Spiritualität und Firmung

Die kirchliche Jugendarbeit baut auf den mystagogischen Ansatz. Mystagogie, im Verständnis von Karl Rahner, gründet auf der Glaubensüberzeugung, dass Gott bereits bei den Jugendlichen ist, wenn diese mit kirchlichen Jugendarbeitenden in Kontakt treten. Gott ist in jedem Menschen immer schon da – als Frage, Sehnsucht, inneres Wissen und Geheimnis, das über den Menschen hinaus auf ein Absolutes verweist.

Im mystagogischen Geschehen soll die Entdeckung des Selbst auch zur Erfahrung Gottes führen. Dabei bilden Selbst- und Gotteserfahrung eine Einheit. Die Erfahrung von Gott braucht keine von der Welt abgeschotteten heiligen Orte und Zeiten. Sie ist in der konkreten Alltagserfahrung enthalten. So etwa im Erleben der Schöpfung bei einer Sonnenaufgangswanderung, im bewussten Wahrnehmen der Solidarität beim Teilen des Essens, in der Freude an der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung im Team.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit bieten Jugendarbeitende behutsam und situationsgerecht mystagogische Deutungen an, um die Geschichte jedes/jeder Einzelnen als Geschichte mit Gott begreifbar zu machen. Dabei entspricht die jeweilige Deutung stets den Erfahrungen und der Lebenswelt der Jugendlichen.

Mystagogie ist kein Einwegprozess, bei dem kirchliche Jugendarbeitende Jugendlichen helfen, Gott zu entdecken. Vielmehr entdecken gleichzeitig auch die Jugendarbeitenden Gott – mit und in den Jugendlichen.

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Adrian Marbacher

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Liz. Theologe
Dipl. Filmemacher HF

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Jugendseelsorge Zürich

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8001 Zürich