Das BVZ ist eine Stiftung, die mit verschiedenen Partnerlehrbetrieben zusammenarbeitet. Das Spannende daran ist, dass man während der Ausbildung jedes Jahr in einem anderen Betrieb tätig ist und dadurch viele verschiedene Einblicke erhält. Mein erstes Ausbildungsjahr habe ich in einem Treuhandbüro verbracht. Im darauffolgenden Jahr war ich bei einer ISO-Zertifizierungsstelle tätig und nun darf ich mein letztes Ausbildungsjahr in der Jugendseelsorge Zürich, einer Fachstelle der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, absolvieren und werde meine Lehre im Sommer 2027 abschliessen. Zu Beginn war ich etwas unsicher, da ich vorher in ganz anderen Bereichen gearbeitet hatte und nicht genau wusste, was mich hier erwarten würde. Doch ich würde sagen, dass Gott mein Herz berührt und mir gezeigt hat, dass ich diesen Weg ohne Angst gehen soll.
Aber genug von der Arbeit – wer bin ich eigentlich?
Ich bin 18 Jahre alt und mache sehr gerne Sport. Meine grösste Leidenschaft ist Fussball. Aktuell spiele ich beim FC Blue Stars. Ein besonders wichtiger Teil meines Lebens ist meine Familie. Bei ihr finde ich meinen Frieden und fühle mich zu Hause.
Auch mein christlicher Weg hat mit meiner Familie, insbesondere mit meiner Mutter, begonnen. Schon als Kind ging ich mit ihr in die Kirche und später besuchte ich den Religionsunterricht. Nach ungefähr sechs Jahren kam die Corona-Pandemie, wodurch vieles unterbrochen wurde und wir nicht mehr wie gewohnt teilnehmen konnten. Zwei Jahre später stellte unsere ehemalige Katechetin eine Gruppe von Jugendlichen zusammen. Diese Gruppe heisst «Ir Mais Além», was so viel bedeutet wie „weitergehen“. Der Name steht symbolisch dafür, dass wir in unserem Glauben immer weiterentwickeln. Bis heute sind wir aktiv in der Kirche engagiert.
Da ich Portugiesin bin, gehöre ich zudem zur portugiesischen Mission. Ein besonderes Erlebnis mit dieser Gruppe war für mich der Weltjugendtag 2023 in Lissabon. Gemeinsam mit der Gruppe durfte ich daran teilnehmen und Jugendliche aus der ganzen Welt treffen, die denselben Glauben teilen. Diese Erfahrung war für mich etwas ganz Besonderes und hat meinen Glauben nochmals auf eine neue Art gestärkt.
Durch die Gruppe, die gemeinsamen Erlebnisse und besonders auch den Weltjugendtag durfte ich meinen Glauben neu entdecken und meinen persönlichen Weg mit Gott weitergehen.
