jugendseelsorge 40 jahre jung

40 Jahre Jugendseelsorge Zürich – quo vadis, kirchliche Jugendarbeit?

Seit 40 Jahren versuchen wir von der Jugendseelsorge Zürich, Schritt für Schritt dem Licht zu folgen: mit Christus als unserem Leitstern.

Auch in Zukunft möchten wir ganz in diesem Sinne die kirchliche Jugendarbeit im Kanton Zürich entwickeln. Wir freuen uns darauf.

stern 40 jahre jugendseelsorge

Ein herzliches Dankeschön

Am 31. Oktober 2019 konnten wir mit vielen Menschen, die uns auf unserem Weg begleiten, unser Fest zum Vierzigsten feiern. Wir danken allen Teilnehmenden – Gästen, Referent*innen, Künstler*innen und Mitarbeiter*innen –, die mit ihrer Anwesenheit zu einem schönen und stimmungsvollen Fest beigetragen haben.

Ein paar Eindrücke vom Fest:

40 Jahre Jugendseelsorge

Beim Begrüssungsapéro gab es Zeit, sich mit neuen und alten Bekannten auszutauschen.

40 Jahre Jugendseelsorge

Sternsinger und Sternsingerinnen aus Effretikon verkauften Lose zugunsten von Missio.

40 Jahre Jugendseelsorge

Im Gespräch mit Kuba Beroud (Moderator) erzählten die jungen Menschen, was Sternsinger*in zu sein für sie bedeutet.

40 Jahre Jugendseelsorge

Ein Blick ins Publikum: Auch für auflockernde Momente wurde gesorgt.

40 Jahre Jugendseelsorge

Dominik Schenker warf einen informativen Blick zurück auf die unterschiedlichen Epochen der kirchlichen Jugendarbeit.

40 Jahre Jugendseelsorge

Die drei Feuerkünstlerinnen von Dafüür verzauberten das Publikum mit Funken und Flammen.

40 Jahre Jugendseelsorge

Für jede und jeden gab es eine Wunderkerze – und einen Wunsch – zum Abschluss der Feuershow.

40 Jahre Jugendseelsorge

Quo vadis, kirchliche Jugendarbeit?
Prof. Dr. Joachim Burkard beleuchtete diese Frage – fundiert und unterhaltsam zugleich.

40 Jahre Jugendseelsorge

And the winner is … Mirjam Ott.
Petra Zermin, unsere Synodalrätin, war die Glücksfee bei der Verlosung.

40 Jahre Jugendseelsorge

Zum Ausklang des Abends konnten wir die coole Musik von William White im Duo geniessen (William White links im Bild).

Ein Blick in die Zukunft

Quo vadis, kirchliche Jugendarbeit? Das haben wir einen unserer Festredner, Prof. Dr. Joachim Burkard, gefragt. Eine Zusammenfassung seines Vortrages in drei kurzen Kernaussagen können Sie im angehängten Dokument nachlesen.

Aus unserer Sicht braucht es eine neue Haltung. Wir müssen noch mehr auf Jugendliche zugehen und hinhören. Ja, wir müssen von jungen Menschen lernen wollen! Dafür braucht es Zeit, Energie und gut ausgebildete Menschen. Dies alles zu unterstützen, zu entwickeln und zu begleiten ist die Hauptherausforderung der Jugendseelsorge. So wäre es schön, wenn in 10 Jahren jede Kirchgemeinde eine Jugendarbeiterin oder einen Jugendarbeiter hätte und dadurch vielfältige Formen der kirchlichen Jugendarbeit ermöglicht würden.

Unser Wunsch für die Zukunft ist also schlicht: kirchliche Jugendarbeit, die junge Menschen wirklich berührt und begeistert.

pdfQuo vadis, kirchliche Jugendarbeit?

Die Zukunft der kirchlichen Jugendarbeit – aus Ihrer Sicht

«partizipativ, aktiv»

«Jugendarbeit muss wohl in den Pfarreien, nahe bei den Jugendlichen stattfinden. Diese Aufgabe ist komplex und schwierig für einzelne Pfarreien. Ich könnte mir mehr Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien vorstellen und dadurch mehr Möglichkeiten zu bekommen.»
Cäsar Pelloli, Mitglied Geschäftsleitung Synode Kath Kirche Kanton Zürich

«Die Jugendarbeit ist und bleibt kirchlich, wenn die Institution Kirche im Sinne von "Christus vivit" von Papst Franziskus die Jugend hört und sich auch von jungen Menschen re-formieren lässt.»
Rudolf Vögele, Bereichsleiter Jugend + junge Erwachsene Generalvikariat ZH-GL
 
