Am Dienstag nach Ostermontag sind wir aufgebrochen in die Ewige Stadt, nach Rom, zum Jubiläum der Teenager. Es ist mehr als eine Wallfahrt. Es ist ein Weg des Herzens.
Im Jahr 1300 wurde das erste „Heilige Jahr“ ausgerufen. Ein Heiliges Jahr ist ein Kairos, in dem Gottes Nähe spürbar werden kann – eine Zeit, in der man sich selbst neu entdecken darf: berührt, verwandelt, vielleicht sogar neu geboren.
In diesem Blog findet ihr die Tagebucheinträge unserer einwöchigen Reise.
Folgende sieben Pfarreien waren dabei:
Pfarrei St. Martin, Seuzach; Pfarrei Verena, Stäfa; Pfarrei Maria-Hilf, Leimbach; Missione Cattolica di Lingua Italiana; Pfarrei St. Anton, Zürich; Katholische Kirche in Winterthur; Pfarrei Heilig Kreuz, Zürich
Erster Tag in Rom – unterwegs zwischen Kunst, Gassen und Gelato
Mit kaum Schlaf, aber umso mehr Freude haben wir heute unseren ersten Tag in Rom gemeistert. In kleinen Gruppen haben wir die Stadt auf ganz unterschiedliche Weise entdeckt – und jede Route war auf ihre Art ein Abenteuer.
Roma 6 Unica führte uns zu prachtvollen Kirchen, durch enge Gassen, vorbei an Brunnen und hinein in die Seele dieser Stadt. Dazwischen: Pizza, Pasta, Souvenirs – und der Duft Italiens in der Luft.
Viele Wege führen durch Rom – manche durch das Studentenviertel, andere zum Trevibrunnen oder in die Stille des Petersdoms. Wer die Augen offen hielt, fand Geschichten auf den Gleisen alter Straßenbahnen oder in einem verträumten Garten.
Bei der Foto-Challenge hielten wir die Schönheit der Stadt fest – nicht nur mit der Kamera, sondern auch im Herzen. Zum Abschluss: Gelato am Tevere. Sonnenuntergang. Gemeinschaft.
Und dann war da noch der Rom Run – ein Abenteuerlauf zwischen Kolosseum, Märkten und römischem Flair. Mit jeder Challenge wuchs nicht nur der Teamgeist, sondern auch das Staunen.
Rom ist mehr als ein Postkartenmotiv. Es ist überwältigend, lebendig, voller Wunder. Und wir sind mittendrin.
Zweiter Tag – Ein Tag voller Geschichte, Spiel und Gemeinschaft
Rom hört nicht auf, uns zu überraschen. An jeder Ecke begegnet uns lebendige und greifbare Geschichte.
Wir starteten mit einer Besinnung in der Kapelle – ein ruhiger Anfang, der uns innerlich sammelte und auf den Tag einstimmte.
Die eine Gruppe durfte am Vormittag in die traditionsreiche Welt der Schweizergarde eintauchen. Ihre Geschichte, ihre Uniformen, ihre Aufgaben – spannend und eindrucksvoll. Am Nachmittag stand dann Sport auf dem Programm: Bewegung, Spiel und Teamgeist sorgten für gute Laune und neuen Schwung.
Die andere Gruppe machte sich auf den Weg in das antike Herz Roms. Kolosseum, Forum Romanum und Palatin – Orte, die man kennt, aber erst vor Ort wirklich begreift.
Zum Abschluss des Tages forderte uns ein buntes Spielturnier mit kreativen Challenges bis spät in die Nacht. Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner*innen!
Ein langer Tag – aber einer, der bleibt. In Bildern, Begegnungen und Erinnerungen, die wir mit nach Hause nehmen.
Dritter Tag – der Weg des Lichts
Am dritten Tag konnten die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Pfarreien eigene Wege durch Rom gehen. Jede und jeder konnte das entdecken, was das Herz besonders berührt: Sehenswürdigkeiten, stille Orte, kleine Cafés oder grosse Plätze voller Leben.
Am Nachmittag sammelten sich dann alle jungen Pilger*innen auf den Stufen der Kirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus. Dort feierten wir gemeinsam die feierliche Eröffnung des Jubiläums der Teenager – mit einem besonderen Gebet: dem Via Lucis.
Während der Kreuzweg eine Erinnerung an Jesu Leidensweg ist, ist der Via Lucis – der Weg des Lichts. Das Gebet führt uns durch die fünfzig Tage der Osterzeit, die freudigste Zeit im Kirchenjahr.
Er erzählt von Hoffnung, von Leben, von Auferstehung. Vom Licht, das stärker ist als jede Dunkelheit. Halleluja!
Vierter Tag – Abschied und der Erinnerung
Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen – der gestrige Tag stand ganz im Zeichen eines besonderen Moments. Die Welt nahm Abschied von Papst Franziskus. Staatschefs und Würdenträger aus aller Welt waren nach Rom gereist, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Auch wir haben innegehalten und uns gefragt, welche Persönlichkeiten der Geschichte wohl je einen so feierlichen Abschied erfahren haben.
In der Stille und im Gebet haben wir Papst Franziskus gedacht und für seine Seele gebetet. Möge er nun in Frieden ruhen.
Für viele Jugendliche wurde der Tag auch zu einem kleinen Abenteuer: Einige von uns tauchten in den Schweizer Medien auf. Wer neugierig ist, findet die Links zu den Artikeln im Tages-Anzeiger und bei 20 Minuten auf unserem Blog.
Tages-Anzeiger: «Etwa 20 Meter vor dem Sarg hat es mich gepackt»
Tages Anzeiger: Das kleine Wunder vom Petersplatz
20 Minuten: Uno, Pizza und Gedränge: So erlebten Gläubige die Zeremonie
Fünfter und letzter Tag in Rom – ein leuchtender Abschied
Am letzten Tag hatten die Gruppen noch einmal die Gelegenheit, das zu entdecken, wofür bisher die Zeit fehlte – oder Lieblingsorte ein zweites Mal aufzusuchen.
Zum Abschlussgottesdienst strömten noch mehr Menschen zusammen als am Tag der Beerdigung. Es war Sonntag, und so mischten sich die Pilgerinnen und Pilger mit unzähligen Touristinnen und Touristen auf dem Platz.
Viele Gruppen hatten sich gewünscht, Rom auch bei Nacht zu erleben. Rom bei Nacht ist ein Zauber für sich – erleuchtet und zugleich voller Leben. Gemeinsam zogen die Gruppen durch die Stadt, sahen den Trevibrunnen glitzern, die Kuppel des Petersdoms in goldenem Licht und die engen Gassen im Schein der Laternen leuchten.
So ging eine unglaubliche Reise zu Ende. Voller Staunen, Begegnungen, Freude und unvergesslicher Momente. Wir freuen uns auf die nächste kantonale Jugendreise!
