung im Fussballstadion, ein Besuch im Jump Dome oder die Besichtigung der Festung mit einem wunderschönen Ausblick, alle kamen auf ihre Kosten. Natürlich durfte ein Besuch im Geburtshaus von Mozart nicht fehlen.

Was die Reise aber wirklich besonders gemacht hat, war nicht nur das Programm, sondern die Menschen. 60 Personen aus verschiedenen Pfarreien, die zusammen essen, lachen, diskutieren und beten. Ob beim gemeinsamen Impuls, bei den Ausflügen zu katholischen Gemeinschafen oder bei der Fotochallenge, die uns quer durch die Stadt getrieben hat. Bis zum Ende dieser Woche sind wir als Gemeinschaft zusammengewachsen.

Ein riesiges Dankeschön geht an alle Jugendlichen, welche die Reise geprägt und lebendig gemacht haben. Einen weiteren Dank geht an die Hilfsleitenden und Begleitpersonen, die diese Reise ermöglicht habe.

Bis zum nächsten Abenteuer! 🎉

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Trends | 18. Juni 2026

Taizé 2026 - Gemeinschaft, Ruhe und besondere Momente

von: Shahen Dilge
Vom 13. bis 17. Mai durfte ich als Begleitperson gemeinsam mit rund 60 jungen Menschen nach Taizé reisen. Mit dem Car machten wir uns auf den Weg zu einem Ort, der für viele Menschen ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der inneren Ruhe ist.

Die Tage in Taizé waren geprägt von Begegnungen, gemeinsamen Mahlzeiten und einer besonderen Atmosphäre. Viele Jugendliche waren oft in ihren eigenen Gruppen unterwegs, weshalb ich nicht die Gelegenheit hatte, alle näher kennenzulernen. Trotzdem konnte man spüren, dass die Reise viele von ihnen berührt hat. Immer wieder hörte ich von schönen Gesprächen, eindrücklichen Momenten und persönlichen Erfahrungen, die sie aus diesen Tagen mitnehmen konnten.

Für mich persönlich waren die Gebete das absolute Highlight der Reise. Besonders beeindruckt haben mich die bewusst eingebauten acht Minuten der Stille während den Gebetszeiten. Diese Momente der Ruhe haben mir sehr gutgetan. Inmitten der vielen Menschen konnte man ganz bei sich selbst ankommen, zur Ruhe kommen und einfach innehalten.

Auch neben den offiziellen Programmpunkten gab es viele schöne Momente. Besonders geschätzt habe ich die lustigen und tiefgründigen Gespräche mit meinen Arbeitskollegen. Durch die gemeinsame Reise und die Zeit unterwegs konnten wir uns nochmals besser kennenlernen, was für mich eine grosse Bereicherung war.

Ein grosses Kompliment geht auch an Mario und Toni, welche die Reise hervorragend organisiert haben. Von der Planung bis zur Durchführung hat alles funktioniert und man hat gespürt, wie viel Engagement und Herzblut hinter dieser Reise steckt. Dank ihrer Organisation konnten wir die Tage in Taizé unbeschwert geniessen.

Taizé hat mir gezeigt, wie wohltuend Gemeinschaft, Einfachheit und bewusste Ruhe sein können. Die Reise wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ich bin dankbar, diese Erfahrung gemeinsam mit so vielen jungen Menschen gemacht zu haben.

 

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Kirche schaut hin