«Die kirchliche Jugendarbeit soll weiterhin offen gegenüber neuen Ideen sein und nach wie vor dafür sorgen, dass sich auch junge Menschen im Umfeld der Kirche wohlfühle und ausleben können!»
Samuel Malapati, Jugendarbeiter, Pfarrei St. Konrad

«Mit viel Zivilcourage sozial engagiert für alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere diejenigen, die keine Stimme haben, mutig sich exponierend, unbequem, emanzipativ und emanzipierend, ungerechte Strukturen beim Namen nennend, diese nicht individualisierend, sondern gesellschaftlich relevant bleibend, aus dem kirchlichen Innenraum hinaustretend, geschlechtergerecht nach innen und aussen, ökologisch und in diesem Sinne sich für die kommenden Jugendgenerationen einsetzend, ressourcenorientiert, unkompliziert einspringend, wenn Not da ist, humorvoll, kreativ, zugleich ernsthaft, von sich wegschauend und diakonisch, im Dienste der Anderen stehend, gegen den Strom schwimmend, wenn notwendig, liebevoll und klar, selbstkritisch und aufbauend, sich immer wieder neu am Leben, Glauben und an der Botschaft Jesu von Nazareth orientierend und deshalb dem Leben aller zugewandt.»
Norbert Hänsli, Eidg. anerkannter Psychotherapeut, Theologe, ehemaliger Stellenleiter
Psychologische Praxis für Psychotherapie – Coaching – Supervision

«Frei, wild, selbstbewusst»
Melanie Wakefield, Pastoralassistentin, Pfarrei Maria Lourdes

«Aus meiner Sicht sollte die Jugendarbeit so sein, dass die junge Menschen auf ihre Art und Weise angesprochen werden. Das heisst es sollte alles so gestaltet werden, dass es Jugendliche Freude und Mut zum glauben kriegen. Für mich fängt es bei der Predigt an- diese sollte lebensnahe und in Verbindung mit aktuellen Themen gebracht werden. Dann die Musik- mehr aus der heutigen Zeit- verschiedene Instrumente und Musikrichtungen, es soll für jeden was dabei haben. Zum Schluss das Freizeitangebot- auf die heutige Zeit ausrichten und von diesem Scheuklappen denken wegkommen, dass die Jugendlichen nur Christ sind wenn sie regelmässig die Kirche besuchen.»

«in einer lebendigen und lebensnahe heranführung an die glaubenswerte»

«besser vernetzt unter den verschiedenen Institutionen und den Kirch-gemeinden, zudem öfter ökumenisch/ interreligiös»

«- Tolles Ministrantenteam in den Pfarreien
- Jeder Firmkurs kann eine Romreise machen
- Interesse der katholischen Jugendlichen im Kt. ZH für die Päpstliche Schweizergarde in Rom wecken
- Treffen von zukünftigen und ehemaligen Gardisten innerhalb der Jugendseelsorge.»
Andreas Kopp, Ex-Gardist, Kirchenpfleger und Synodale

«vielschichtig und innovativ»

«Rosig. Sie profitiert von den Privilegien der Jugend»
Hubert Lutz, Bereichsleiter Soziales und Bildung Synodalrat

«bunt, kreativ, widerständig, lustvoll»
Simon Spengler, Leiter Kommunikation zhkath.ch

«Kirchliche Jugendarbeit ist mit jungen Menschen in ihrer Vielfalt unterwegs. Sie interessiert sich für ihre Anliegen und stärkt sie in ihren Herausforderungen. Sie ist immer in Bewegung und hat viel Potienal, da politisch ungebunden, ausgerichtet an den Werten des Evangeliums, stark im Teamwork und basierend auf breitem Freiwilligen-Engagment.»
Linus Brändle, DAJU Fachstelle kirchliche Jugendarbeit Bistum St. Gallen

«offenes Dialog, Toleranz für Meinungsunterschiede.»

«Ich wünsche mir, dass die kirchlichen Organisationen die Jugendlichen ernst nehmen und auf ihre Bedürfnisse eingehen. Die Kirchen sollten meiner Meinung nach offen sein für Erneuerungen. Möge uns der Heilige Geist dabei unterstützen!»

«Mir ist kirchliche Jugendarbeit wichtig, sie soll unsere Jugendlichen ansprechen, offen für Neues sein und mit der Zeit gehen. Hier werden oft auch Kontakte geknüpft fürs Leben.»
Susanne Rotondo, Präsidentin Kath. Kirchenpflege Kloten

«Die Zukunft kirchlicher Jugendarbeit stelle ich mir gemäss unserem Pfarreimotto "offen und lebendig" vor.
Geben wir Impulse, Zeugnis, Ermutigung und Raum, denn die Kirche von morgen ist die der heutigen Jungen. Möge sie offen und lebendig sein!» 
Gabi Bollhalder, Religionspädagogin (Oberstufe, Firmung...) katholische Kirche

«Einerseits darf es dynamisch sein mit verschiedenen Angeboten und Aktivitäten, andererseits sollte es auch einen Ort zum Verweilen/Auftanken sein.»
Mirjam Polier, Projektleitung roundabout, Blaues Kreuz

«Die kirchliche Jugendarbeit in der Stadt Zürich wird sichtbar, laut und engagiert»
Maria Decasper, Vorstand Katholisch Stadt Zürich - Baukommission,
Verband Kirchgemeinden Stadt Zürich

«Dass wir mit jungen Menschen im Gespräch, in Begegnungen, bei gemeinsamen Erlebnissen usw. gemeinsam unseren Glauben an uns selbst und unserem Nächsten stärken können.
Dies mit Freude, verückten Momenten und Respekt erleben.»

«Bei den Jugendlichen, orientiert an ihren Bedürfnissen und in ihrer Lebenswelt. Ermächtigend und ermutigend. Glaubwürdig und diakonisch. Inspiriert von Jesu Wort und Tat und inspirierend dazu, Verantwortung zu übernehmen für das Gestalten unserer Gesellschaft und der Zukunft unserer Erde. Beseelt und kreativ, humorvoll und liebevoll, niederschwellig und einladend. Selbstkritisch und mutig Position beziehend, wo immer Menschen klein gemacht und an den Rand gedrängt werden. Ruhig und laut, wild und still. Voller Leben.»
Hella Sodies, Seelsorge und Pfarreileitung Kath. Pfarramt Johannes XXIII

«Kirchliche Jugendarbeit wird dann wirksam, ....wenn sich Jugendliche in ihrer Lebenswelt ernst genommen fühlen .....und durch spannende Fragen, inspirierender Lebensstil und authentischer Art angeregt werden, .....um das eigene Leben mit positiven Werten und Sinnhaftigkeit zu gestalten.»
Valentin Beck & Andreas Stalder, Jungwacht Blauring Schweiz, Bereich Glauben & Kirche, Bundespräses

«Jugendarbeit ist das Labor der Kirche.»
Oliver Wupper-Schweers, Familien- und Konfirmationsarbeit Ref. Landeskirche Zürich

«Frauen und Männer sind als kirchliche Mitarbeitende weiterhin mit jungen Menschen unterwegs. Sie sind im Austausch mit ihnen, nehmen teil an ihrem Leben, an ihren Freuden und Sorgen. Sie lassen durchschimmern, welche Hoffnung sie trägt, stärkt und leitet.»
Stefan Arnold, Dienststellenleiter Behindertenseelsorge

«Multikultureller, integrierender, in Stadt und Land.»
Stephan Schwitter, Bereichsleiter Migrantenseelsorge, Katholische Kirche im Kanton Zürich, Synodalrat

«Ehe-Segnung für ALLE!
Weibliche Priesterinnen zulassen!
sowie die Auflösung des Zölibats für Priester zumindest in der Schweiz!
Die Jugendliche dürfe positive Erlebnisse mit einer "Modernen" Kirche erleben.
Gelder für sinnvolle Nachfirm-Projekte sowie für Jugendarbeit (16-25 jährigen) zur Verfügung stellen anstatt in den Kirchenkassen zu sammeln»
Gino Reho, Jugendarbeiter, Drehscheibe - Offene Jugendarbeit

«Total spannend und herausfordernd»
Bruno Durrer, Religionspädagoge/Jugendarbeiter, Kath. Kirche Zollikon

Und es geht weiter …

Das Licht weiterreichen – auch das wollten wir an unserem Fest. So haben Sternsingerinnen und Sternsinger aus Effretikon Lose verkauft, deren Erlös Missio zugutekommt. Missio koordiniert die Sternsingeraktion in der Schweiz. Es wurden insgesamt CHF 700.– gesammelt. Wir bedanken uns nochmals bei allen für ihre Grosszügigkeit.

Mirjam Ott, eine ehemalige Mitarbeiterin der Jugendseelsorge Zürich, war die glückliche Gewinnerin der Verlosung. Sie wählte eine Sterntaufe als Preis. Wir wünschen Mirjam viel Freude an «ihrem» Stern.